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Petition unterstützen: Kraftwerkausbau Kaunertal (Gelesen: 374 mal)
Nova
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Petition unterstützen: Kraftwerkausbau Kaunertal
14.11.2022 um 11:11:57
 
Der Verein zum Schutz der Bergwelt ruft zur Onlien Petition gegen den geplanten Ausbau des Kraftwerks im Kaunertal auf. Geplant ist ein Stollen, der Venter und Gurgler Ache zusammenfließen lässt, was Schätzungen zufolge 80% ihres Gesamtwasservolumens ableiten würde.


Der Verein beschreibt es folgendermaßen:

"
Die Tiroler Wasserkraft AG TIWAG will die ökologisch hochwertigen Flüsse Venter und Gurgler Ache, die in der Ötztaler Ache zusammenfließen, durch einen Stollen in den 23 Kilometer entfernten Gepatschspeicher im Kaunertal ableiten. Der Ötztaler Ache würden damit 80% ihres Wassers fehlen.


Gleichzeitig will die TIWAG nahe dem bestehenden Gepatschspeicher ein Pumpspeicherkraftwerk im 600 Meter höher gelegenen Platzertal errichten, um dort das zusätzliche Ötztaler Wasser zu speichern. Das Platzertal ist ein bislang nahezu unberührtes Hochtal. Dort würde ein neuer Staudamm mit einer Höhe von 120 Metern gebaut werden. Hinter diesem Damm würden wertvolle Moorlandschaften in der Größe von 6,3 Hektar für immer in einem Stausee versinken.

Diese massive Naturzerstörung widerspricht der Alpenkonvention und ist nicht im Sinne einer Energiewende mit „Erneuerbaren“ Energien!"

Und bittet alle Interessierten, Widerstand gegen dieses Projekt durch Unterzeichnen einer Petition des WWF-Österreichs zu unterstützen:



Das Projekt und seine zahlreichen Partner, darunter auch DAV und Patagonia beschreiben das Projekt hier genauer:
Eine ausführliche Begründung für die Ablehnung des Projektes mit den unterstützenden Organisationen finden Sie hier:

https://www.wwf.at/wp-content/uploads/2021/12/Kaunertal_Erklaerung-2022.pdf


Bitte überlegt, diese Petition zu unterstützen. Sei es durch ein Unterzeichen und/oder ein Weiterleiten. Danke!

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Re: Petition unterstützen: Kraftwerkausbau Kaunertal
Antwort #1 - 14.11.2022 um 12:22:21
 
Bitte um Entschuldigung, hier Wasser in den Wein zu leeren.

Das betrifft nämlich das Arbeitsgebiet meiner A-Sektion. Deshalb haben wir uns auch in der örtlichen Bevölkerung umgehört. Diese ist größtenteils nicht gegen diese Pläne. 20% der Wassermenge sollen verbleiben, und die Ötztaler Ache ist ohnehin zu einem großen Teil kanalisiert.

Angesichts der großteils auf Gas basierenden österreichischen Stromerzeugung und auch des Bewusstseins für den im Gebirge besonders spürbaren Klimawandel haben es Projekte für die Wasserkraftnutzung derzeit in doppelter Hinsicht leicht.
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« Zuletzt geändert: 14.11.2022 um 12:48:13 von Lamл[tm] »  

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Renntier Karsten
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Re: Petition unterstützen: Kraftwerkausbau Kaunertal
Antwort #2 - 14.11.2022 um 15:00:02
 
Ich bin da auch ziemlich hin- und hergerissen.

Einerseits wollen wir schnellstmöglich weg von der Stromerzeugung aus fossilen Quellen sowie aus der Kernkraft - andererseits möchte niemand Windräder oder großflächige Solarpaneele in der Landschaft, geschweige denn Stauseen für die Wasserkraft. Off-Shore-Windparks und Solarkraftwerke in der Wüste werden aber unseren Energiebedarf nicht decken, schon gar nicht, wenn wir mit dem Strom auch noch Elektromobilität und Wasserstofferzeugung mit abdecken wollen. Mal ganz abgesehen davon, dass Wüsten und Meere auch sensible Ökosysteme sind.

