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August um Ruhpolding: Rausgeholt, was geht (Gelesen: 10001 mal)
Lamл[tm]
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August um Ruhpolding: Rausgeholt, was geht
14.02.2007 um 22:40:26
 
Sa:
Gegen Mittag treffen Heiner[Hatsch]+Dirk uns (Tobias und mich) in Ruhpolding am Bf. Der strahlende Regen reicht gerade mal zu einer Besichtigung des Klettergartens in Schnitzelreuth. Dort könnten wir genau so gut ein Schneizel mit Beilagen und einem kleinen Bier für 5€49 essen, aber am frühen Nachmittag können wir auch unsere Wohnung beziehen.
Der Wetterbericht ist beschissen. Der Versuch, bei der Absage halbwegs vernünftige Bedingungen zu bekommen, scheitert kläglich. Entweder 80% zahlen oder 100% zahlen und auf Standby verschieben. Schweren Herzens bleiben wir. Wir werdens jedoch nicht bereuen.
In einer kurzen Regenpause geht es noch auf einen Spatziergang, zur Besichtigung des zwischen zwei Bergen der Chiemgauer hervorschauenden Breithorns.

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Tobias

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Dirk & Heiner


So:
Bestes Wetter bei mäßiger Vorhersage. Wir fahren an die Steinplatte bei Lofer. Tobi ist ein Viertel Jahr lang nicht mehr geklettert und fängt vorsichtig an.
Die Zusammenarbeit mit Tobi klappt auf Anhieb, wir gehen zusammen "Lilablassblau" (VI-) und eine weitere Var. zur Südkante, während Heiner und Dirk sich an einer VII+ (für beide eigentlich kein Problem) fast die Zähne ausbeißen. Warum das so war, erfahren wir am Nachmittag: Ich beiße mir an einer bestens gesicherten VI+ (passiert mir unter normalen Umständen eigentlich auch nicht) ebenfalls fast die Zähne aus. Ein Unwetter treibt uns zurück zum Parkplatz, bei "Weltuntergang" fahren wir "nach Hause".
Tipp: An der Steinplatte ist alles etwas schwerer als anderswo. Wer da ein Problem mit dem Selbstwertgefühl kriegt, ist zu bedauern. Ihm entgeht ein Gebiet mit bestem Gestein und i.A. auch bester Absicherung.

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Lilablassblau

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Heiner kämpft mit einer Acht (macht sich sonst drin warm)

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Nach Hause


Mo:
Voller Erwartung latschen wir über 1 1/2 Stunde zum Hörndl, nur um dann bei Dreckwetter vor der Bergwachthütte zu sitzen und zuzuschauen, wie die Wand klatschnass wird. Wir essen leckeren Kuchen auf der Alm ein Stück darunter, steigen bei zunehmender Wetterbesserung ins Tal ab. Am Klettergarten in Schleching ziehen wir zwei Routen, bis uns ein erneutes Unwetter vertreibt. Bei eisiger Kälte fahren wir über Traunstein (wo ich erfolglos versuche, mit meiner Kreditkarte Geld in bar abzuheben) zurück "nach Hause", .

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Rateberg Zwinkernd

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So isser unser Heiner - immer in Bewegung

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Schleching

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Das kennen wir ja schon .... Zwinkernd

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Unser Heiner halt Smiley

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« Zuletzt geändert: 05.03.2007 um 14:07:59 von Lamл[tm] »  

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Re: August um Ruhpolding: Rausgeholt, was geht
Antwort #1 - 14.02.2007 um 22:43:26
 
Di:
Trotz Regens geht es heute in den Wilden Kaiser an den Kopfkraxen, ein Ausläufer des Sonneck-SW-Grats. Mittags steigen wir nach langwieriger Parkplatzsuche und 1 1/2 Stunden Zustieg die "Blue Moon" ein. Nach der zweiten SL kommt uns eine wegen Nässe abbrechende Seilschaft entgegen. Bis zur SL 5, einer 40-Meter-Hangelschuppe (VI+) ist alles trocken, jedoch gerade diese Schlüssellänge ist feucht. Einem echten Sachsten macht das natürlich nix, aber ich bin froh, dass das Seil von oben kommt und nutze das auch reichlich. Am Rastplatz danach merke ich, dass es Sch...e ist, zum Klettern zu fahren, ohne im gleichen Jahr (und zwar vorher!) schon mal eine Woche lang Wander- oder einfache Bergtouren gemacht zu haben. Ich fühle mich nämlich jetzt schon äußerst schlapp. Die 7.SL (VI) ist dann auch noch ziemlich bröselig und fordert trotz der recht vielen Laschen auch noch meine ganze Keil- und Friendsammlung. Danach steige ich auch nix Anständiges mehr vor; Tobi hat seine Form von vor seiner Kletterpause wiedergefunden und geht die Schlüssellänge der oberen Hälfte ganz souverän.
Der Abstieg kann nicht besser sein: ein Wanderweg bis zurück zum Einstieg.
Im letzten Licht des Tages erreichen wir die Straße zur Alm. An der Einmündung zur Bundesstraße gebe ich jedem eine Pizza in Größe eines Klodeckels aus. Nachher gibt es noch eine Tirami su, die vermutlich für die meisten Lesers dieses Forums allein zum Sattwerden gereicht hätte.

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hechel...

