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Brenta-Durchquerung 01.08.2009 – 06.08.2009 (Gelesen: 2581 mal)
Steinbock
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Jan jäässä

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Karlsruhe
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Brenta-Durchquerung 01.08.2009 – 06.08.2009
15.09.2009 um 20:08:11
 
Nach langem Suchen nach einem gebührenfreien Parkplatz (für die Dauer unserer Tour wollte man von uns 35 € pro Fahrzeug - wir konnten zwar den Preis auf 25 € herunter handeln, aber das war uns immer noch zu teuer.) konnten wir am Samstag Mittag von Madonna di Campiglio zu unserer Brenta-Durchquerung starten. Als gute Wanderer konnten wir: Anette, Joachim, Jörg, Norbert, die  Jugendlichen Denise und Max und ich das Rif. Giorgio Graffer al Grostè über Monte Spinale, mit seinem großartigem Ausblick auf die bevorstehende Tour,   schnell erreichen.

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Bei schönstem Wetter brachen wir am nächsten Morgen auf, um den
Sent. Benini zu begehen. Dieser landschaftlich großartige Auftakt der Bocchette – Wege war für die Gruppe -  bis auf Norbert - eine richtige Herausforderung, da es an Erfahrung für alpines Gelände fehlte. So haben wir unterwegs das Begehen vom unwegsamen Gelände und von Eis – und Schneefeldern geübt. Der Klettersteig selbst war unproblematisch.

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Die Gruppe hat sich wacker geschlagen, zufrieden und glücklich über das Bergerlebnis haben wir das Rif. Tuckett erreicht.
Für den darauf folgenden Tag war der Sent. Bocchette Alte geplant. Leider verhieß der  mit Wolken behangene Bocca del Tuckett nichts Gutes. Kurzerhand haben wir unser Vorhaben geändert und gingen den Sent. Sosat  zum Rif. Alimonta an. Dieser sehr gut gesicherte Steig führte uns durch die Westflanke des Hauptkammes. Es ist eine leichtere Variante; überrascht aber mit interessanten und aussichtsreichen Passagen.

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Es stellte sich heraus, dass die Entscheidung absolut richtig gewesen war, denn wir kamen unterwegs in ein Unwetter. Vollkommen durchnässt haben wir uns entschieden nicht wie ursprünglich geplant zur Alimonta Hütte zu gehen, sondern stiegen zum Rif. Brentei ab. Beim guten italienischen 3-Gängemenü waren alle Strapazen schnell vergessen  Grinsend und die Teilnehmer schwärmten sehr von den luftigen Leitern.

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Die Anstrengung der bisherigen Tour zehrte doch an den Kräften. Deshalb ging am nächsten Morgen unser gemeinsamer Weg nur vom Rif. Brentei zur Bocca di Brenta. Danach trennte sich die Gruppe. Der weiche Kern ging direkt zum Rif. Pedrotti, der harte Kern beging dann einen Teil des Bocchette Centrali. Dieser ist ein Steig mit gewaltigen Felsformationen. Wir konnten in unmittelbarer Nachbarschaft auch Kletterern bei  ihrer Akrobatik zuschauen.  Das Teilstück des Klettersteiges reichte uns vollkommen. Er war ein wilder Wegabschnitt mit viel Schnee und entsprechend hatten wir kaum Gegenverkehr. Nach etwa der Hälfte des Weges gingen wir zurück zum Rif. Pedrotti und berichteten den restlichen Teilnehmern von unserer Tour, gewürzt wie immer mit Übertreibungen. Man möchte auch etwas Eindruck schinden.

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Die komplette Truppe startete am nächsten Morgen beim besten Wetter gemütlich zur vorletzten Runde über den Sent. Palmerie zum Rif. Agostini. Nach einer kurzen Pause führte uns ein weiterer Weg steil über den Sent. Ettore Castiglioni. Dieser Steig ist eine leichtere Alternative zum Sent. Brentari Ideale mit seinen vergletscherten Passagen. Unser Weg überraschte uns mit einer 200 m hohen Wandstufe, die auf Leitern mit insgesamt 300 Stufen zu überwinden war. Der Steig war alles andere als langweilig, deshalb konnte ich die Sprossen nicht nachzählen, ich verlass mich auf die Literatur. Leider waren die Leitern nicht immer in gutem Zustand. Teilweise waren die Sprossen gebrochen.

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Von der Bocca d. Due Denti ging es gemäßigt über Schneefelder zu Rif. XII Apostoli. Eine hübsche neu renovierte, kleine Hütte mit gutem Service.

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In unmittelbarer Nähe befindet sich eine in den Fels gehauene Kapelle zum Gedenken an die in den Bergen verunglückten Bergsteiger. Die Kapelle regt einen an, über sein Tun in den Bergen  und über die Sinnhaftigkeit nachzudenken.

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Gut ausgeruht stiegen wir am folgenden Tag vorbei am Lago di Val d Agola nach Madonna die Campiglio ab.

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Es war ein langer zäher Weg. Wir waren alle froh als wir endlich wieder an unseren  Fahrzeugen waren. Jetzt galt es nur noch ohne Stau nach Hause zu kommen.

Die Resonanz der Teilnehmer, die das erste Mal auf einem Klettersteig waren, war sehr gut: „Uns hat es riesigen Spaß gemacht“ und sie sind sicher, dass sie so etwas wiederholen werden, trotz des Muskelkaters, den der eine oder andere doch hatte  Zwinkernd
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Lamл[tm]
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Re: Brenta-Durchquerung 01.08.2009 – 06.08.2009
Antwort #1 - 17.09.2009 um 09:07:32
 
Steinbock schrieb am 15.09.2009 um 20:08:11:
Von der Bocca d. Due Denti ging es gemäßigt über Schneefelder zu Rif. XII Apostoli.
Stecken da immer noch die Schilder "Vorsicht Gletscherspalte" die noch aus 3 m Entfernung so aussehen wie die Minenwarnschilder?
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