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Slowenien ist eine Reise wert (Gelesen: 7930 mal)
Renntier Karsten
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Slowenien ist eine Reise wert
20.08.2011 um 23:13:47
 
Während das Wetter in den Zentralalpen verrückt spielte gab es sich im südöstlichsten Zipfel der Alpen moderat - zwar ziemlich schwül und für ca. 24 Stunden im Modus "wir drehen mal die Dusche voll auf und lassen sie laufen" - aber immer angenehm warm und doch überwiegend mit Sonnenschein.

In den Julischen Alpen laufen die südlichen Kalkalpen nochmal zu großer Form auf - tief eingeschnittene Flußtäler, fast senkrechte Wände mit 1000 Metern Höhe und mehr, die kaum Schwachstellen für "wanderbare" und "wunderbare" Wege erkennen lassen (für die Soldaten die sie überwiegend im 1. Weltkrieg, teils im 2. Weltkrieg dem Fels abgerungen haben waren sie wohl alles andere als wunderbar), Karsthochflächen, am Rande herrliche MTB-Touren mit Ausblick bis zur Adria (wenn nicht zu diesig) - auch die überwiegend auf ehemaligen Militärwegen, nette Hütten (da böte sich auch mal eine Hüttenrundtour an - vielleicht biete ich das dann als Wanderleiter mal an) - und das alles knapp 350 km, 3 1/2 Fahrstunden von München entfernt.

Wer schon mal stöbern mag - hier der Link zu meinen Bildern nach Tourentagen sortiert: Bilder Slowenien

Ansonsten gibts hier in den nächsten Tagen einen Tourenbericht - so Tag für Tag, Tour für Tour.
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"Wer Meinungen äußert muss auch bereit sein, Diskussionen auszuhalten - und vielleicht sogar seine Ansicht zu ändern" (John Stuart Mill)
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Renntier Karsten
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Re: Slowenien ist eine Reise wert
Antwort #1 - 21.08.2011 um 19:29:11
 
Sa, 30. Juli bis Mo, 01. August

Ferienbeginn in Bayern, also schon mal die A8 gemieden (da waren mehr als 20km Stau gemeldet) und über Wasserburg und Traunstein nach Salzburg gefahren. Von dort auf die Tauernautobahn - dank neuer zweiter Röhre staufrei. Erst vor Villach Blockabfertigung und angekündigter Stau vor dem Karawankentunnel - also lieber die kleine Straße über den Wurzenpass fahren. Ich bin froh dass das MTB noch hinten drin liegt - "24% Steigung" verkündet das Schild. Die, die sich da grad bei ca. 28°C  Außentemperatur mit dem Rad hochquälen sind nicht zu beneiden.

Kurz vor Mittag bin ich in Trenta auf dem Campingplatz, schnell eine Pizza zu Mittag und dann endlich die Wanderschuhe geschnürt. Na ja, die Tour die ich mir ausgesucht habe steht im Wanderführer mit 6:30 Stunden - aber wenn man um 13 Uhr losgeht ist man da doch rechtzeitig zurück, oder ? "Zadnijca", das "Hinterste Tal", heißt mein Ziel - höchster Punkt am Sattel Cez Dol. Als erstes lerne ich was die kommenden zwei Wochen bestimmen sollte: es geht immer mindestens 1.000 Höhenmeter rauf. Zum zweiten: man sollte eigentlich früh am Morgen losgehen - sonst läuft im schwülwarmen Klima der Schweiß schneller als man trinken kann.
Auf dem Abstieg tröpfelt es dann etwas - das abendliche Gewitter wartet aber netterweise bis ich wieder in der Campingplatzkneipe sitze. Dafür legt es dann um so heftiger los - wenn ich die 6:30 h tatsächlich gebraucht hätte, wäre ich ziemlich geduscht worden...

https://sd2.1und1.de/guest?path=30_Juli%20von%20116635503&token=A2316F5764C32CFB...

