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passi, piatti, pizzi - durchs wilde bergell (Gelesen: 15428 mal)
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DAV-Wanderleiterin

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passi, piatti, pizzi - durchs wilde bergell
17.09.2007 um 22:30:41
 
Durchs wilde Bergell - Familientour 09/2007


Na klar, die 2006 begonnene Tradition musste natürlich 2007 zu einer solchen werden - also auf zum spätsommerlichen Ferienabschluss-Familien-Hüttentrekking 2007!

Auch heuer sorgten die reichhaltige Gebietskenntnis und die mindestens genauso reichhaltige Bergbibliothek der Familienreferentin für ein erstklassiges Angebot:
Man fuhr ins wilde, garantiert nicht überlaufene Bergell, wo, selbst wenn man nicht zum Klettern anreist, bereits die Hüttenübergänge und Pässe auch ausgesprochen anspruchsvolle Erwartungen zufriedenstellen können: Fornotal, Casnilpass Süd, Albigna-Stausee, Cacciabella-Pass (T5!), Sciorahütte...
Schließlich musste Ann-Sophie und Sabrina ja was geboten werden  Cool!
(Einen Wermutstropfen gab es allerdings: Lauter Kletterberge oder ausgewachsene Halbtags-Hochtouren , also keine "Gipfel zum Mitnehmen" an der Strecke, denn die Tagesetappen waren nicht kurz genug, um nochmal 5-6 Stunden draufzusatteln.)

Obwohl schon gräßlich erwachsen *räusper*, wurden Christine und ich als Familientour-Teilnehmerinnen auch heuer von den Hauptpersonen großzügig toleriert...

Auch die Wettergötter spielten mit und spendierten besseres Wetter als vorhergesagt, wir hatten schon am Freitag meist Sonne.


31. August 2007


Frühstück in Frickingen (danke, Lisanne!), Abreise in der Bodenseekarosse (wir passten samt Gepäck alle 6 rein!) zu ziviler Zeit, Fränkli ziehen, Pinkelpause in Heidiland (es war gerade Mittagszeit, und so schaute Heidi höchstpersönlich als Wetterweiblein aus dem Turmfenster...), und irgendwann in Maloja.

Natürlich fuhren wir glatt an der Parkplatzauffahrt vorbei  Grinsend, Wenden war erst kurz vorm Talboden möglich... der Parkplatz hatte auch keinen Taug: 24 CHF pro Tag!
Selbstverfreilich wurde das bestreikt. Ein Anruf bei der Hütte ergab die Empfehlung, in Maloja zu parken. Christine und ich zogen mit den Mädels schon mal los, und da es einen Direktpfad von Maloja ins untere Fornotal gab, holten Lisanne und Jörg uns bald ein.

Das Fornotal beginnt ganz brav mit gemütlichen Seniorenautobahnen und Ausflugszielen, z.B. diesem:

...

Lagh de Cavloc


Schön, gell? Unterwegs gab es lauter wichtige Schweizer Benchmarks, etwa ein Alphorn oder eine entgegenkommende Ziegenherde, zu bestaunen. Viiiel interessanter auf dem schönen, aber ewig keine "Höhe machenden" und nicht enden wollenden Tal"aufstieg" war jedoch der Inhalt einiger Pfützen: jede Menge Kaulquappen!

Irgendwann ging es dann doch mal etwas aufwärts, und endlich outete sich das wilde Bergell in Gestalt des Fornogletschers, flankiert von der Cima di Rossi (auf irgendeinem Hang davor MUSS doch die Hütte sein!).

...


Damit auch bei aperen und etwas glatteren Verhältnissen der brave Touri gut die Gletscherzunge erklimmen kann, gibt es zum Festhalten - nein, kein Drahtseil!
Hier kommt tatsächlich noch der gute alte Hanf zum Einsatz:

...


Weiter über den Gletscher, langsam zog es sich zu, und auf einer toll konstruierten Brücke wurde der Gletscherbach überquert:

...

