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Skandalurteil in Österreich: Almbauer muss fast 1/2 Mio zahlen (Gelesen: 2593 mal)
Lamл[tm]
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Skandalurteil in Österreich: Almbauer muss fast 1/2 Mio zahlen
27.02.2019 um 11:53:26
 
Weil eine ignorante Wanderin unbedingt ihren ihren Hund auf eine Weide mit Mutterkühen und Kälbern mitnehmen musste, fühlten die Mutterkühe ihre Kälber bedroht. Bei dem Angriff auf den Hund wurde die Frau, die ihren Hund nicht laufen ließ, totgetrampelt. Anstelle der Frau den wohlverdienten Darwin- Award zu verleihen, wurde der Bauer zur Zahlung von 490 000 Euro an die Hinterbliebenen verurteilt:

[url="https://www.sueddeutsche.de/panorama/kuh-angriff-bauer-schadenersatz-1.4341797"]...[/url]

Nun drohen die ersten Almen mit einem allgemeinen Betretungsverbot, falls das Urteil rechtskräftig ist.

Ein möglicher Kompromiss wäre das Gebot der Stunde:

https://www.nachrichten.at/oberoesterreich/bauern-fuer-hundeverbote-auf-der-alm;...

https://www.nachrichten.at/oberoesterreich/kampfplatz-alm-erst-wird-gemobbt-dann...

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Re: Skandalurteil in Österreich: Almbauer muss fast 1/2 Mio zahlen
Antwort #1 - 27.02.2019 um 23:01:34
 
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Nova
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Re: Skandalurteil in Österreich: Almbauer muss fast 1/2 Mio zahlen
Antwort #2 - 28.02.2019 um 06:19:37
 
Hallo Lampi,

ich finde es schade, wie eindimensional Du diese Problematik betrachtest und hier darstellst.

Ist Dir schon mal in den Sinn gekommen, dass hier diese Lobby das Urteil zur Stimmungsmache nutzt, die Du sonst allzu gerne kritisierst?

Die Frage in der Diskussion um den Unfall sollte doch sein, wie hätte das vermieden werden können. Die Verunfallte hat sich zweifelsfrei ungut verhalten, mutmaßlich aus Unwissen und Panik. Und hier hat das Gericht gesehen: mehr Information seitens des Bauerns wären wünschenswert.

Hast Du schon mal darüber nachgedacht, dass Du Dich von der Bauernlobby instrumentalisieren mit diesem Thema instrumentalisieren lässt?

Ich finde es in letzter Zeit nicht schön, welchen Ton Deine Beiträge hier annehmen: da rufst Du zur Hetzjagd gegen den Hörls, inklusive der Handynummer, auf und jetzt schimpfst  ziemlich abfällig über die Dummheit der Verunfallten.

Dein Ton klingt übrigens auch nicht anders, als die Vielen, die nach einem Lawinenunfall brüllen "selbst Schuld, die Idioten" - hattest Du das nicht neulich auch kritisiert?

Bitte denke doch mal über Deinen Stil hier im Forum nach, es wäre schade wenn das Niveau hier auf dem Level einiger Facebook-Gruppen landet.
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« Zuletzt geändert: 28.02.2019 um 08:00:27 von Nova »  
 
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Lamл[tm]
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Re: Skandalurteil in Österreich: Almbauer muss fast 1/2 Mio zahlen
Antwort #3 - 28.02.2019 um 11:00:27
 
Hallo Nova

Es gibt einen Unterschied: Jedes Jahr gibt es knapp 100 Lawinentote. Niemand schreit nach einem generellen Verbot von Skitouren, bestenfalls nach einer Verordnung, nach der die Rettungskosten in bestimmten (leider nicht näher spezifizierten) Fällen selbst zu tragen sind. Was ich zwar bedenklich finde, in manchen Fällen aber abschreckend wirken würde. Gegen Strafen habe ich mich immer ausgesprochen.

Aber jetzt schafft es eine einzige mit wenn überhaupt vorhandenen, dann auf jeden Fall abgeschalteten Gehirn durchs Leben (zumindest aber in die Berge) gehende Person, dass großflächige Gebietssperren drohen.

Sicher bin ich kein reiner Almhüttenwanderer - noch nicht. Aber auch die Regionen oberhalb des Almengürtels sind nicht mehr erreichbar, wenn diese Sperren kommen. Und last not least werde auch ich (hoffentlich) mal 75 sein und froh, meine sterbliche Hülle noch auf eine Alm schleppen zu können. Dann würde ich es auch gern dürfen.

Letztlich wird es wohl eine Gesetzesinitiative geben - und alles wird wieder "Anlassgesetzgebung, böse" schreien. Am Schluss wird jeder Sch.... sein Gesetz haben, und die nächsten Anlässe werden dann unter Umständen mehrere Gesetze finden, die zutreffen. Dann sind wir wieder dort, wo wir angefangen haben.

Übrigens, was ist in diesem Fall inkonsequent? In beiden Fällen fordere ich mehr Eigenverantwortung. Stell Dir vor:
Jemand stirbt in einer Lawine und ein Hinterbliebener verklagt die Gemeinde, weshalb genau dieser Hang nicht zum Befahren gesperrt wurde. Nach diesem Urteil ist auch so etwas denkbar.