Am nächsten Morgen dann bei klarem Himmel ein Umschauen - das Tal der oberen Soca ist so eng, und die Wände sind so steil, dass es in diesem Teil der Julischen Alpen noch nicht mal groß Viehweiden gibt. Logischerweise ist die Besiedlung extrem dünn - in früheren Zeiten, vor dem Tourismus, gab es einfach kaum Lebensgrundlagen. Ich nehme mir an diesem Tag den Weg zum Pogacnikov Dom (Dom = Haus) und zum Kriz vor - zunächst mit dem Rad in das Tal hinein, dann wie gehabt steil nach oben, und schließlich im Bogen um die Kriski Podi (Kriz-Böden, ein Karstgebiet) zum Gipfel. Mit 2.410 m ist erstmals die 2.400 m-Marke überschritten

https://sd2.1und1.de/guest?path=30_Juli%20von%20116635503&token=A2316F5764C32CFB...

Am 1. August kommt dann zum ersten Mal das MTB zu seinem Recht - rund 1.000 Höhenmeter sind es von meinem Zeltplatz zum Vrsic-Pass. Dort wird auf die Bergstiefel umgesattelt. Ziel war eigentlich der Zvoniki (2.430 m, ein Nachbargipfel des Prisojnik) - aber da wieder Gewitterwolken aufziehen und die Gipfel in Nebel hüllen, ist der Mittagsrastplatz auch der Endpunkt. Wie sich zeigt eine richtige Entscheidung: zwar erreiche ich das Rad am Pass noch im trockenen - aber auf der Abfahrt zurück zum Zeltplatz legt das Gewitter los.

https://sd2.1und1.de/guest?path=01-08%20von%20116635503&token=2B5E78BC15179D5A&l...

Fortsetzung folgt...
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Re: Slowenien ist eine Reise wert
Antwort #2 - 06.09.2011 um 21:31:38
 
Fortsetzung ist versprochen - also kommt sie auch Smiley Wenn auch aus zeitlichen Gründen nur tröpfchenweise...

Di, 02. August bis Do, 04. August

Triglav oder nicht Triglav - das ist am Dienstag die Frage. Dass ich die Länge der Tour und die Höhenmeter packen kann ist nicht das Thema - nur: am Ende wartet mit der Triglavska Skrbina ein Klettersteigabschnitt der nicht nur hinauf, sondern auch wieder hinab zu bewältigen wäre (die leichtere Abstiegsvariante würde nach Norden und damit in eine für mich völlig falsche Richtung führen)
Langer Rede kurzer Sinn: als ich vor dem Klettersteigabschnitt stand, hab ich mich nach einigem Zögern zum Umkehren entschlossen. Vor allem das Fehlen eines durchgehenden Stahlseils hat mich dazu bewogen. Rauf wäre ich da sicher noch gekommen (es geht oberhalb einer Rinne durch die Wand, gute Trittstifte und Griffe sind vorhanden) - aber runter wäre das nichts für mich gewesen.

Aber zum Glück bieten die Berge ja fast immer Alternativen - und so habe ich mich nach der Mittagsrast auf der Dolic-Hütte entschlossen, eine "Renntier-Tour" draus zu machen - rund um den Kanjavec zur Zasavska Koca, dort nochmal ein Bier genießen und zurück ins Tal. Am Ende des Tages standen 2.360 Höhenmeter und knapp 27 km auf der Uhr...

https://sd2.1und1.de/guest?path=02-08%20von%20116635503&token=7C20D03853CEFA17&l...

Mittwoch - Wechsel des Zeltplatzes nach Bovec. Motto des Tages: es muß nicht immer Volldampf sein. Klar, die Mangart-Bergstrasse wäre schon eine reizvolle Aufgabe für mein MTB gewesen - aber auch der Predel-Pass tut es. Also mehr Zeit für ein gemütliches Essen in einer urigen Kneipe - und diesmal unter 1.000 Höhenmeter Zwinkernd

https://sd2.1und1.de/guest?path=03-08%20von%20116635503&token=2F36FBA982D1994C&l...