(Foto: Christine)


Ab da konnte man allmählich von "Hüttenaufstieg" reden, erst recht lang über Geröll und Blockwerk, bis oberhalb des ganzen Schotter ein dicker roter Punkt nach oben rief, wo eine Leiter an einem Felswändchen lehnte, die, obwohl mehrfach mit Seilresten festgebunden, wackelte wie Kuhschwanz. Mit ihr beginnt eine Art Klettersteig zur Hütte sozusagen "direttissime" durch Geröll und Gletscherschliff hinauf, d.h., öfter mal Versicherungen zum Festhalten. Die sind kein Witz; Versuche, den Weg mit Holzbohlen zu befestigen, rutschten überall lose im Steilschutt herum, und an einer Stelle war die Trittspur so abgerutscht, dass man wirklich fest zupacken musste.

Hier erst (ausgerechnet, wo es endlich interessant wurde, tztztz...) soll es sozusagen als Abschluss des geduldig absolvierten endlosen Talaufstieges zu einer kleinen Meuterei der jüngsten Teilnehmerin gekommen sein, was sich aber beim Anblick der Hütte umgehend legte.
(Es scheinen Reste eines älteren Weges zu existieren, der in großem Bogen nördlich um den Gletscherschliff unter der Hütte herum- und durch eine Rinne hinaufführt und vermutlich mittlerweile zu sehr steinschlaggefährdet ist.)

Ist man oberhalb des Gletscherschliffs angekommen, geht es auf wieder vergleichsweise zahmen, hübschen Steigen bald zur gemütlichen und sehr nett bewirtschafteten Fornohütte (2574m), in deren Wohnstubencharme wir nur wenige weitere Gäste vorfanden. Das Essen war gut (Kartoffelstock mit Ragout, lecker), das Tiramisu, das es zum Nachtisch gab, ein Gedicht (dabei bin ich kein Tiramisu-Fan!), und die Damen vom Hüttenteam waren ausgesprochen reizend.



01. September 2007


Der Morgen war nicht gerade strahlend, aber vielversprechend, die Aufstiegsroute zum südlichen Casnilpass leicht einsehbar:

...


Also den Klettersteig wieder runter auf den Fornogletscher. Blauweiße Markierungen wiesen überdeutlich, wo selbiger zu überqueren war... zunächst aber musste - nein, keine Spalte! - eine derzeit unbewässerte Gletscherbachrinne irgendwie überwunden werden. Zwischendurch schnell den wilden Talschluss mit den Monti Torroni fotografiert (man beachte die Nadel neben dem Torrone Orientale):

...


Für Unterhaltung war also erstmal gesorgt. Der gräßliche Geröllaufstieg erwies sich dann als zwar anspruchsvoll genug, dass die Kinder sich nicht langweilten  Zwinkernd , aber nicht annähernd so übel, wie wir nach der Beschreibung befürchtet hatten. Sogar "Wasserfälle" für Christines Sammlung rieselten über den Granit:

...

(Foto: Christine)


Immer am Bach lang immer höher, und siehe da, auch hier überdauert noch ein "niedlicher" Gletscherrest (d.h., "niedlich" ist der sichtbare Teil, keine Ahnung, wie weit das unter dem Geröll berabwärts reicht), der rechts umgangen wird. Man quert dann oberhalb des Gletscherchens zum Pass (2941m, links davon der Nordgipfel des Caciadur, 3034m):

...


Dies war der einzige potentielle "Mitnehm-Gipfel" der ganzen Tour und sah ja nun nicht gerade schwerbesteigbar aus. Den ließen Christine und ich uns natürlich nicht entgehen (wenigstens ein Dreitausender musste einfach sein), die Kinder würden sowieso noch etwas Zeit brauchen bis zum Pass. Man konnte fast überall hinauf, gelegentlich sah es sogar nach Trittspuren aus. Wir suchten uns eine leidlich komfortable Route durch nicht immer fest verkeiltes Blockwerk und Schutt und sahen uns das Bergell von oben an:

...

