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Beitrag begonnen von bergschnecke am 17.06.2009 um 22:58:02

Titel: Tolles Forum
Beitrag von bergschnecke am 17.06.2009 um 22:58:02
gefällt mir hier :)
hab letzte WE ein paar Fotos gemacht, weiß jem. die bot. Namen zb. von den gelben Veilchen?
Die sind vom Sustenpass
11_6-14_6_09_029.JPG (196 KB | )

Titel: Re: Tolles Forum
Beitrag von bergschnecke am 17.06.2009 um 23:03:49
Das kenn ich gar nicht, hab ich im Urnerboden fotografiert
11_6-14_6_09_138.JPG (20 KB | )

Titel: Re: Tolles Forum
Beitrag von Ika-BGL am 18.06.2009 um 15:39:57
Zweiblütiges Veilchen, viola biflora

Blüht hier auch.

Ika

Titel: Re: Tolles Forum
Beitrag von G am 18.06.2009 um 17:14:49
... auch einfach "gelbes veilchen" genannt, überall in den nordalpen zu finden.

hast du von der weißen blütendolde eine höhere auflösung? man kann die blume nicht genau genug sehen.

servus
G

Titel: Re: Tolles Forum
Beitrag von strauchdieb am 20.06.2009 um 12:39:44
Hallo Bergschnecke,

das zweite Motiv zeigt einen 'Rundblättrigen Steinbrech' (Saxifraga rotundifolia) .... und das erste Motiv steht auf dem Kopf ;).


Gruß,
Strauchdieb

Titel: Re: Tolles Forum
Beitrag von bergschnecke am 21.06.2009 um 12:11:00
Bist du sicher was die Saxifraga angeht? Ich stell noch ein anderes Bild rein.
11_6-14_6_09_139.JPG (199 KB | )

Titel: Re: Tolles Forum
Beitrag von strauchdieb am 21.06.2009 um 14:59:59
Da bin ich mir zu 100% sicher. Google mal und du wirst viele Bilder finden, die deine Pflanze zeigen. Sowohl Laub als Blüten sind eindeutig.

Hier noch ein Detailfoto:



Gruß,
Strauchdieb

Titel: Re: Tolles Forum
Beitrag von Lampi[tm] am 22.06.2009 um 17:41:02
Ich kann immer nur staunen ueber die seltsamen Formen die die Natur hervorbringt. und natuerlich ueber Deine schönen Bilder.

Eins fällt mir immer wieder auf: Vieles ist durch 5 teilbar: 5 Blätter, 10 Stempel .... Wie kommt das?

Titel: Re: 5er Blumen
Beitrag von strauchdieb am 22.06.2009 um 19:15:22
Hallo Lampi,

tatsächlich ist die Zahl 5 bei sehr vielen Pflanzenfamilien vertreten.

Der Aufbau von Blüten wird von den Botanikern gerne mit einer sog. Blütenformel beschrieben.

Und da taucht bei den großen Pflanzenfamilien, wie den Hahnenfuß-, den Rosen-, den Dolden-, den Primel- und den Nachtschattengewächsen, den Schmetterlings-, Rachen-, Lippen- und Korbblütlern vor allem die Zahl 5 auf.

Klar gibt es auch Ausnahmen, so z.B. die Kreuzblütler, bei denen alles 4- oder 2-fach vorhanden ist. Bei den Einkeimblättrigen Pflanzen dagegen ist es die 3, die dominiert (Liliengew., Ochideen)

Woher nun die Vorliebe für die 5 in der Natur kommt? Die Frage nach dem Warum ist die wohl am schwierigsten zu beantworten. Wer an eine ordnende Hand glaubt, wird sich vielleicht damit zufrieden geben, dass der in 5 Teile geteilte Kreis besonders harmonisch wirkt. Ansonsten sind es evolutionäre Gründe. Möglicherweise haben auch die bestäubenden Insekten einen Blick für die Harmonie und bevorzugen deshalb 5-teilige Blüten.

Besonders harmonisch wirken diese Blüten deshalb, da das Pentagramm, das z.B. die Spitzen der Blütenblätter bilden, dem 'Goldenen Schnitt' gehorcht. So entspricht der Abstand der Spitzen von Blütenblättern nächster Nachbarn zu dem der übernächsten wie beim regelmäßigen Fünfeck dem goldenen Schnitt.

Und tatsächlich taucht der goldene Schnitt bei Pflanzen sehr häufig auf. Jetzt zitiere ich einfach Wikipedia zum Thema: "Ursache ist das Bestreben dieser Pflanzen, ihre Blätter auf Abstand zu halten. Es wird vermutet, dass sie dazu an jeder Blattwurzel einen besonderen Wachstumshemmer (Inhibitor) erzeugt, der im Pflanzenstamm - vor allem nach oben, in geringerem Umfang aber auch in seitlicher Richtung - diffundiert. Dabei bilden sich in verschiedene Richtungen bestimmte Konzentrationsgefälle aus. Das nächste Blatt entwickelt sich an einer Stelle des Umfangs, wo die Konzentration minimal ist. Dabei stellt sich ein bestimmter Winkel zum Vorgänger ein. Würde dieser Winkel den Vollkreis im Verhältnis einer rationalen Zahl m/n teilen, dann würde dieses Blatt genau in die gleiche Richtung wachsen wie dasjenige n Blätter zuvor. Der Beitrag dieses Blattes zur Konzentration des Inhibitors ist aber an dieser Stelle gerade maximal. Daher stellt sich ein Winkel mit einem Verhältnis ein, das alle rationalen Zahlen meidet. Die Zahl, die in diesem Sinne die irrationalste aller Zahlen ist, ist nun aber gerade der Goldene Schnitt.  Da bisher kein solcher Inhibitor isoliert werden konnte, werden auch andere Hypothesen diskutiert, wie beispielsweise die Steuerung dieser Vorgänge in analoger Weise durch Konzentrationsverteilungen von Nährstoffen." Zitatende

Andererseits locken viele Orchideen, speziell die Ragwurzarten, ihre Bestäuber damit an, dass sie die Insekten-Weibchen nachahmen. Hätten sie 5 weit geöffnete, harmonisch angeordnete Blütenblätter, so wäre dieser 'hinterhältige' Trick möglicherweise nicht notwendig.


Beste Grüße,
Strauchdieb


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