Dafür müssen am Donnerstag schon mal wieder ein paar Höhenmeter mehr her - der Krn ist das Ziel. Ich dachte, das wäre wohl der kürzeste mögliche Name den ein Berg haben kann - habe aber ein paar Tage später gelernt dass es in Slowenien auch Bergnamen mit nur zwei Buchstaben gibt.
Der Aufstieg führt über den Krnsko Jezero (Krn-See) und die Krn-Scharte auf den Gipfel. Der Rückweg holt weit aus - über die Scharten Prag und Prehodici, ein wunderbarer Höhenweg im stetigen auf und ab mit herrlichen Aussichten. Da merkt man kaum wie man Höhenmeter sammelt - es sind aber eine ganze Menge...

https://sd2.1und1.de/guest?path=04-08%20von%20116635503&token=561CC560445BE988&l...
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« Zuletzt geändert: 08.09.2011 um 23:41:02 von Renntier Karsten »  

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Re: Slowenien ist eine Reise wert
Antwort #3 - 07.09.2011 um 20:57:18
 
bei Wilhelm Busch heißt es: "dieses war der zweite Streich, doch der dritte folgt sogleich" - also geht es weiter:

Freitag 05. August bis Sonntag, 07. August

Der Visoki Kanin (ital. Monte Canin) ist der höchste Berg der Kette an der Grenze zwischen Slowenien und Italien - also vielleicht ein lohnendes Ziel ? Oder angesichts der drückenden Schwüle vielleicht doch nicht ? Also erst mal mit dem Auto bis zur Mittelstation der Bergbahn auf ungefähr 1.000 m Höhe fahren und loslaufen. Trotz schattigem Buchenwald - der Schweiß läuft in Strömen. Ich treffe ein paar Kletterer die unter den Felswänden campieren - und den heißen Teil des Tages gemütlich angehen lassen. Dann ziehen Wolken auf und hüllen den Kamm in Nebel - da fällt die Entscheidung: für heute lasse ich es bei der Hütte "Dom Petra Skalarja" als Ziel bewenden. Um dorthin und weiter zur Seilbahn zu gelangen ist eine größere Karsthochfläche zu queren - dank üppiger Markierungen und Stahlseilen aber auch bei Nebel kein Orientierungsproblem

https://sd2.1und1.de/guest?path=05-08%20von%20116635503&token=628C55A23CC16DF3&l...

Am Samstag kommt mal wieder das Rad zu seinem Recht - es geht auf die italienische Seite. Zunächst noch etwas die Soca abwärts, dann abzweigend ins Uccea-Tal. Dieses bildet zusammen mit dem angrenzenden Val Resia eine Sprachinsel: aus dem Slowenischen entwickelte sich dort eine eigene Sprache mit so nett klingenden Ortsbezeichnungen wie "ta-na Puluzih" oder "Casera Nischiuarch". Na zum Glück muß ich nur die Schilder lesen, nicht die Namen aussprechen.
Hinweg auf Asphalt bis zum Sattel Sella Carnizza, dann Ausflug in den Forststraßen- und Wiesenbereich und wieder zurück über Asphalt. Zu Mittag kehre ich an der Einmündung des Uccea-Tals ins Soca-Tal in die Pizzeria "Pri Mostu" mit äußerst üppigen Portionen und moderaten Preisen ein (werde ich zwei Tage später nochmal nutzen) - und dann steht die Frage: schon am frühen Nachmittag zurück zum Campingplatz oder noch was dranhängen ? Der MTB-Führer hat da ab der Festung Kluze oberhalb von Bovec noch einen Tipp parat - also ab ins Hochtal von Bacsica.
Mit diesem Extra-Ausflug stehen am Ende des Tages 80 km und 1765 Höhenmeter auf dem Tacho...

https://sd2.1und1.de/guest?path=06-08%20von%20116635503&token=44C6E94F13EABFCE&l...