Blick auf Cima di Rossi, klein im Hintergrund der Monte Disgrazia


(Sehr schöne Aufnahmen der Aussicht vom Casnilpass mit Beschriftung sämtlicher Gipfel gibt es übrigens hier: http://www.m-klueber.de/Foto/Panorama/Bergell_Casnil.htm.)
Genug geguckt, wieder runter zum Pass, und da waren sie schon im Anzug:

...

Casnilpass


Der weitere Übergang zur Albigna-Hütte begann mit einem sehr weiten Bogen über jede Menge Blockwerk mit wenig Höhendifferenz nach Norden am nördlichen Casnilpass und unterm Piz Casnil vorbei. Wilde Landschaft, die Zacken um den Cacciabellapass, der morgen anstand, immer vor Augen.
Gleich nebenan grüßte die Cima del Cantun (3354m):

...


Als es dann über einen Rücken sozusagen "von hinten durch die Brust ins Auge", nämlich von Nordosten, in wieder vegetatives Gelände Richtung Hütte endlich abwärts ging, kam zunächst ein Murmeltier und dann ein idyllisches Seelein nach dem anderen, zum Beispiel dieses (die Felsen könnten zum Piz dal Päl gehören, dem Hütten-Kletterberg):

...


Natürlich wurde hier gerastet... (im Hintergrund wieder der Cantun-Gletscher).
Wie sang doch die Seeräuber-Jenny in der Dreigroschenoper? "Ja, da muss man sich doch einfach hinlegen, ja da kann man doch nicht..." naja, einfach so weiterhatschen:

...


Und natürlich war es unten auf der Hütte (2336m) nicht so ruhig wie am Abend vorher, denn wir hatten Samstag und schönes Wetter, d.h., das ganze Klettervolk (Einheimische wie Touris, man hörte allerdings mehr romanische Klänge als deutsche), soweit es nicht den morgendlichen Direktaufstieg à la Lisanne vorzog, war hier oben...
Von wegen "à la Lisanne"! Wir bewältigten diesmal ALLES by fair means!

Trotz der vielen Leute war es auch auf dieser Hütte sehr angenehm, der Wirt hatte den Trubel voll im Griff.
Und wieder gab es zu Lisannes und meiner Freude Kartoffelstock...

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« Zuletzt geändert: 13.10.2007 um 17:17:23 von G »  
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passi, piatti, pizzi - durchs wilde bergell 2
Antwort #1 - 17.09.2007 um 22:49:46
 
02. September 2007


Schöner Morgen!

...

Albigna-Stausee mit Pizzi del Ferro im Morgenlicht



Am Sonntag kam mit der Überschreitung des Cacciabella-Passes die laut Beschreibungen anspruchsvollste Etappe. Die unterm Piz Frachiccio zu querende Schlucht sollte echt heikel sein, und oben rutschiges Geröll... also halbwegs zeitig los:

...


Erstmal ein ordentliches Stück runter zum Stausee (2163m), zwischendurch Blick auf die Staumauer und die nordwestlichen Hügel des Val Bregaglia in der Morgensonne...

...


Gegenüber konnte man den unteren Teil der Tour gut sehen, es geht erstmal lange quer auf der unteren Geländestufe nach Süden, auch die besagte Schlucht ist deutlich sichtbar. Südlich vom Piz Frachiccio (also im Foto links) geht es dann rauf zum Pass:

...


Aber vorher wurde über die Staumauer spaziert, an deren anderem Ende die Seilbahn vom Tal herauf ab und an ein paar Kletterer ausspuckte, die wir dann später sich an den Granitplatten des Piz Frachiccio verlustieren sahen.

...

Blick ins Val Bregaglia



Die "blöde" Schlucht erwies sich als vergleichsweise harmlos - man quert halt durch etwas abschüssiges (nach oben einfach grandios aussehendes) Plattengelände aus feinstem Bergell-Granit, Schnee lag nicht drin, und die paar feuchten Flecken ließen sich umgehen. Übrigens hielt das Zeug sogar in nassem Zustand.