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Die Wolken sind schon fort gezogen

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Blaue Hose im blauen Mond - Lamл[tm] im Einstiegsüberhang

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Heiner in der Schlüssellänge

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Dirk und ich hinterher

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Die Platte von oben

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Gipfelglück

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Hier geht's lang!



Mi:
Heute soll es etwas ruhiger werden. Mit der Seilbahn zum Jänner, die kurze und einfache, aber cleane "Reibeisen" am Hohen Brett und wieder heim. Doch kaum erreichen wir den Abstieg zum Einstieg, fängt es an zu tröpfeln. Dennoch beschließen wir, schon mal den Einstieg zu suchen - Nach Aufsuchen diverser Beobachtungsposten glauben wir, so etwas Ähnliches gefunden zu haben. Unser Soloakrobat Tobias steigt auch gleich im vermuteten Bereich der ersten zwei Seillängen umher und findet sogar Begehungsspuren wie z.B. alte Schlingen und die üblichen Abfälle. Als besonders lohnend empfindet er das nicht. Bei erneut einsetzenden Regen beschließen wir, nicht einzusteigen und wieder runter zu fahren.

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Nur um Climby zu ärgern

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"irgendwo hier" geht's hoch

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Solln wir oder ni?

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Könnte der Einstieg sein

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Hier war schon mal jemand

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Mögen hier nicht zu viele vorbei kommen

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Und wieder zurück...

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Re: August um Ruhpolding: Rausgeholt, was geht
Antwort #2 - 14.02.2007 um 22:44:16
 
Do:
Heute geht es an den Weg der wo nie endet. Aber weil Webseiten irgend wo enden sollten, gibt es dafür einen separaten Bericht.

Fr: Rauf in Sekunden - runter in Stunden
Heute hängen wir (erstmals mit neu gemischten Seilschaften) zunächst mal einen martialischen Wettersack in den Kirchl-Express.

Für Heiner & Dirk geht die Bergwoche mit magerer Ausbeute zu Ende. Zu viert müssen wir zum Ausräumen der FeWo aber nicht sein. Tobi und ich bleiben damit am Stripsenjochhaus. Viel Überredungskunst brauche ich nicht Smiley

Abends nach notdürftigem Abtrocknen des Steins geht noch die erste Hälfte (SL1-7) der "via classica". Die für unsere Verhältnisse relativ einfache Route (max V) geht schnell zu Ende (d.h. erreicht schnell den einzigen sinnvollen Abbruchpunkt). Das war auch gut so, denn der Abstieg sollte es noch in sich haben. An Stelle SL 7 und 6 und dann in die Einstiegsrinne abzuseilen geht es nach Tobias Willen erst über eine ewige Querung durch nicht wirklich trockenes Höfaz- Gelände bis zum Nordgrat. Mit Kletterschuhen hat man da natürlich Null Grip, und die Grödel liegen dort wo sie gut liegen, in meinem Kleiderschrank in Stuttgart. Letztlich sichert mich Tobias; mit schweren Schuhen, Eisen am Fuß und Pickel in der Hand wäre es ein Spatziergang gewesen. Zum Glück sind wir von der Strips zu weit weg, so dass man meine peinliche Vorstellung nicht sieht. Ich staune über Tobias, der den nicht vorhandenen Weg ohne wirklich verwertbare Begehungsspuren relativ umwegarm findet. Letztlich seilen wir am Nordgrat genau so viele Meter ab, wie wir über die Tour zurück abgeseilt hätten. Aber dafür war Tobias an dem Abend nicht langweilig.

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Abschied auf der Strips

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Es wird besser

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via classica

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bei klassischem Kaiserwetter

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3 Mal 50 Meter abwärts

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Es ist immerhin noch etwas Tag



Sa:
Für heute gilt das für Donnerstag Gesagte: Der Bericht über den Kirchl-Express folgt.

So:
Das einklich schon für gestern angekündigte Unwetter will und will nicht kommen.
Wir gehen daher nicht den fürchterlichen Straßenlatsch, sondern den wunderschönen Höhenweg über die sich als lecker erweisende Vorderkaiserfelden-Htt. nach Kufstein. Wir erreichen den Bahnhof mit 55 ct. in der Tasche. Das Wochenend-Ticket besorgen wir uns mit der Kreditkarte, das nötige Kleingeld zum Auslösen des Gepäcks, indem ich einem anderem Fahrgast die Fahrkarte bezahle und mir von diesem das Geld bar geben lasse. Nicht mal 1 Stunde länger als mit dem über doppelt so teuren ICE brauchen wir gemeinsam nach Ulm.
Eine turbulente Woche hat ihr Ende genommen.

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Wunderschöner Morgen

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Die hätten wir mal hinter uns gelassen

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Gleich gehts los ...

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Auf & nieder

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Lecker!!!

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Das Todesurteil über die alte Sparchenstiege ist gesprochen ...

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Pünktlich zum Tourenende regnet es.


Ich danke (in alfabetischer Reihenfolge)
- Dirk für die Orga der Ferienwohnung und dafür, das Gepäck nach Rosenheim gefahren zu haben.
- Heiner dafür, mich eingeladen zu haben, obwohl er von vornherein wusste, dass ich ihn immer nur von hinten sehe
- Tobias, dass er sich zu mir herab gelassen hat...
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