Am Sonntag der nächste Ortswechsel - nach Kobarid (deutsch Karfreit). Hier haben im ersten Weltkrieg einige der heftigsten Schlachten der Isonzo-Front (ital. Name der Soca) stattgefunden und ihre Spuren hinterlassen. Heute sind diese für mich gut nutzbar: als MTB-Wege. Und so steht das Rad die nächsten Tage im Mittelpunkt - heute geht es erst mal wieder auf die italienische Seite.
Zunächst ist lockeres Einradeln bei sonnigem Wetter angesagt - der Fluss entwässert Richtung Italien, also geht es leicht bergab. Nach der Grenze ist vor dem Anstieg Stärkung angesagt - Pasta mit Forelle - hmmm, lecker Smiley.
Dann aber geht es los: von 194 m Seehöhe geht es in mehreren Wellen mit Auf und Ab hinauf auf 1133m. Der MTB-Führer verspricht von dort aus einen Blick zur Adria - nur bin ich mittlerweile wieder in dicke Wolken geraten und ich sehe kaum 20 m weit, geschweige denn bis zum Meer.
Der Rückweg führt über einen winzigen Zipfel Italiens der nach Slowenien hineinreicht. Und er zeigt was die Slowenen Radlern so zutrauen: ein ausgeschilderter "Radweg" den ich nehme um dem Asphalt zu entfliehen entpuppt sich als ausgewachsener Trail - mit einem Hollandrad würde ich den nicht fahren wollen Zwinkernd
Am Schluß gibt es noch einen ordentlichen Guß - na gut, dann ist das Duschen nicht mehr so dringend...

https://sd2.1und1.de/guest?path=07-08%20von%20116635503&token=21BB6A1E5A34E5B5&l...
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« Zuletzt geändert: 08.09.2011 um 23:44:39 von Renntier Karsten »  

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Re: Slowenien ist eine Reise wert
Antwort #4 - 07.09.2011 um 21:09:54
 
Mo, 08. August bis Mi, 10. August

Der Regenguss auf der Rückfahrt am Sonntag entpuppt sich als Beginn eines 24stündigen Starkregens - irgendwann ist einfach alles nass. Dann spielt es eigentlich auch keine Rolle mehr, ob man im Regen Rad fährt oder nicht - also los auf Tour. Diesmal bleibe ich in Slowenien - Stol heißt das Ziel (auf deutsch: Stuhl) - und die Auffahrt auf dessen Südseite ist im Führer als ausgesprochen heiß und schweißtreibend beschrieben. Wer weiß - vielleicht ist das Wetter ja sogar ein Vorteil. Etwas mehr zu sehen wäre aber schon nett... Egal - auf die Auffahrt folgt die Abfahrt, und die macht richtig Spaß. Über schottrige Wege ist gefühlvoller Einsatz der Bremsen gefragt - ganz ähnlich wie beim Abfahren durch Schuttreißen: man braucht Tempo um nicht steckenzubleiben, aber muß das Ganze trotzdem noch kontrollieren. Da teste ich mal die Grenzen meines Könnens aus (ok, das ist auf dem MTB nicht so hoch...). Und dann bin ich wieder im Uccea-Tal - also ist die Pizzeria "Pri Mostu" wieder Pflicht

https://sd2.1und1.de/guest?path=08-08%20von%20116635503&token=E91BA2AD8E0C906F&l...

Der Dienstag ist nochmal Rad-Tag - und endlich ist es wieder sonnig. Und zum Glück gehört Slowenien seit 2006 der EU an und ist kurz danach auch Schengen-Land geworden. Ansonsten hätte ich mir an diesem Tag den Personalausweis wohl um den Hals hängen können - ich habe dauernd die Grenze zwischen Slowenien und Italien passiert. Die verläuft nämlich genau entlang des Kammes - die Schotterstraße dagegen sucht sich ihren Weg mal auf der (slowenischen) Nord- und mal auf der (italienischen) Südseite.
Zu sehen sind Zeugen der Vergangenheit - auch wenn es nur eine kleine Schotterstraße ist, an jeder Grenzpassage steht ein (mittlerweile nutzloses) Grenzerhäuschen.
Kleine Anekdote am Rande: zwischen der Selbständigkeit Sloweniens 1990 und dem EU-Beitritt 2006 war die Grenze von 8-16 Uhr besetzt - bestimmt kamen die Schmuggler und Illegalen genau in dieser Zeit Zwinkernd
Auf der Abfahrt dann noch eine Schrecksekunde: die hintere Bremse erzeugt erst ohrenbetäubende Geräusche - und setzt dann ganz aus. Wie sich später rausstellt hat sie Luft gezogen - nach einer Abkühlung tut sich wieder was, aber vorsichtshalber bremse ich dann doch vor allem mit der vorderen Bremse. Das ist am Ende ordentlich in der Hand zu spüren..

https://sd2.1und1.de/guest?path=09-08%20von%20116635503&token=57A6D0E4BDE7FC5A&l...