Im Übrigen: Das Almgelände war deutlich ausgeschildert: Vorsicht vor Mutterkuhhaltung, die drei Regeln sollten doch nicht so schwer sein:
1. Abstand halten! ==> offensichtlich verstoßen, vermutlich um die Schuhe sauber zu halten.
2. Hunde an die Leine ==> gemacht, aber festgebunden
3. Bei Kuh- Angriff Hund laufen lassen. ==> Wieder verstoßen.

Ansonsten stehe ich der Bauernlobby, insbesondere im Rahmen von Auswüchsen der Massentierhaltung skeptisch gegenüber. Ohne mich gleich als "Tierrechtler" zu bezeichnen. OT: Und auch hier finde ich die derzeit geplante Anlassgesetzgebung für nicht angezeigt.

Ganz abgesehen davon habe ich auch ein Problem mit der Haltung großer Hunde. Von einem Spitz werden sich Kühe kaum angegriffen fühlen.
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« Zuletzt geändert: 28.02.2019 um 11:25:48 von Lamл[tm] »  

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Alfons Heck
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...Dosenbier und Kaviar...

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Re: Skandalurteil in Österreich: Almbauer muss fast 1/2 Mio zahlen
Antwort #4 - 01.03.2019 um 08:29:09
 
Ich finde es schwierig sich eine Meinung zu bilden. Die Berichte zu dem Ganzen gehen ja weit auseinander:

https://www.welt.de/vermischtes/article189216621/Deutsche-Urlauberin-getoetet-Oe...
Hier bekommt man den Eindruck die Kühe seien schon fast "Raubtiere".

https://www.derstandard.at/2000098403687/Tiroler-Bauer-soll-nach-Kuh-Attacke490-...
Hier wird das ganze etwas anders dargestellt und auch die Konsequenzen werden beleuchtet.
Zitat aus obigem Link:
Zitat:
Gerichtssprecher Andreas Stutter versuchte zu kalmieren. Das Urteil sei sehr ausführlich begründet und betreffe nur diesen einen Unfall an genau dieser Stelle. Aber er verstehe auch die Verunsicherung. Denn die große Frage sei, ob durch das Urteil generelle Leitlinien festgelegt würden.



Auf jeden Fall sollte eine rege Debatte zum Thema Almen/Berge und Wanderer sowie zum allgemeinen Lebensrisiko und Eigenverantwortung im Gebirge die Folge sein. Darin müßte auch der Punkt Helfer für "Verunfallte" mit eingeschlossen werden.


Gruß
Alfons.

Gruß
Alfons.
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Yak
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Um mani padme hum

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Re: Skandalurteil in Österreich: Almbauer muss fast 1/2 Mio zahlen
Antwort #5 - 01.03.2019 um 10:42:53
 
Das Internet - unendliche Weiten voll mit hysterischem Geschrei...

Bei diesem Urteil ging es nicht um die ach so allgemeinen Gefahren der Berge sondern schlicht um die Haftung eines Tierhalters. Hat mit Bergen gar nix zu tun...
Und um die Frage ob ein Schild reicht oder ein Zaun nötig gewesen wäre.
Ich drehs mal um : Ich hab einen großen Hund der sich von Menschen bedroht fühlen könnte. Reicht dann ein Schild : "Achtung vor dem Hund" oder muß ein Zaun her und was ist wenn der Hund jemanden anfällt und verletzt oder tötet ?
Aha, da ists dann auf einmal doch ganz einfach, gelle ?

Es kommen aber jedes Jahr wesentlich mehr Menschen durch Nutzvieh als durch Hunde ums Leben...

Der Weg um den es hier geht ist ein sehr stark frequentierter und als familienfreundlich beworbener Wanderweg zu einer bewirtschafteten Alm (Gasthof Pinnisalm), das Gericht ist zu dem Schluß gekommen, dass in diesem einen Fall, die Weide hätte abgetrennt werden müssen.
Bei einer Bundesstrasse wäre man jetzt nicht so überrascht, warum ist man es bei einem ähnlich stark frequentierten Wanderweg ?

Das Bauernlobby-Geschrei kann man getrost ignorieren, die werden gar nix sperren, können sie in den meisten Fällen gar nicht. Ob das Urteil in der Form Bestand hat muß man eh erst abwarten.

Ganz allgemein wäre es wünschenswert wenn nicht bei jedem kleinen Vorfall die Schwerter gewetzt und zu den Bannern gerufen wird um im epischen Kampf zur letzten Schlacht zu blasen.
Ist aber nicht mehr angesagt, ich weiß..
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Yak
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Nepal und Tibet
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Re: Skandalurteil in Österreich: Almbauer muss fast 1/2 Mio zahlen
Antwort #6 - 10.03.2019 um 14:15:03
 
Hier noch ein etwas differenzierter Artikel zum Thema :
https://cms.falter.at/falter/2019/02/26/im-herden-trieb/
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Re: Skandalurteil in Österreich: Almbauer muss fast 1/2 Mio zahlen
Antwort #7 - 10.03.2019 um 21:04:46
 
So kann man das auch sehen.

Kann man, muss man aber nicht.
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Nova
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Re: Skandalurteil in Österreich: Almbauer muss fast 1/2 Mio zahlen
Antwort #8 - 11.03.2019 um 21:28:59
 
Btw, hier siehst Du auch wieder den Kommentar von Deinem "guten Bekannten" Hörl...
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