Ähnlich bei der Verkehrswende: es soll mehr Verkehr auf die Schiene - aber keiner will den Ausbau von Bahntrassen vor seiner Haustür.

Wie gesagt: ich bin da hin- und hergerissen.
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« Zuletzt geändert: 14.11.2022 um 16:42:00 von Renntier Karsten »  

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Climby
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Re: Petition unterstützen: Kraftwerkausbau Kaunertal
Antwort #3 - 14.11.2022 um 16:14:08
 
Servus Zusammen,

mir geht es ähnlich.

Ja, jede alpine Landschaft ist schützenswert.

Auf der anderen Seite 300.000 Tonnen CO² jährliche Ersparnis rein aus dem Zufluss, dazu noch die Speicherfunktion, das ist schon auch eine Hausnummer. Das alles für den Verlust eines Hochtals, das ich zuvor noch gar nicht kannte (obwohl ich heuer in der Gegend war), das früher als Förderstätte für Blei und Silber genutzt wurde und wo ich wahrscheinlich auch nie hingekommen wäre.

Da muss man schon abwägen.

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Nova
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Re: Petition unterstützen: Kraftwerkausbau Kaunertal
Antwort #4 - 15.11.2022 um 08:56:06
 
Ich verstehe Karstens hin- und hergerissen gut, weil es inzwischen sehr viele Beispiele gibt, wo Umwelt- und Klimaschutz auf der einen, Naturschutz auf der anderen Seite miteinander kollidieren. Hierzu ein paar Punkte vom Fachmensch: https://tirol.orf.at/stories/3127985/

CO² einsparen und Wasserkraft als Energielieferant zum Ausgleich bei Stromspitzen ist auf den ersten Blick eine feine Sache, allerdings sehe ich es nicht so, dass das dann automatisch Vorrang vor allen anderen Interessen haben muss.

Und nebenbei: Die 6 Hektar Moore dort sind auch ein ziemlich krasser CO² Speicher.

Wäre es ein Einzelprojekt, hätte ich hier nicht darauf aufmerksam gemacht. Ich habe den Ausbau im Kühtai in den letzten Jahren etwas aufmerksamer beobachtet und aus Sicht einiger Einheimischer kam die Frage auf, was der Betreiber im Sinn hat und das 'Klimaschutz' wahrscheinlich nicht der größte Treiber der Motivation ist, der hinter dem Ausbau steht.

Nun, Einzelstimmen sind nicht unbedingt repräsentativ für alle Menschen dort vor Ort. Was für die Leute vor Ort wichtig ist, ist am ehesten der Tourismus. Auch wenn viele Bergsportler die Ecke nicht kennen, für alle Wildwasserkajakfahrer ist es sehr relevant, wenn im Ötztal nicht mehr viel Wasser fließt.

Das Thema ist schwierig und komplex. Deswegen raten eigentlich alle Experten, solche Themen grenzübergreifend für den Gesamtalpenraum zu betrachten. Aber das ist halt nicht so einfach.
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Re: Petition unterstützen: Kraftwerkausbau Kaunertal
Antwort #5 - 15.11.2022 um 12:06:16
 
Nova schrieb am 11.11.2022 um 21:36:06:
... das 'Klimaschutz' wahrscheinlich nicht der größte Treiber der Motivation ist, der hinter dem Ausbau steht.
Wie bei jedem Wirtschaftsunternehmen ist Gewinnstreben der Treiber. Jeder der was anderes glaubt ist ein Fantast. Aber es ist doch schön dass Klimaschutz und Gewinnstreben mal am gleichen Strang ziehen, und das sogar am gleichen Ende.
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« Zuletzt geändert: 15.11.2022 um 12:26:34 von Lamл[tm] »  

