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Goldener Oktober im Elbi: Sonntag - Kante empor (Gelesen: 4502 mal)
Lamл[tm]
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Goldener Oktober im Elbi: Sonntag - Kante empor
22.10.2005 um 10:39:50
 
Heute leisten wir uns das Frühstücksbüffet für 7 Oiro - für gute Frühstücker ein richtiges Schnäppchen, für Christian ist das allerdings "rausgeschmissenes Geld". Plötzlich steht Holger im Frühstücksraum. Holger soll uns in Rathen ein paar knackige Wege einhängen, kommt aber wegen Krankheit nicht dazu.


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Die Fähre fährt ohne Motor, nur durch die Strömung



Über ein "Rahm-Hanke" genanntes Felsband erreichen wir, vorbei am zu 30% eingestürzten Wartturm, den Hirschgrund.



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Auf der "Rahm-Hanke"





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Vor dem Warttunm




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An der Abbruchkante: rechts die dünne Kruste, links der ungeschützte Sand. Wer legt hier noch Keile?




Christian macht wg. Überfüllung an der Emporkante (die schönste V der Sächsischen Schweiz) den Alten Weg (IV) am Hirschgrundkegel.


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Viele Schlingen und unklare Routenführung: Der Alte Weg auf den Hirschgrundkogel.




Ein zufällig herum stehender Eingeborener sagt mir, wo ich in der SO-Wand Schlingen legen kann, dann mache ich die übersichtliche VIIa.


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Nichts wirklich Großes, aber immerhin mal eine VIIa - zu Hause mache ich das barfuß on sight, in Sachsen ist das für mich schwer.




Endlich ist Platz, dass es für Christian "Kante empor!" heißt, Holger und ich folgen. Das Schöne an der Emporkante: Man quert von einer Terrasse in die Talseite und hat bei moderater Schwierigkeit mordsmäßig Luft unterm Hintern.


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Kante empor die Zweite - trotz über 100(!) Begehungen an manchem schönen Tag speckt der Sandstein nicht ab.



Dann kommt über den "Hirschkäfer" der Sandsteinyeti hoch. Als ausgebildeter Bergführer ist er im Winter auch öfters mit Kundschaft in den Alpen anzutreffen. Im Sommer gibt das Elbi aber genug her.


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Der Sandsteinyeti, mit bürgerlichem Namen auch Ingo, ein weiterer Grund, warum auch unsere Mädelz ins Elbi kommen sollten - zumindest so lange es Sommer ist und die Bräunung das nur unzureichend entfernte Tattoo am Oberarm überdeckt.



Sein Sohn Toni gibt mir noch ein paar Tipps zur Talweg-Variante auf den "Schergen", kurz drauf sitzen Christian, Holger und ich auch auf diesem
Gipfel.


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Gipfelfreuden



Um den Tag perfekt zu machen, checke ich noch den "Hirschkäfer" aus. Das ist im Sächsischen nur an wenigen Stellen so einfach wie hier, weil man hier von einer Terrasse aus über den Weg abseilen kann.
Zwei Ringe und 5 Schlingen, alles Schwere am Ring, also spricht nichts gegen einen Vorstieg.
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« Zuletzt geändert: 09.03.2007 um 19:43:13 von Lamл[tm] »  

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Re: Goldener Oktober im Elbi: Sonntag - Kante empo
Antwort #1 - 09.03.2007 um 20:00:22
 


Massivklettern ist im Elbi bis auf wenige Ausnahmen unzulässig, ebenso das Abziehen von Seilen an dafür nicht vorgesehenen Stellen sowie das Topropen, sofern das Seil dabei Felskontakt hat. Das hat nix mit Schikane zu tun, sondern mit den Schäden, die ein am weichen Stein scheuerndes Seil anrichten kann. Das Auschecken gestaltet sich damit immer umständlich. Man muss zu zweit auf einen Gipfel und das Seil in die Tour hängen. Dann kann einer den Weg auschecken und ggf. umständlich zu legende Schlingen legen (Wenn man das alle 1 1/2 Meter macht und nicht allein ist kriegt man Ärger), danach muss der zweite das Seil wieder hochziehen und über die dazu vorgesehene Stelle (Öse) abseilen.
Bevor man den richtigen Blick für geeignete(!) Sicherungen hat (HIER IST LEBENSLANGES LERNEN ANGESAGT!!!), empfehlen sich Vorstiege nur, wenn man sich vorher(!) Informationen über Position und Beschaffenheit der Placements beschafft.  Nicht gern gesehen wird es, wenn man sich vorher über eine Route abseilt, weil das Seilabziehen außerhalb der Öse dem Fels schadet. Nach meiner Kenntnis ist es (natürlich außer beim Abbruch einer Begehung )strafbar.
Am einfachsten ist natürlich, anderen Besteigern das eigene Schlingenset zu überlassen. Dann liegen die Schlingen gleich dort, wo sie (hoffentlich) hin gehören. Die nächste Stufe wäre, andere Seilschaften beim Klettern zu beobachten und ggf. nachher zu befragen. Wer dabei an einen Kamikaze gerät, der kann trotzdem Pech haben. Aber i.A. outen sich Kamikazes durch den Spruch "Do liehcht nüscht".
Wer nicht ins Gipfelbuch will, kann auch vor dem eigenen Vorstieg die Route erst mal nachsteigen.
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Re: Goldener Oktober im Elbi: Sonntag - Kante empo
Antwort #2 - 09.03.2007 um 20:02:22
 
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Renntier Karsten
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Erding
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Re: Goldener Oktober im Elbi: Sonntag - Kante empo
Antwort #3 - 09.03.2007 um 22:45:38
 
Elbi ? AKüFi ! (Abkürzungsfimmel)

Nix für ungut - aber soviel Zeit sollte uns das Elbsandsteingebirge schon wert sein. Sonst haben wir bald die Kibüs (die Kitzbühler), die Bergads (die Berchtesgadener) - oder vielleicht den Baywa (Bayerischen Wald - nicht zu verwechseln mit der BayWa)

Wie schrieb Strittmatter: Der Junge iss so empfindlich uff die Worte...
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« Zuletzt geändert: 10.03.2007 um 19:41:17 von Renntier Karsten »  
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