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Rund ums Bergsteigen, Klettern, Wandern, Biken, .... für Bergfexen ;-) >> Tourenberichte >> Vier Tage zu zweit in der Silvretta
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Beitrag begonnen von Lampi[tm] am 27.04.2015 um 22:56:20

Titel: Vier Tage zu zweit in der Silvretta
Beitrag von Lampi[tm] am 27.04.2015 um 22:56:20
Am Mittwoch Morgen kommt Roland

Die Rucksäcke mit Essen für drei Tage voll. Alles in den Tourenrucksack zu kriegen, ist eine Herausforderung. Nach der unverschämt steilen Straße zum Ganeumaisäß genießen wir die Sonne am Schneeschuhanlegeplatz.



Das Garneratal ziiiiiieeeeeeeehhhht sich. Erst ganz am Schluss wird es richtig steil zur Tübinger Hütte.




Etwa an dieser Stelle sind wir am 4. Januar umgedreht.



Doch die Hütte kommt und kommt nicht in Sicht.







Roland hat fast das ganze Tal gespurt - dafür bleibt mir der Schlussanstieg, fast in Direttissima.



Welch eine Freude, als keine 100 m vor uns die Hütte auftaucht. Den Haupteingang müssen wir erst ausschaufeln.



Gleich wieder runter oder morgen? Es gibt kein Brennholz. Im letzten Moment sehen wir den Aushang. Brennholz liegt in der Liftstation. Dazu ist über as Tor zu steigen. Ob das total morsche Holz meinen 65 kg Kampfgewicht zzgl. 17 kg Fettmasse stand halten wird?



Es hält. Wir heizen ein. Genießen den Sonnenuntergang.



Titel: Re: Vier Tage zu zweit in der Silvretta
Beitrag von Lampi[tm] am 27.04.2015 um 22:56:58
Am Donnerstag verschlafen den ganzen Morgen. Zur nahen Westlichen Plattenspitze wird es aber noch reichen. Entlang des Winterweges gehen, d.h. wühlen und teilweise schwimmen wir durch dramatische Landschaft



zum Plattenjoch. Das erste Mal blicken wir in die schöne Schweiz.



DAS wäre unser Ziel gewesen - Entweder in gemischter Kletterei über den Grat oder die nur extremen Schifahrern vorbehaltene Südflanke.



Auf das Kleine Seehorn sieht der Führer übrigens auch eine Schitour vor.



Östliche Plattenspitze



Schöner Rastplatz



Wir gehen den Sommerweg nach unten. Vorbei an Bauelementen für Riesenschneemänner.





Unser Weg von heute: Das linke Tal hoch, das rechte hinunter.



Feierabend.





Titel: Re: Vier Tage zu zweit in der Silvretta
Beitrag von Lampi[tm] am 27.04.2015 um 22:57:38
Am Freitag ist der Hinternberg dran.

Schlampigkeit beim Eincremen hat einen Sonnenbrand im rechten Knie sowie auf einem 5 cm breiten Streifen am Hosensaum zur Folge.



Die schwarze Hose führt dann zur Überhitzung.

Am Weg zum Garnerajoch hat kurz vor uns ein Tier diese Spur gezogen:



Kennt das jemand? Diese Spur gibt es übrigens auch mit Krallen, was mich auf die Idee ausfahrbarer Steigeisen bringt.

Diese Unterstandshütte steht auf der Kompass- Karte jedenfalls ganz wo anders und nicht fast im Joch



Vor der Spottbühlritze



Hier ist Ende mit Schneetreten. Wer die Tour mit Schi macht, sollte möglichst kurze Bretter haben. Sich mit 2 m langen Teilen zwischen Schrofen und Felsen zu schlängeln, halte ich für etwas sperrig.



Hier hätte ich fast in die Hosen gesch.... - aber Roland sagt mir, dass ich mich nicht auf einer Wächte befinde.







Fast schon ein wenig Biancograt :-)

https://www.youtube.com/watch?v=Uckz5t7CKiA



Der Gipfel ist dann nur noch Formsache, das Panorama überwältigend.



http://touren.lampatzer.de/20150402Ostertouren/PanoramaArschberg-gr.JPG





Seltsame Farben nehmen die Steine hier an ....



und dann geht es steil hinab vom Hinterbergjoch auf die Hütte.



Die meisten dieser Spuren sind von uns :)



Unser Weg von heute: Der obersten Spur nach in das von hinten durch die Spottbühlritze überragte Joch. Teilweise ohne Schneeschuhe über die zwei etwas felsigen Vorgipfel. Der Schneehaufen etwas rechts der Bildmitte ist der Hinternberg. Vom Joch rechts davon steil runter auf den kleinen Hügel, dann noch steiler kurz hinab in das Becken und wieder zur Aufstiegsspur.


Titel: Re: Vier Tage zu zweit in der Silvretta
Beitrag von Lampi[tm] am 27.04.2015 um 23:03:07
Bockelhart gefroren ist es am Samstag morgen. Steigeisen hat keiner dabei, womit der bis zu 50°steile Hang unter dem Materiallift als Schnellabstieg sozusagen ausfällt.



Die Abstiege haben etwas: Der Blick talauswärts wunderbar.



Weniger wunderbar sind die Drecklawinen, die nicht selten ihre Ursache im "Schifahren im Grünen" haben.



https://www.youtube.com/watch?v=WX0U6NFDLY4

Noch am gleichen Tag geht es nach Karlsruhe, wo Andreas seinen Purzeltag feiert.

Am Sonntag geht es dann an den Battert, womit die letzte Schneesaison beendet wäre.

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