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Wellness im Hochwinter (Gelesen: 3161 mal)
Lamл[tm]
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Wellness im Hochwinter
09.02.2017 um 07:19:41
 
Wellness im Hochwinter

Freitag den 27.01. machen wir uns zu ganz & gar nicht unchristlicher Zeit auf den Weg ins Montafon. Mehrmals waren wir schon bei eher 2felhaften Wetter dort. Dieses Mal sollten wir Glück haben: Wetter wolkenlos, Lawinenlage so gut fast wie Ende Januar. Am Weg lesen wir noch den Michi in Ulm auf.

Nicht so einfach hingegen gestaltete sich die Zimmersuche – die Schweizer beginnen gerade ihre Winterferien. Und da ist das Montafon halt das Nächste. Die erste Schitour geht dann meist übers Schlappiner Joch dorthin, wo aus Ihrer Sicht das Sparadies ist. Wir ergattern 2 Tage vor Abreise noch ein Pensionszimmer für 30 Oironen pro Nacht & Nase – direkt an der Bundesstraße, noch talauswärts aller Schigebiete. Von Wellness wie zwei Jahre zuvor kann keine Rede sein. Immerhin - Bett, Frühstück und leichtes Gepäck auf Tour.

Wenigstens die Straße zum Berggasthaus Grabs ist frei. Weil es bald Mittag ist, starten wir zur deshalb so benannten Mittagsspitze. Über eine fast zu flache Straße geht es zum oberen Ende des Hüttenhangs
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und danach durch gefühlt überhängendes Waldgelände
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auf einen pfiffigen Grat.
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Wir erreichen das zum Glück im Schatten offene Almgelände
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und die stürmische Mittagscharte.
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Ein Stück oberhalb dieser
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rasten wir auf den Felsen
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wenige Meter unter dem Gipfel, wegen der wir nicht extra ein Seil mitnehmen wollten.
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Nach dem obligaten Genuss des Panoramas
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Von hier aus sieht der o.g. Grat besonders eindrucksvoll aus.
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Als die goldne Abendsonne sandte ihren letzten Schein,
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geht es flott zurück über o.g. Almgelände
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zur Alpe Alpila, wo ich einen Weg zu weit rechts nehme, was uns mit einer kilometer langen Querung
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wieder in den o.g. Wald führt. Den Hüttenhang geht es im trotz der Schneeschuhe knietiefen Schnee in wenigen Minuten butterweich zurück nach Grabs.
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« Zuletzt geändert: 10.02.2017 um 22:24:42 von Lamл[tm] »  

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Re: Wellness im Hochwinter
Antwort #1 - 09.02.2017 um 22:50:53
 
Nach einem opulenten Frühstück (Schlechte Frühstücker ärgern sich darüber, dieses zu bezahlen zu bemüssen) gehen wir am Samstag aus Gortipohl Richtung Rossberg. Hilfsbereit wie wir sind, helfen wir einem Golf, der sich auf den letzten 20 Metern vor dem Parkplatz festgefahren hat. Das sollte uns aufgrund der nicht korrigierten Umkehrzeit letztlich den Gibbl kosten. Fast nur durch Wald
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mit übelst schweren Schnee
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geht es über unteren und oberen Netza, bis wir endlich, 30 Minuten vor der geplanten Umkehr, ins freie Gelände geraten.

Dei absoluter Windstille beleiben sogar die Schweißperlen stehen.
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Der Schitourer, der im Gegensatz zu uns eine fast perfekte Spur vorfand, begegnet uns, sich über viel zu wenig Schnee im Gipfelbereich und unterhalb 1900 m ewiges Waldslalom beschwerend, kurz vor dem 200 Höhenmeter unter dem Gipfel gelegenen Umkehrpunkt in einer beeindruckenden Arena mit etwa 2 km Radius.
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Ab dem Wald gibt es nur wenige Stellen,  an denen wir etwas anderes als Bäume zu sehen bekommen. Das hätten die vom Tourismusbüro ruhig mal in die Tourenbeschreibung schreiben können. Schon ärgerlich, denn im Hochwinter freut man sich eigentlich über wolkenlosen Himmel und darüber, etwas Sonne abzubekommen. Und dann war es (fast) nichts. Und „winterlich tiefverschneit“ war der Wald bei Temperaturen um +10° am Berg auch nicht.