Am Mittwoch kommen mal wieder die Wanderschuhe zu ihrem Recht - von der Hochsiedlung Tolminske Ravne aus geht es auf den Vogel (hat nichts mit dem fliegenden Tier zu tun, bedeutet eher so was wie "guter Blick"). Vor dem Wandererlebnis und der guten Sicht ist aber erst mal Nervenkitzel angesagt - die Straße von Tolmin nach Tolminske Ravne gehört zum engsten was ich bisher mit dem Auto gefahren bin; Gegenverkehr bedeutet Ausweichen zwischen Felswand und Abgrund.
Auch auf dem Weg zum Vogel sind wieder Relikte des Ersten Weltkriegs zu sehen - aber diese düsteren Aspekte werden mehr als wettgemacht vom Blick zu Triglav und Adria. Wie sagte es der Tourenführer: "Vogel - Aussichtspunkt am Südrand der Julischen Alpen"

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« Zuletzt geändert: 07.09.2011 um 22:06:24 von Renntier Karsten »  

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Re: Slowenien ist eine Reise wert
Antwort #5 - 08.09.2011 um 09:11:48
 
Hochachtung Euer Ehren - ich ziehe den Hut!
Dass du trotz der manchmal widrigen Witterungscapriolen so tolle Touren machst, verdient allen Respekt. Wahrhaftig kein Weichei!  Augenrollen
Ich kenn mich ein bissle in der Ecke aus, deswegen lese ich mit großem Interesse.

Aber sag mal "Pasta mit Forelle" ??? Hast du die selbst gefangen und gebraten, wie muß ich mir das Gericht vorstellen?  Schockiert Oder steht so was auf einer Speisekarte in einer Hütte?

Bin neugierig auf die Fortsetzung!
lg usch
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Re: Slowenien ist eine Reise wert
Antwort #6 - 08.09.2011 um 12:50:44
 
Renntier Karsten schrieb am 07.09.2011 um 21:09:54:
es auf den Vogel (hat nichts mit dem fliegenden Tier zu tun, bedeutet eher so was wie "guter Blick").

In gewisser Weise schon - das Wort "Vogel" hat den gleichen Ursprung.
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« Zuletzt geändert: 10.09.2011 um 20:12:29 von Renntier Karsten »  

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Re: Slowenien ist eine Reise wert
Antwort #7 - 08.09.2011 um 23:37:49
 
@usch: also die Pasta mit Forelle gab es ganz profan in einer (urigen) Wirtschaft am Fluß. Ob die selber geangelt oder gekauft waren - ich weiß es nicht. Jedenfalls war es sehr lecker - und eine eher ungewöhnliche Kombination. Stells Dir einfach etwa so wie Bandnudeln Aglio und Olio vor - mit gegrillten Forellenstückchen dazwischen und reichlich Bergkräutern dazu.

@lampi: danke, da hab ich wieder was dazugelernt - klingt aber logisch: der Vogel hat natürlich auch immer einen guten Überblick.
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Re: Slowenien ist eine Reise wert
Antwort #8 - 09.09.2011 um 08:26:37
 
Hallo Karsten,
das ist in der Tat eine interessante Kombination und ich kann mir vorstellen, dass es so zubereitet, wie du es beschreibst, sehr gut schmeckt.
Du weißt, ich bin Schwäbin und die Schwaben sind "Nassesser". Spätzle gibt es immer mit viiiel Soße. Deshalb kam mir die Kreation zunächst etwas  trocken vor. Aber frau lernt nie aus.  Smiley
Ich bin neugierig, was du uns sonst noch alles zu berichten weißt. Denn das Essen gehört für mich immer zu einem anderen Land mit dazu.
lg usch
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Re: Slowenien ist eine Reise wert
Antwort #9 - 10.09.2011 um 09:07:33
 
Hast Du Hydraulikbremsen?