...

Plattenqueren in der Frachiccio-Schlucht


Irgendwann begehrten die Mädels eine Pause, und nach dem Beginn des eigentlichen Aufstiegs fand sich auch eine super Pausen-Spielwiese (auch erwachsenengeeignet):

...

Plattenschleichen macht Spaaaaß!


Weiter oben (wir näherten uns dem Pass) nahm Jörg die Kinder sicherheitshalber ans Seil...

...


Unterm Pass gab es dann leichte (angekettete...) Genusskletterei...

...

"Glei samma da!" (Foto: Christine)


Hinterm Pass (2878m), auf dem - wenig pausentauglich - ausgesprochener Platzmangel herrschte, begann ein neu angelegter Klettersteig, bestehend vorwiegend aus ziemlich vielen Leitern und Ketten:

...


Die Leitern waren für unsere jüngste Teilnehmerin unüberhörbar etwas grenzwertig, nicht, weil das Kind etwa Probleme mit Leitern an sich hätte, sondern weil die Übergänge auf die Leiter und von der Leiter runter für 8-jährige Beine alles andere als einfach (und extrem anstrengend) waren. Und wenn man sich schon mal nicht so wohl fühlt mit der Sache, kann man einem zehnmal erzählen, dass, wenn man obendrein noch an Jörgs Seil hängt, nix passieren kann, das kann man sich dann einfach nicht vorstellen, man sieht sich bloß dauernd abrutschen. So zirka ab Leiter Nummer 6 relativierte sich das dann etwas...

Unsere Große half, wo möglich, vorbildlich ihrer Schwester, und insgesamt haben die beiden diese für Kinder wirklich nicht triviale alpine Herausforderung einfach bravourös gemeistert. Als sie an Christines und meiner Warte-Aussichtsloge ankamen, war alle Angst komplett vergessen (Ann-Sophie, wie wir sie so langsam, sorgfältig und vorsichtig da ganz eigenständig runtersteigen sahen, schien sowieso nicht viel gehabt zu haben).
Hab ich da nicht was wie "nächstes Jahr sind Hochtouren fällig" murmeln hören?

...

Im Cacciabella-klettersteig


Nach den Felsen kam jede Menge Geröll, und danach "Chillen" auf friedlichen Wandersteigen durchs Platten- und Mattengelände bis zur Sciora-Hütte (2118m).
Da wir Sonntag hatten, war da abends nicht mehr viel los. Diesmal gab es statt Kartoffelstock Rösti... auch nicht schlecht.



03. September 2007


Am Montag trennten sich unsere Wege. Die Übernachtung auf der Capanna Sasc Furä hatten wir ohnehin geknickt, da nicht wirklich erforderlich, und die Kinder fanden, es sei jetzt genug. Sie wollten ohne Ehrenrunde über die Hänge direkt ins Tal, was auch nicht gerade eine kurze Tour war.

...

(Foto: Jsem)


Christine und ich wollten uns jedoch die Badile-Nordkante aus der Nähe begucken und schlugen den Weg übers Viäl zur Capanna Sasc Furä (1904m) ein, von wo aus wir dann ins Tal nachkommen wollten. Petrus hatte wieder wunderbares Wetter spendiert, anfangs noch mit ein paar dekorativen Nebelschleiern garniert...

...

Piz Grand


Die Route führte uns auf und ab quer über die Hänge nach Südwesten, meist durch Geröll oder Blockwerk, vorbei unter den plattig leuchtenden Felsabbrüchen des Piz Cengalo. Kletterer sahen wir nicht mehr, nur vor uns verstreut 2-3 Wanderer (Montag halt!).

...

Piz Gemelli (links) und Piz Cengalo (rechts)


Und weil sie so schön sind, gleich nochmal aus leicht veränderter Perspektive:

...

