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Alpine Initiation „Aus der Halle in die Berge“ (Gelesen: 1379 mal)
Lamл[tm]
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Alpine Initiation „Aus der Halle in die Berge“
16.09.2016 um 00:29:08
 
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Vom 20. – 27.August hatten vier weitere Kletterer die Gelegenheit, die ersten Schritte in alpinen Kletterrouten unter meiner Begleitung zu machen.
Tag 1: Sonntag (Rainer)
Wie verabredet schlagen wir fünf, das sind die fast noch Jugendlichen Martin & Jessy aus München, das fast schon Ehe- Paar Martin & Ana aus Böblingen, sowie Rainer, Kursleiter und alter Sack aus Stuttgart nahezu gleichzeitig in Nesselwängle auf.
Gepäck für eine Woche am Gimpelhaus sowie jede Menge Lern- und Anschauungsmaterial, insgesamt 120 kg, landen im Korb des Materiallifts, so dass wir gemütlich nach oben ziehen können.  Bei ausgesprochenen Scheißwetter (besser: Pisswetter) üben wir im Treppenhaus noch die einfachste Variante des Standbaus am einem soliden Fixpunkt sowie das überschlägige Klettern. Am Schluss drillmäßig.
Dann gibt es schon das Abendessen. Die Speisekarte ist vermutlich seit dem Bau des Hauses die gleiche. Aber das Essen macht satt und bleibt auch drin.
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« Zuletzt geändert: 19.09.2016 um 07:56:16 von Lamл[tm] »  

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Re: Alpine Initiation „Aus der Halle in die Berge“
Antwort #1 - 16.09.2016 um 00:29:48
 
Tag 2: Montag (Rainer)
Ana muss wg. Magenproblemen den Montag im Tal verbringen.
Rainer führt  Jenny und Martin den Hüttengrat. Noch ist es ekelhaft kalt und windig, so dass wir nach der ersten Seillänge abseilen und jeder einen zweiten Pullover holt. Klettertechnisch ist es etwas schwieriger als der Gimpel Westgrat, jedoch deutlich weniger ausgesetzt. Martin & Ana haben es technisch ohnehin drauf, bei Martin & Jenny wollte ich mich erst mal vergewissern. Aber sie konnten es auch ohne Probleme. Sie sind dafür als alpennah Wohnende versiert im Begehen von Gras und "steilen Gehgelände", so dass wir den Fußabstieg benutzen können.
Abends gibt es wie üblich noch etwas Theorie; aber nachdem der Kurs dieses Mal sechs statt wie sonst nur fünf Tage dauert, ist es ohnehin nicht so gedrängt.
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Re: Alpine Initiation „Aus der Halle in die Berge“
Antwort #2 - 16.09.2016 um 00:30:23
 
Tag 3: Dienstag, 23.08.2016: Erste Klettertour zum Hochwieseler (Martin M)
Unsere erste gemeinsame Klettertour mit allen Teilnehmern ging hoch zum Hochwieseler über den Hüttengrat. Nachdem wir die wichtigsten Techniken bezüglich der Standplatzsicherung inklusive der HMS-Sicherung, der Körpersicherung mithilfe eines Tubs, am Sonntag schon fleißig an dem Treppengelände des Gimpelhauses geübt hatten, machten wir uns in zwei Seilschaften auf dem Weg zum Hüttengrat. Nach etwa einer halben Stunde Gehzeit kamen wir an den Einstieg des Hüttengrates, von wo wir vier Seillängen mit einer Höhe von etwa 125 m das zweite Mal hoch klettern durften, an. Dank der guten Absicherung entlang der Strecke verlief die Kletterei im dritten bis vierten Grad entspannt und stressfrei. Die landschaftlichen Ausblicke in das Tannheimer Tal und das Gimpelkar genossen wir während des Durchstiegs sehr und hatten alle einen großen Spaß dabei. Oben angekommen machten wir uns am Abseilstand zum Abseilen bereit. Selbstständig seilte sich jeder jeweils drei Mal ab oder wurde abgelassen. Am späten Nachmittag gingen wir zum Abendessen ins Gimpelhaus zurück, wo wir kurz danach wieder zu einer Felswand der roten Flüh aufbrachen. Eine Seillänge durften wir die Halbseiltechnik üben und uns dann, als es schon langsam dämmerte, selbstständig abseilen.
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« Zuletzt geändert: 16.09.2016 um 07:16:06 von Lamл[tm] »  