Ich wollte mir auch mal so was zulegen, in Stuttgart geht es bergig zu und man "schwimmt" auch schon mal gern mit 70 km/h im Verkehr mit. Da wäre sowas:
Renntier Karsten schrieb am 07.09.2011 um 21:09:54:
die hintere Bremse erzeugt erst ohrenbetäubende Geräusche - und setzt dann ganz aus.

ganz ganz schlecht für die Gesundheit. Kommt das öfter vor?
Renntier Karsten schrieb am 07.09.2011 um 21:09:54:
aber vorsichtshalber bremse ich dann doch vor allem mit der vorderen Bremse. Das ist am Ende ordentlich in der Hand zu spüren..
Die Radfahrer wieder - strampeln aus eigener Kraft die steilsten Berge hoch, aber Muskelkater im Unterarm vom Bremsen.

Ich denke wir sollten mal klettern gehen. Mit Dir zum Radeln zu gehen wäre doch für mich frustrierend und für Dich sehr langweilig.

Ansonsten: Klasse Gebiet, erinnert ein wenig an die Pala. Sind die Slowenen wirklich alle so bergvernarrt wie man es ihnen nachsagt?

Mal sehen wo Du als nächstes hinrennst.
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Re: Slowenien ist eine Reise wert
Antwort #10 - 10.09.2011 um 20:02:15
 
ja, ich hab Hydraulikbremsen am Mountainbike - sind normalerweise auch sehr zuverlässig. Hätte vielleicht besser vor als nach dem Urlaub das Rad zum Service bringen sollen. Aber so kritisch wars auch wieder nicht - das Kreischen der Bremse hat rechtzeitig gewarnt. Und in Stuttgart wirst Du ja wohl eher nicht über 1.000 Höhenmeter am Stück abfahren - da wird die Bremse dann auch nicht so heiß.

Die Slowenen sind auf alle Fälle outdoor-vernarrt. Ein VW-Bus mit vier Leuten im Studentenalter, acht Fahrrädern auf dem Dach und am Heck (für jeden ein Rennrad und ein MTB) sowie zwei Zweierkajaks auf dem Hänger - ist da was Besonderes dran ?

Zusammen Klettern gehen ? Wäre dann für mich frustrierend und für Dich langweilig  Zwinkernd
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Re: Slowenien ist eine Reise wert
Antwort #11 - 10.09.2011 um 22:08:51
 
Do, 11., bis Sa, 13. August

So langsam lässt es sich nicht mehr bestreiten - der Urlaub geht seinem Ende zu. Ich setze zum vorletzen Mal mein Zelt um - an den Bohinjsko Jezero (Wocheiner See), den größten See Sloweniens. Mir scheint, ich bin in eine andere Welt geraten: der See ist beliebtes Urlaubsziel für Familien aus Ljubljana - und sofort ist es erheblich voller, deutlich teurer, der Service schlechter und das Personal unfreundlicher. Kurz gesagt: Mehr für Weniger.

Na ja - ich will ja nicht Badeurlaub machen sondern auf die Berge. Die meisten kommen eh nur bis zum Souvenirstand am Fuß der Savici-Wasserfälle - die lasse ich schnell hinter mir. Es geht in das Karstgebiet der Komna. Da inzwischen wieder sonnig-warmes Wetter herrscht ist der Aufstieg durch den schattigen Buchenwald willkommen - wenn auch nicht sonderlich spannend. Dafür bieten sich auf der Komna um so schönere Blicke auf die umliegenden Berge. Nach der Mittagsrast geht es auf die Bogatin-Scharte und von dort auf den kleinen und großen Bogatin - und in einem großen Bogen rund um die Karstfläche wieder zum Don na Komni und zurück zum Fahrrad (und damit dann wieder zum See)

https://sd2.1und1.de/guest?path=11-08%20von%20116635503&token=4478A4EF49E5A058&l...