Piz Gemelli (links) und Piz Cengalo (rechts)


Na, da isse ja!
Anfangs noch leicht "benebelt", schälte sie sich immer klarer aus den Schwaden und füllte als Paradeberg dieses Gebiets (3309m) mit unzähligen "Porträts" unsere Speicherchips:

...

Piz Badile, Nordkante


Is doch wirklich ein Schmuckstück. Soll nicht mal so schwierig sein. "Bloß" laaaang....
Diesen Anblick in nur geringfügig wechselnder Perspektive durften wir den ganzen Vormittag genießen. Zwischendurch ging es ein ordentliches Stück abwärts bis in die Waldzone, wieder queren und eine bewaldete Moräne aufwärts. Unseren "Vormann" trafen wir öfter; er schritt geringfügig schneller aus, hatte aber offenbar auch nicht im Sinn, all die Schönheit ringsum mit Gehzeitenfetischismus zu vergeuden, sondern sah sich immer wieder um, fotografierte, passte sich dem Wetter an. Sehr sympathisch.

Nach dem Moränenaufstieg dicht unter den Felsen gequert, und dann führte der Steig, wie vermutet, an der schon vorher ausgeguckten einzig logischen Stelle schräg hinauf durch einen kleinen, langgezogenen Ausläufer der Nordkante des Piz Badile, der auf Karten La Plota (2266m) heißt, und der auf dem Weg zur nächsten Hütte zu überwinden war. Im oberen Teil durfte man sogar ein bisschen kraxeln...

...


Oben gab es eigentlich nicht wesentlich mehr zu sehen als bisher auch, nur der Ausblick aufs Bondascatal, wo wir unsere Gruppe wiedertreffen wollten, kam dazu. Der Abstieg Richtung Hütte war ein Hochgenuss: Jede Menge wunderbare Platten...

...

(Foto: Christine)


Im Lärchenwald oberhalb der Capanna Sasc Furä auf einem harmlosen Waldsteig war mir irgendwas im Weg (wahrscheinlich meine eigenen Haxen) und es ereilte mich - nachdem in Kraxelgelände und jeder Menge Blockwerk nix passiert war - ausgerechnet im Wandergelände der seit Jahren gefürchtete Umknicker mit allen Schikanen.
Finito.
Das war es dann wohl für mich bis mindestens Dezember...

...

(Foto: Christine)


Spätestens in solchen Situationen merkt man, was gute Kameraden sind.
Christine, Jörg, Lisanne haben mir geduldig, tatkräftig und großzügig zur Seite gestanden - so kam ich gut und rechtzeitig vom Berg runter und wenige Tage später auch nach Hause.
Ihr wart Klasse!
Das werde ich euch nicht vergessen.
DANKE!!!!!!!!!



Text und Fotos © Gisela (soweit nicht anders vermerkt)




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Lisanne
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Re: passi, piatti, pizzi - durchs wilde bergell
Antwort #2 - 18.09.2007 um 09:23:22
 
Herzlichen Dank für deinen schönen Bericht, der sicher vielen diese herrliche Landschaft näher bringt, weil sie doch recht unbekannt ist. Für dich endete es wenn auch spektakulär so aber doch weniger angenehm. Komm recht bald wieder auf die Knochen - bin mir sicher du arbeitest eisern dran - .   Mist,  so schnell kann es gehen.

Gruss

Lisanne


P.S. die Windenbergung war aber erste Sahne -auch für uns aus der Ferne beobachtet.
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Lisanne
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Re: passi, piatti, pizzi - durchs wilde bergell
Antwort #3 - 18.09.2007 um 09:27:55
 
Für alle interessierten Leser hier noch ein Buchtipp:

Badile, Bergell und Belina

Ein Buch über das Leben in den Bergen, mit den Bergen, für die Berge. Bergführer Walter Belina erzählt aus seinem Leben. Darin nehmen das Bergell und sein imposantester Gipfel, der Badile, einen besonderen Platz ein.
Walter Belina - inzwischen 86-jährig - hat sich vielen Herausforderungen der Berge, des Berufs und des Lebens gestellt.
Jetzt zieht er Bilanz, voll Begeisterung, aber auch nachdenklich, besinnlich, bescheiden. Scheinbar unüberwindbare Wege hat er gemeistert. Viele haben ihn dabei begleitet. Ihnen allen sagt er aufrichtig danke und zeigt, wie die Welt aussehen kann, wenn man an grosse Ziele glaubt. So ist das Buch über einen Berg zum Buch über die Herausforderung des Lebens geworden.
Voller Lebensweisheiten, Geschichten, mit eindrücklichen Fotos und einmaligen Zeugnissen auch anderer Autoren.


ISBN 3-9521600-3-2
Jede Seite bebildert, 164 Seiten, Hardcover, Format 17.5 x 25.5cm
Verlag Walter Belina
CHF 43.00 / EUR 24.50

http://www.casanova.ch/shop/detail.cfm?ID=473&customerid=5107286

Viel Spaß beim Lesen

Gruss

Lisanne
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Ulli
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Re: passi, piatti, pizzi - durchs wilde bergell
Antwort #4 - 18.09.2007 um 10:11:20
 
Liebe Gisela!

Tausend Dank für diesen wunderschönen Bericht! Da sind ja auf jeden Fall ein paar kalenderverdächtige Fotos dabei (hoffentlich hast du die auch in der richtigen Auflösung).

Vor allem aber ganz, ganz gute Besserung und eine schnelle Haxen-Heilung - jawohl  Smiley Smiley Smiley

Liebe Grüße
Ulli
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Lamл[tm]
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Re: passi, piatti, pizzi - durchs wilde bergell
Antwort #5 - 18.09.2007 um 13:04:41
 
Hallo Gisela,

auch von mir gute Besserung.

Sei getrost: Mit einer Aircast- Schiene kann man zwar nicht anständig laufen, aber klettern ging bei mir bereits nach einem Tag wieder.
Ich weiß noch wie ich am Tag nach meinem Unfall auf ällen Vieren zum Fels gekrabbelt bin.

Einen Versuch ist es Wert.
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Re: passi, piatti, pizzi - durchs wilde bergell
Antwort #6 - 18.09.2007 um 22:34:40
 
Wow, da ist es wirklich schön! Danke für Bericht und Bilder, wenn ich eines Tages mal wieder Zeit für ausgedehnte Touren und Lust auf weite Anreise haben sollte …

Und natürlich wünsch ich dir auch alles Gute, hast es ja ganz schön verschwiegen … ich hoffe, der ASS hat bei dir auch so gut funktioniert wie bei Tarkans Snowboard-Unfall!
Gute Besserung, hoffentlich bist bald wieder geh- und fahrtüchtig!

Liebe Grüße
Pet
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strauchdieb
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Re: passi, piatti, pizzi - durchs wilde bergell
Antwort #7 - 02.10.2007 um 14:49:24
 
Hab leider erst jetzt davon erfahren, auch von mir....GUTE BESSERUNG
Und eines weiß ich ganz genau, der Zeitpunkt ist nie der Richtige....jetzt fängt ja bald die SKitourensaison an  verlegen

Kopf hoch!!!

LG NLA
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Re: passi, piatti, pizzi - durchs wilde bergell
Antwort #8 - 02.10.2007 um 22:29:57
 
danke allerseits für die guten wünsche!

@ lampi: ich weiß ja nicht, was du dir damals getan hast, aber bei mir geht derzeit auf der angeknacksten seite weder auftreten noch klettern...
aber sobald die schiene ab ist, werd ich mich mal erkundigen, ob ich an die niedlichen kletterwändchen randarf, die neuerdings in jedem therapiezentrum mit MTT installiert sind...