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Re: Alpine Initiation „Aus der Halle in die Berge“
Antwort #3 - 16.09.2016 um 00:30:56
 
Tag 4: Mittwoch (Martin BB):
Nach der Tour gestern war am Mittwoch vorerst Neues lernen und üben auf dem Plan. Aber genau deswegen hatten wir ja den Kurs gebucht und auf die Abschlusstour wollten wir auch gut vorbereitet sein. Als erstes haben wir uns links von der "Via Anita" einen geeigneten Platz gesucht, um an zwei Stationen das Einrichten von einem Dummy-Runner beziehungsweise eines Plus-Clips zu üben.
Nachdem wir alle einmal an der Reihe waren, wurde es uns in der Sonne doch zu heiß und wir haben uns auf die Suche nach einem Platz im Schatten gemacht. Über Geröllfelder und an Gemsen vorbei ging's auf die andere Seite.
Dort hat uns Rainer verschiedene Varianten von Flaschenzügen inklusive Gardaschlinge gezeigt und wie immer durfte jeder von uns praktisch mitmachen. Für mehr war keine Zeit mehr und dank der Hitze waren wir auch gut fertig.
Nach dem Abendessen hat Rainer sein ziemlich beeindruckendes "Alpinmuseum" ausgepackt und uns die verschiedensten mobilen Sicherungsmittel gezeigt.  Link Cams waren genauso dabei wie uralte Tricams. Auf jeden Fall war uns die Aufmerksamkeit der Nebentische sicher!
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Re: Alpine Initiation „Aus der Halle in die Berge“
Antwort #4 - 16.09.2016 um 01:59:12
 
Tag 5: Donnerstag (Jennifer)
Auch Tag 5 beglückte uns mit einem wolkenfreiem Himmel. Nach dem Frühstück stapfte die Truppe Richtung Köllenspitze, um am Vorstiegsparcours neue Techniken zu erlernen und Übungen durchzuführen. Zunächst wurde das Umbinden und Ablassen am Tophaken mit Einfach- und Halbseil erklärt, und dabei zwei einfache Routen erklettert. Mit Seiltausch, sowie langer Standplatzsuche dauerte dies den kompletten Vormittag.
Da es immer heißer wurde, wurde die Mittagspause an im Schattenplätzchen zwischen den „sieben Zwergen“ abgehalten. Nachdem alle wieder gestärkt waren und vor allem viel getrunken haben, wurden Klemmkeile, Friends sowie weitere mobile Sicherungen an die Kursteilnehmer verteilt, womit diese sich an den umliegenden Felsblöcken austoben durften: In Spalten wurden Friends und Klemmkeile gelegt, Sanduhren gefädelt, und Köpflschlingen geworfen. Anschließend wurden die mobilen Sicherungen von Rainer inspiziert, einige für gut befunden, andere verbessert und optimiert. Auch Normalhaken durfte jeder Kursteilnehmer einmal rein- und wieder raushämmern. An den mobilen Sicherungen wurde auch der Standplatzbau mit Kräfteverteilung erläutert.
Nachdem Rainer noch zeigte, wie leicht es ist, einen kleinen Fels mit Normalhaken zu sprengen, ging es wieder Richtung Gimpelhaus. Dort wurde nun gepackt sowie die Topo des Gimpel Westgrat studiert - die große Abschlusstour, die es am nächsten Tag selbstständig durchzuführen galt.
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« Zuletzt geändert: 16.09.2016 um 07:20:02 von Lamл[tm] »  

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Re: Alpine Initiation „Aus der Halle in die Berge“
Antwort #5 - 16.09.2016 um 07:17:50
 