Beim Abstieg geht Hartmut ein Viertel Stunde voraus, weil durch seine nicht enden wollende Jugendleidenschaft, das Kicken, seine Hüfte mittlerweile erheblichen Schaden genommen hat und weiterhin nimmt. Traurig Der Plan, ihn, wie gewohnt, einzuholen, scheitert zu allem Überfluss und wider jegliche Erfahrung an einer an sich harmlosen Schramme an einem Daumen von Michi, die bei einem beim schnellen Abstieg erforderlichen harten Stockeinsatz erheblich schmerzt und diesen dadurch effektiv verhindert. So darf ich dann ab und zu auf ihn warten. Sonst machen wir immer einen Wettlauf ins Tal.

Nur kurz ist das freie Gelände
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Die Aussicht ist an sich nicht schlecht.
Das Halligalli von einer etwa 10 km entfernten Bergstation des "Silvretta Nova" hört man aber bis hier her auf die andere Talseite.
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Jetzt sind wir gleich ganz im Wald. Da ist aber der Lärm auch weg.
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Normale Aussicht, wenn überhaupt.
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Danach ist es dunkel
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Vor uns im Tal an diesem Wasserfall angekommen,
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geht Hartmut zielstrebig etwa 15 Minuten in die der erforderlichen Richtung diametrale Richtung. Bis ich ihn dann wieder eingesammelt habe, ist es 18 Uhr. Aus diesem Tag hätte so viel mehr werden können.

Aber wenigstens entschädigt der Abend. Im Montafoner Käsehaus http://www.kaesehaus-montafon.at/ ; gibt es „All you can eat“ für 13 Oiro 90 zzgl. allerdings österreichisch saftiger Getränkepreise. So lecker habe ich schon lang nicht mehr gegessen. Und wer will, kann fleischlos bleiben, ohne etwas zu vermissen. Hoffentlich kommen nicht mehr ausgehungerte Wanderer wie wir. Dann würden die bei dem Preis rote Zahlen schreiben.

! ! ! L E C K E R ! ! !

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Re: Wellness im Hochwinter
Antwort #2 - 09.02.2017 um 22:51:55
 
Sonntag schrauben wir in Erwartung ähnlich matschigen - äääh - butterweichen Schnees wie Samstag unser Ziel deutlich zurück. An Stelle über die Zamangspitze geht es direkt zum Grasjoch. Der Fön lässt nach, es ist nicht mehr so frühlingshaft warm, der Schnee fester;
mit Ausnahme der südseitigen steilen Grashänge, dort ist er nämlich weg. Das Gelände ist auch offener.

Schweiß treibend ists trotzdem
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Das Hörnli in 1:2 darf nicht fehlen.
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Zwar ist es großteils Straße (wenn auch viele Serpentinen abgeschnitten wurden), die Aussicht entschädigt für den Hatscher.
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Da kann das Trumpeltier den Klimawandel leugnen wie er will, nicht nur beim Adolf hat es so einen Winter nicht gegeben. Davor nicht und bis 2000 auch nicht.
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Wir beschließen unser Wanderwochenende vor einer sonnigen Hütte. Die Almstraße zum Grasjoch ist jetzt mit pickelharten Schnee hangbündig angeschüttet, beginnt jedoch auf den talseitigen 20 cm bereits abzutauen, was uns einen längeren Balanceakt abfordert.
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Wir erreichen dieses schöne Panorama, aber wie es im Rücken des Fotografen ausseht, wollt Ihr nicht wissen.
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Noch einen steilen & flotten Abstieg gibt Hartmuts ramponierte Hüfte nicht mehr her. Aber die Talfahrt mit der Grasjochbahn ist im Winter kostenlos. So wollen wir dem Unangenehmen wenigstens etwas Nütztliches abgewinnen.
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Wo wir uns vorher raufgeschunden haben, daran schweben wir jetzt in 15 Minuten vorbei nach unten.
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Re: Wellness im Hochwinter
Antwort #3 - 09.02.2017 um 22:52:37
 
Ausblick:


Ende Februar geht es drei Tage auf Faschingsflucht – wenn es die Verhältnisse hergeben, in die Tilisunahütte.

Für die Nur- Bilder- Gucker bei Google: https://goo.gl/photos/nDojN9VeG6r89wuc7

Route zum Grasjoch: http://my.viewranger.com/route/details/MTEzMTkw
Route zum Mittagspitz: http://my.viewranger.com/route/details/MTExNzY3

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