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Tagestour zum Ramolkögelchen (Gelesen: 1447 mal)
Yakerl
Gast


Tagestour zum Ramolkögelchen
29.08.2003 um 10:16:39
 
Der Vorsitzende schob Frust letzte Woche und Rettung verhies ihm nur eine Tagestour im Innsbrucker Stil auf irgendeinen Berg.
So waren die Vorgaben. Yak suchte und fand. Der große Ramolkogel von Vent als typische Tagestour.
Am Sonntag morgen um 5 Uhr in Rosenheim war das Licht der SAN dann gar nicht mehr so mies drauf, was sich aber wieder ändern sollte, als sich kurz nach dem Start vom Parkplatz in Vent (1900m) arge Knieschmerzen einstellten.
Ob sich Yaks Geläster über zunehmendes Alter wirklich positiv auswirkte ?  Grinsend Wer weiß !? Auf jeden Fall brachte eine längere Pause an der Ramolalm (2200m) Linderung und auf der weiteren Wanderung verschwanden die Probleme wieder. Yak und wohl auch viele andere aus unserer schönen Sektion kennen das Problem schon, also Andy, willkommen im Club !  Grinsend Grinsend
Der Weg wand sich einen Grashang hinauf und schon bald mußte die erste Schlüsselstelle in Form von mehreren sturen Kühen umgangen werden.
Dann kam der Spiegelkogel in Sicht und die Laune pendelte sich endgültig auf Status perfekt ein.
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Der weitere Weg wurde mühsam, viel Schutt, etliche Verhauer, das Ramoljoch schon lange in Sicht aber näher kam es einfach nicht. Immer wieder kleine Trinkpausen (unnötig zu erwähnen dass das Wetter natürlich perfekt wie immer war !?) und endlich nach einem letzten steilen Schutthang erreichten wir nach über vier Stunden das Ramoljoch (3180m)

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Von hier ein schöner Blick ins Gurgler Tal und auf die beherrschende Hochwilde. Wir treffen zwei Neuseeländer, quatschen ein wenig über das Wetter und die Berge hier und dort auf der Welt und steigen dann über zwei Aluleitern das kurze aber steile Stück zum Gletscher ab.
Hier heißt es Steigeisen anlegen. Yak hat nagelneue Grivel G14, eigentlich Extremteile fürs Wasserfallklettern, aber die waren halt im Angebot. Zum Gletscherwandern eher nicht so super geeignet, aber was solls, es war ein Schnäppchen (80€ bei Sport  Scheck) und außerdem sehen sie total cool aus und das ist ja nunmal das wichtigste Kriterium beim Steigeisenkauf.
Der Weg zum Ramolsattel ist relativ einfach aber recht weit, der Gletscher flach aber völlig aper. Langsam wird es spät. Wir kommen erst nach 14:00 auf dem Ramolsattel in gut 3300m Höhe an, aber da das Wetter ausgezeichnet ist beschließen wir weiterzugehen, auch wenn uns klar ist, dass uns noch ein gutes Stück bevorsteht.
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Der Grat ist überwiegend einfach aber sehr lang und es kommen immer wieder auch einige Kletterstellen im IIer Bereich die ziemlich luftig sind. Wir erreichen den mittleren Ramolkogel (3480m) und geniessen die Aussicht hinüber zur Wildspitze und über die ganzen Ötztaler
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Immer noch ist es ein ganzes Stück bis zum Hauptgipfel. Trotz der fortgeschrittenen Zeit entschließen wir uns erneut weiterzugehen. Heute mal kein Umdrehen, heute wird das mal durchgezogen.
An einigen Felsstufen vorbei und drüber, eine nervige II+ mit sehr viel Abgrund unter den Füßen, ein rutschiges Schuttfeld und einen letzten Aufschwung später stehen wir endlich auf dem Gipfel des großen Ramolkogel (3550m) und sind ausgesprochen zufrieden.
Die Gipfelrast ist trotz der Wärme und der tollen Fernsicht nur kurz, es ist schon halb 5 vorbei und wir müssen den ganzen Weg noch wieder zurück.
Der Abstieg gestaltet sich zwar einfacher als gedacht, jedoch hält uns der Kommunikationsdrang des Vorsitzenden etwas auf
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Merke : Ein Handy gibt zwar Sicherheit am Berg, als Sicherung beim klettern ist es aber eher ungeeignet !

Wir erreichen den Sattel nach 18:00 Uhr und machen uns sofort an den weiteren Abstieg über den Gletscher. Die Sonne hat sich hinter einige Wolken verzogen, es ist etwas kälter geworden und das Eis wird wieder hart, so dass die Steigeisen gut greifen. Meine zumindest, denn Andy blüht das selbe Problem wie mir kürzlich an der Bernina. Eine Schraube löst sich und das Eisen schert vorne auseinander. Die Riemenbindung hält das Teil aber ganz gut am Schuh und da der Gletscher unprolematisch ist kommen wir ohne Schwierigkeiten wieder zum Ramoljoch
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Ab dort ist es ein langer Hatscher zurück ins Tal, wir erreichen die Ramolalm im dunklen und sind froh, dass Andy eine Stirnlampe dabei hat. Vorsichtig steigen wir das letzte Stück zum Parkplatz ab und erreichen um 22:00 Uhr das Auto (Andys neuen, knallroten Rennrodl)
Auf der Heimfahrt noch eine Pizza (Sölden rules !  Zwinkernd und der Bergtag kann als rundum gelungen bezeichnet werden....
Naja, ein wenig anstrengend wars schon  Zunge, man wird nicht jünger  weinend
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« Zuletzt geändert: 30.03.2005 um 13:10:58 von Systemchecker »  
 
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Yakerl
Gast


Re: Tagestour zum Ramolkögelchen
Antwort #1 - 29.08.2003 um 11:04:27
 
Irgendwas stimmt da nicht mit dem Forum, *gnangnanggnang*
Traurig
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