@ NLA: wenn alles gut geht, fang ich im januar gaaanz langsam an mit den skiern...
hat zumindest mein operateur in aussicht gestellt. (vorausgesetzt, das erzbergwerk in meinem knöchel passt in die skistiefel.)
also falls du dich mal zu ner eher gemütlichem, kleinen tour herablässt...  Zwinkernd

grüße
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tjsen
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Re: passi, piatti, pizzi - durchs wilde bergell
Antwort #9 - 02.10.2007 um 23:32:57
 
pet schrieb am 18.09.2007 um 22:34:40:
ich hoffe, der ASS hat bei dir auch so gut funktioniert wie bei Tarkans Snowboard-Unfall!


wie meinst du das? hast du vergessen, was das für ein elendiges generve war? wenn zwei (ass & privat-kv) sich streiten, freut sich der dritte und die rechnungen wurden erst bezahlt, nachdem das schweizer spital einen deutschen rechtsanwalt eingeschaltet hatte...

also liebe gisela,
werde schnell wieder gesund, damit du bald wieder so tolle berichte schreiben kannst und ich drück dir die daumen, dass du nicht so viel generve mit den versicherungen hast.

beste grüße,
tj
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Re: passi, piatti, pizzi - durchs wilde bergell
Antwort #10 - 11.10.2007 um 22:30:13
 
manchen scheint es am casnilpass etwas schwieriger vorgekommen zu sein als uns... zumindest die poster dieses beitrags auf hikr.org
http://www.hikr.org/gallery/photo29841.html?post_id=4437#1
haben einen tag vor uns vom pass runter zum fornogletscher (also andersrum als wir gegangen sind) teilweise keine markierungen gesehen (zu beginn der sommersaison neu gemacht, wir hatten die route mehr oder weniger durchmarkiert vorgefunden).
ihre annahme: da sei wohl einiges zu tal gefahren oder verrutscht.
wie gesagt, wir hatten wenige markierungslücken gefunden, aber manchmal sieht man markierungen nur in einer gehrichtung einigermaßen gut, vielleicht war das hier auch der fall.
gegenüber (vom fornogletscher zur fornohütte) hatten wir selbst gesehen, wie wegbefestigungen im geröll "schwammen" und ganz gewiss nix mehr hielten.

aber schaut mal rein, sie haben wirklich wunderschöne fotos eingestellt...
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« Zuletzt geändert: 13.10.2007 um 17:20:50 von G »  
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Lamл[tm]
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Re: passi, piatti, pizzi - durchs wilde bergell
Antwort #11 - 12.10.2007 um 08:33:51
 
Hallo G.,
G schrieb am 02.10.2007 um 22:29:57:
danke allerseits für die guten wünsche!

gern geschehen.

G schrieb am 02.10.2007 um 22:29:57:
@ lampi: ich weiß ja nicht, was du dir damals getan hast,

Siehe http://touren.lampatzer.de/1999chamonix/ zwei der drei Bänder ganz ab nach Vorschädigung, das dritte gedehnt. OP ist in meinem damaligen Alter (34) nicht angeraten. (Grenze lag nach Aussage der meisten Ärzte bei 40.)

G schrieb am 02.10.2007 um 22:29:57:
aber bei mir geht derzeit auf der angeknacksten seite weder auftreten noch klettern...

Aircast Schiene richtig anknallen bis der Fuß komplett unbeweglich steif ist. Stört beim Klettern kaum, laufen lässt sich so natürlich nicht.

G schrieb am 02.10.2007 um 22:29:57:
aber sobald die schiene ab ist, werd ich mich mal erkundigen, ob ich an die niedlichen kletterwändchen randarf, die neuerdings in jedem therapiezentrum mit MTT installiert sind...
Für solche Belastungen sollte die Schiene dran bleiben.
Ich hatte das Teil 6 Wochen dauernd (d.h. auch im Bett), bin aber ein unruhiger Schläfer.
Danach konnte es beim vorsichtigen Gehen runter, musste aber zum Treppensteigen wieder drauf.
Zum Klettern brauchte ich die Schiene 4 Monate!
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