Am Freitag steht der Weg ins Sieben-Seen-Tal an - dessen oberes Ende ich schon auf der Tour am 2. August kennengelernt habe. Ein früher Start ist ratsam: Am Beginn steht die 700 m hohe Steilstufe der Komarca - und da diese nach Südosten ausgerichtet ist, liegt sie voll in der Vormittagssonne. Danach wirds wieder gemütlicher - am Schwarzen See vorbei durch den Wald, unter Felswänden (mit vielen Klettermöglichkeiten und entsprechend vielen Leuten in den Wänden) entlang zu den Seen bei der Koca pri Triglavski Jezerih. Von dort quere ich über mehrere Ausläufer wieder zur Komna und auf bereits bekanntem Weg wieder zum Campingplatz.

https://sd2.1und1.de/guest?path=12-08%20von%20116635503&token=16E3D5E3389AB430&l...

Am Samstag ist der letzte Ortswechsel angesagt - nach Mojstrana / Dovje. Von dort fahre ich mit dem Rad ins Kot-Tal und steige weiter zum Dom Valentina Stanica auf - der Nordwest-Zugang zum Triglav-Gebiet. Leider bietet sich keine Option für eine Rundtour die zeitlich noch machbar wäre - also auf dem gleichen Weg zurück.

https://sd2.1und1.de/guest?path=13-08%20von%20116635503&token=6AD5C008C540A3BD&l...
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Re: Slowenien ist eine Reise wert
Antwort #12 - 10.09.2011 um 22:58:01
 
dieses ist der letzte Streich - So., 14. und Mo, 15. August

Tja, der letzte Zeltplatz ist bezogen - was also ist noch zu berichten ?

Zunächst mal noch von einem wunderschönen Tal - das Krme-Tal zieht sich kilometerweit gen Südwesten. Da hatte ich eigenlich Einsamkeit erwartet - doch am Parkplatz zeigt sich was ganz anderes: Gut drei Dutzend Wanderer im mittleren Alter. Die fangen gleich mal an zu fragen: von wo, welches Ziel usw. - dabei wollt ich doch einfach nur mal Hose und Schuhe wechseln  Zwinkernd

Ok, der Kleidungswechsel nimmt etwas Zeit in Anspruch, die Herrschaften sind mittlerweile unterwegs. So Schritt für Schritt treffe ich sie beim Überholen wieder. Ohnehin dünnt sich der Kreis der Bergsteiger nach oben hin immer mehr aus - an jeder Jagdhütte am Weg ist eine Grillparty im Gange, an der ein paar Wegbegleiter hängenbleiben.

Mein Endpunkt ist am Triglav-Haus auf der Kredarica gesetzt - von dort aus schlängelt sich ein Wurm über den nordöstlichen Klettersteig auf den Triglav, aber ich habe andere Pläne. Ich umgehe den Triglav auf seiner Südseite zum Dom Planika - und schliesse damit fast die Verbindung zur Tour vom 2. August. Das wär mal was für eine Wanderleitertour: eine Rundtour um den Triglav.

https://sd2.1und1.de/guest?path=14-08%20von%20116635503&token=5A898261A5836BDE&l...

Tja, und irgendwann ist unweigerlich der letzte Urlaubstag angebrochen. Eine Tour will ich schon noch mal machen - aber auch rechtzeitig zurück am Auto sein für die Rückfahrt. Die Skrlatica ist für mich weder zeitlich noch hinsichtlich der Klettersteig-Anforderungen machbar - aber das Bivak IV unterhalb ihres Gipfels wäre doch ein markanter Punkt. Unterwegs überholt mich ein slowenisches Pärchen im Speed-Bergsteige-Modus - aber das war für die junge Dame dann wohl doch zuviel, und ich schließe wieder auf. Wir gehen dann gemeinsam bis zum Bivak IV auf rund 2.000 m Höhe - und beschließen gemeinsam die Umkehr. Die beiden geben angesichts von Nieselregen und Wolken ihre Gipfelpläne auf - und ich brauchte eh nur einen geeigneten Umkehrpunkt meiner Abschlußtour.

https://sd2.1und1.de/guest?path=15-08%20von%20116635503&token=B74A9F7FA3C4608A&l...

So, liebe Leute - das wars von Slowenien 2011. Für 2012 hab ich auch schon Pläne - aber die verrate ich jetzt noch nicht  Zwinkernd
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« Zuletzt geändert: 11.09.2011 um 18:38:35 von Renntier Karsten »  

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