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Frühjahrsputz am Sebenkopf und Plankenstein (Gelesen: 1807 mal)
Lamл[tm]
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Frühjahrsputz am Sebenkopf und Plankenstein
06.05.2003 um 22:29:56
 
Liebe Leute,

nachdem niemand von Euch in den Süden mit wollte, bin ich mit ein paar Kumpels wg. Wetters im Norden geblieben - vermutlich sogar ganz in Eurer Nähe.

Donnerstag früh, 6 Uhr:
Der Blick aus dem Fenster lässt mich langsam wirklich glauben, dass ich das schlechte Wetter anziehe. Ich gehe noch mal schlafen.
Eine Stunde später sehe noch mal aus dem Fenster: Alle Wolken weg. Kerstin ein zweites Mal aus dem Bett geklingelt und Andreas aus demselben gekitzelt, losgefahren, mit Kerstin in Memmingen getroffen und gemütlich von Vils zum Sebenkopf gewandert. Dort die direkte Südwand (VII-) gestiegen, die Sanierung liegt noch nicht lang zurück. Also auch kein Speck. Aber Bruch gab es in den beiden einfacheren Längen mehr als genug. Nachdem wir hoch sind, deutlich weniger. Irgend wann so gegen halb zwölf abends sind wir bei Florian in Miesbach.

Freitag kommen wir wg. Schlafdefizits erst gegen 9 los. Trotz des Einheimischen (Florians) an unserer Seite brauchen wir dann einige Zeit, einen Einstieg am Plankenstein zu finden. Für Florian, der um halb drei wieder daheim sein soll, reicht es gerade noch für eine Seillänge. Ein loser, zum daran Hochziehen geradezu einladender 100- Kilo- Block wanderte dorthin, wo er hin gehört und niemanden gefährdet, nach unten ins Geröllfeld.
Andreas & ich besichtigen noch ein paar Einstiege, bis uns mein ständiger Begleiter, der Regen, über zwei Unterstände zurück ins Tal treibt, wo wir gegen 18 Uhr eintreffen. Den wolkenlosen Abend hängen wir in Bad  Tölz bei lecker Lasagne ab.

Samstag fahren wir, jetz wieder mit Kerstin, wieder bei Regen, nach Kochel, schauen uns nach Regen ein paar von diesen Quacken am See und anschließend das Kraftwerk an und steigen dann zum Kienstein. Einer der wenigen Felsen, an denen man nicht nur im Wald klettert und es Touren von VII an abwärts gibt. Die schönste Tour namens "Sunshine Bouelvard" ist eine ziemlich heftige Hangel, dafür mit einmaligem Seeblick ohne entstellende Fallrohre. Lecker Lüngerl (u.A.) Zwinkernd und Hefeweizen beschließen im wunderschönen Biergarten des Klosters Benediktbeuren den Abend.

Sonntag haben wir dann etwas länger gebraucht als eigentlich geplant.
Die ersten 1 1/2 Stunden haben wir verloren (eine rauf, eine halbe runter), weil die Taubensteinbahn nicht fuhr.
Dann haben wir uns zwei Baazis angeschlossen, die  vorgaben, ortskundig zu sein. Über drei Scharten kommen wir dann nach eben so vielen Stunden am Rotwandhaus an. Macht viele schöne Ausblicke, verbrannte Schultern und Oberarme wg. Schnees, eine weitere verblödelte Stunde und einen bedenklich  erschöpften Andreas. Jeden Falls wissen wir, wie man besser nicht zu den Ruchenköpfen kommt. Traurig
Es ist zwar bereits 13 Uhr 30, aber wo wir schon mal oben sind,
wollen wir wenigstens noch etwas steigen. Florians Empfehlung war gut. Die letzte halbe Stunde geht drauf, weil sich das Seil nach dem Abseilen nicht abziehen lässt.
Der Rückweg zum Spitzingsattel erfolgt dann auf der  eigentlich für den Aufstieg geplanten Route. Leider ist mein Handy  im Auto von Andreas, so dass wir Florians Nummer nicht haben. Sonst hätten wir von unterwegs aus angerufen. So schiebt Florian Panik, nicht mehr zur rechten Zeit nach Ulm zu kommen und nimmt den Zug. Etwa eine Viertel Stunde nach seiner Abfahrt sind wir wieder in Miesbach. Mitternacht sieht mich meine  Heimat wieder.
Andreas steht eine kurze Nacht bevor, er muss noch nach Hockenheim.

Für die freundliche Aufnahme bei Florian zu Hause möchten wir uns auch auf diesem Wege noch Mal herzlich bedanken. Für drei Mal leckeres Frühstück natürlich auch.

TIPP

Ruchenköpfe und Plankenstein haben im Vergleich zum Kletterangebot (sowohl Routenlänge als auch -Anzahl) recht lange Zustiege von je etwa 700 Höhenmetern. Allerdings bieten beide Berge klettergartenmäßig eingerichtete Routen von 1-2 SL, und das in beeindruckender Landschaft.

Der Waldweg zum Plankenstein ist relativ langweilig und bis auf die letzten 200 Höhenmeter asphaltiert. Das Fahrrad (Straßenfahrrad reicht aus) bringt im Aufstieg kaum was, dafür aber im Abstieg um so mehr Zwinkernd Steht man dem Plankenstein gegenüber, dann sieht man etwa 100 Meter tiefer einen See liegen, was dazu verleitet, außen herum zur Plankensteinnadel zu gehen. Im Frühling kann das auf dem bis zu 45 Grad steilen Grashang ein Nassschnee- Lawinenproblem geben. Um direkt zum Plankenstein zu kommen, muss man allerdings nur etwa 20 Meter absteigen, weil sich hinter dem See ein breiter Wall befindet. Nördlich des Plankensteins befindet sich eine Hütte.

Die Ruchenköpfe sind 15 - 20 min. östlich des Rotwandhauses. Dorthin

  • entweder mit der Taubensteinbahn und dann auf einer sehr aussichtsreichen Wanderautobahn (ca. 1 h)
  • oder auf mitunter sehr schmalen (nur in der 25000-er Karte zu findenden) Pfaden ab Spitzingsattel (ca. 2 1/4 h)
  • oder über die Versorgungsstraße des Rotwandhauses (ca. 1 3/4 h). Für letztere empfiehlt sich das Fahrrad. Ebenso wie am Plankenstein reicht ein robustes Straßenfahrrad.


Kletterführer:
Sabine Kolling, Stefan Ringmann und Jörn Eysell> Bayerische Voralpen, 248 Seiten, etwa 100 Topos

http://www.sportclimbing.de/stuff/lochner1.htm
oder auf der Tegernseer Hütte
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