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Vom Kocher zur Donau (Gelesen: 1178 mal)
Lamл[tm]
Held der Berge
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Vom Kocher zur Donau
09.02.2003 um 23:27:17
 
Was tun bei Warnstufe 3 oder gar 4?
1. Auf die Webcams schauen, wie es bei uns aussieht.
2. Sachen in den Rucksack schmeißen, die schmalen Bretter ausmotten
3. die tief verschneite Ostalb aufsuchen
Denn der Schnee nimmt nicht nur den Felsten das Schroffe, sondern auch der flachen  Landschaft der Hochflächen das Deprimierende (sagt man zumindestens)

Das war jetzt an zwei Wochenenden wirklich _die_ Lösung- zumal bei Erkältung eine  anstrengende Bergtour nicht so das Wahre ist.

Letzte Woche gings los: bei www.haertsfeldbahn.de schaute ich nach dem Verlauf der  alten Schmalspurbahn von Aalen nach Dillingen - (55 km) - und wusste zumindest,  wie ich mit max 2% Steigung übern Albtrauf komme. Bei Neuschnee und strahlender  Sonne schleppte ich mich morgens um 8 zum Bahnhof, um um 9 Uhr 30 in Aalen  loszu"brettern". Die Erkältung machte daraus mehr ein Schleppen. Aber das Erlebnis  der Aussicht am Weg nach oben und der glitzernden Schneekristalle oben blieb.  Gegen Abend wurde es doch noch mal zur Hetze - das Naturfreundehaus in  Dorfmerkingen ist nur eine Vesperstube und so muss ich 9 km nach Neresheim  rutschen und für nicht ganz wenig Geld in im "Stern" nächtigen. Aber die Leute  waren super nett, ich durfte mir sogar noch Marschverpflegung mitnehmen. Und es  gab Birne- Holunder heiß. Selten so was leckeres getrunken. Das Essen ist übrigens  sehr preiswert, und so relativierten sich die 26 Euro für ÜF.

Entsprechend doppelt geplättet ging es dann den zweiten Tag nur noch bergab. Nur  merkt man das kaum bei 130 Höhenmetern auf 27 km (+ Umwege). Die alte Bahnstrecke  ist unverfehlbar, aber an manchen Stellen zugewachsen und an anderen Stellen  geräumt und gestreut (Härtsfeldradwanderweg), und je weiter man nach unten kommt,  desto weniger kann man auf Äcker ausweichen. Und südlich der Grenze von  Deutschland nach Bayern (SCNR) beginnt das Donauried, und das ist schon sehr  flach. Aber immerhin, der Schnee reichte bis zur Donau - fast jedenfalls. Den  Stein, den ich aus dem Kocher holte, um ihn feierlich in der Donau zu versenken,  habe ich noch in der Tasche. 4 km mit Langlaufschuhen über Stadtsraßen hätten  meinen Achillessehnen den Rest gegeben... Im Holzwurm in Lauingen werfe ich noch  eine  Gulaschsuppe ein, um gegen halb acht den Zug zu besteigen, den ich nach zwei  Stunden Schlaf in Stuttgart wieder velasse. Zum Glück muss ich nicht umsteigen,  wer weiß wo ich dann rausgekommen wäre. Zwinkernd
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