Tag 6: Freitag (Ana): Gimpel Westgrat
Nachdem wir am Vorabend unsere Ausrüstung vorbereitet hatten, sind wir am Freitagmorgen direkt nach dem Frühstück zu unserer zweiten Tagestour aufgebrochen. In zwei Seilschaften ging es den Gimpel-Westgrat hinauf. Auf dieser Tour sollten wir anwenden, was wir die vorherigen Tage gelernt hatten. Da ich bis dato fast ausschließlich die Halle gewohnt war, war der Umgang mit der Seilreibung während der ersten Seillänge eine völlig neue Erfahrung. Ebenso die Ausgesetztheit des Geländes, die mir unerwartet wenig ausgemacht hat. Weniger egal war mir das glitschige Gestein am "Nur Mut Johann"... Ich hatte mir eigentlich in den Kopf gesetzt, die Stelle frei zu klettern. Nachdem ich aber keinen einzigen wirklich vertrauenserweckenden Tritt fand, bin ich irgendwann missmutig auf den Sockel gegenüber vom Überhang gekraxelt und habe eine Exe + Bandschlinge eingehängt und die Sache mit dem Tritt so in eigene Hände genommen. Wir wollten ja nicht, dass uns unsere zweite Seilschaft davonklettert! Das passiert nämlich schneller als gedacht. Als ich nachdem Mittagssnack weiter vorsteigen wollte, und mich vom Stand rechts um einen Felsen aufmachte, musste ich feststellen, dass mir zwei rüstige ältere Herren zuvorgekommen waren. Sie hatten die Abkürzung links herum genommen und klippten gerade den ersten Haken, als ich meinen Kopf über den Fels reckte. So wurde das Feld sehr auseinandergezogen und wir kamen nach einer weiteren Überholung etwas zeitversetzt am Gipfel an. Dort haben wir neben dem umgefallenen Gipfelkreuz und bester Aussicht auf Neuschwanstein unser zweites Mittagessen genossen, bevor es anschließend an den Abstieg ging. Hui, das war aufregend! Ich hatte einiges erwartet, aber nicht, dass das Gelände so steil würde, dass ich z. T. auf allen Vieren gehen musste (nun gut, es war auch mein erster Gipfelabstieg). Zu guter Letzt haben wir uns noch ein Stück abgeseilt, um dann in ebenerem Gelände den Rückweg zur Hütte zurückzulegen.
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Re: Alpine Initiation „Aus der Halle in die Berge“
Antwort #6 - 16.09.2016 um 07:21:01
 
Tag 7: Samstag (Rainer)
Nach der großen Tour am Freitag ist die Motivation unterirdisch. Weder Klettern an den sieben Zwergen, noch überhaupt rausgehen kann die Leute nach dem großartigen letzten Tag noch locken. Es ist auch unerträglich heiß. Der Punkt "Hochprusiken" und die Wiederholung des einfachen Flaschenzugs standen ja noch aus. Man sollte das auch beherrschen.
Am Schluss finden wir die Feuerleiter an der mittlerweile schattigen Nordwestfassade des Gimpelhauses und üben daran etwas. Für mich war das auch mal wieder interessant. Immerhin war das letzte Mal vor 3 Jahren, und so muss ich das selbst erst mal etwas üben, bevor ich es vorführen kann. Fazit: Eine Tibloc ist eine feine Sache, erspart sie doch viel Arbeit in Verhältnis zu einer Prusikschlinge.
Wir haben alle viel gelernt und davon kann ich mich selbst gar nicht ausnehmen.
Wir steigen hinab ins Tal, in dem mittlerweile eine Höllenhitze herrscht. Also nichts wie in den Haldensee gesprungen, der uns jetzt eiskalt vorkommt. Gut erfrischt und viel schlauer als zuvor treten wir den Heimweg an.
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Zum Gimpelhaus: Das Haus ist sehr gut geführt, und der Wirt schafft es, die Nachteile, die ein solcher „Riesenladen“ nun mal mit sich bringt, für die Gäste in Grenzen zu halten. Beim Essen gibt es Dinge, die man eigentlich nicht noch mal essen muss, oder die man eher widerwillig in sich hineinstopft, um etwas Frisches zu erhalten  Anderes sind hingegen richtige Hi- Lites: Insbesondere die Schlutzkrapfen, die Suppen, die Kuchen, vor allem aber der täglich frische Almjoghurt mit frischen Beeren  sind unschlagbar lecker.
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« Zuletzt geändert: 03.01.2017 um 23:30:37 von Lamл[tm] »  

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