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Re: Petition unterstützen: Kraftwerkausbau Kaunertal
Antwort #6 - 15.11.2022 um 12:44:21
 
Findest Du, dass ein Beseitigen von 6ha Moorflächen durch den Ausbau eines Wasserkraftwerkes eine CO²-senkende Wirkung hat und damit klimaschützend wirkt?
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Renntier Karsten
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Re: Petition unterstützen: Kraftwerkausbau Kaunertal
Antwort #7 - 15.11.2022 um 15:11:20
 
Zitat:
IDas Thema ist schwierig und komplex. Deswegen raten eigentlich alle Experten, solche Themen grenzübergreifend für den Gesamtalpenraum zu betrachten. Aber das ist halt nicht so einfach.

Ja, das ist es: schwierig, komplex und nicht so einfach. Das ist das Problem mit den Petitionen: da gibt es nur ein dafür/dagegen (bzw. wird oft automatisch jede(r) als dagegen angesehen, der/die die Petition nicht unterstützt) - und das wird der komplexen Gesamtsituation meist nicht gerecht.

Andererseits verstehe ich natürlich, dass man mit Petitionen überhaupt erst mal die Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit auf ein Thema lenken muss.
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Climby
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Re: Petition unterstützen: Kraftwerkausbau Kaunertal
Antwort #8 - 15.11.2022 um 21:51:09
 
Die TIWAG ist eine 100% Tochter des Landes Tirol. Es ist auf der einen Seite ein Wirtschaftunternehmen, der Gewinn daraus kommt aber einem österreichischen Bundesland zugute. Die TIWAG machte in den letzten Jahren durchschnittlich 10% Umsatzrendite (EvS).

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Re: Petition unterstützen: Kraftwerkausbau Kaunertal
Antwort #9 - 16.11.2022 um 17:06:49
 
Nova schrieb am 12.11.2022 um 01:24:21:
Findest Du, dass ein Beseitigen von 6ha Moorflächen durch den Ausbau eines Wasserkraftwerkes eine CO²-senkende Wirkung hat und damit klimaschützend wirkt?
DAS wissen nur die Gelehrten und selbst die nicht so ganz genau, aufgrund der großen Höhenunterschiede in den Alpen (spielt für die Wasserkraft) und der großen Höhe (spielt gegen die CO²-senkende Wirkung des Moors). Einmal als Kohlenstoff gespeichertes CO2 wird zumindest durch die Bedeckung mit Wasser nicht wieder freigesetzt, weiter lässt das Wasser auch für die Wiedervernässung an den See angrenzender Flächen nutzen.
Hinzu kommt, dass ohne Wasserkraft auch Solar- und Windkraft wertlos sind, weil überschüssiger Strom kaum anders für windstille Nächte gespeichert werden kann.
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Re: Petition unterstützen: Kraftwerkausbau Kaunertal
Antwort #10 - 16.11.2022 um 19:33:27
 
Lamл[tm] schrieb am 16.11.2022 um 17:06:49:
...
Hinzu kommt, dass ohne Wasserkraft auch Solar- und Windkraft wertlos sind, weil überschüssiger Strom kaum anders für windstille Nächte gespeichert werden kann.

Das ist so. Wie auch der WWF meint: https://www.fluessevollerleben.at/wp-content/uploads/2019/11/PSP_Kaunertal.pdf

Allerdings scheint mir hier der primäre Zweck der Übung eine Erhöhung der Wasserkraftleistung für "Prutz 2" durch die Einleitung von Zitat:
Zur Wassergewinnung sollen die Venter Ache, die Gurgler Ache sowie der Ferwall- und der Königsbach bei Obergurgl gestaut und dorthin abgeleitet werden.
in den Gepatschstausee zu sein. Das Pumpspeicherkraftwerk stellt also eher ein onTop bei der geplanten Erweiterung dar und kein eigenständiges Projekt eines Pumpspeichers. Siehe auch den wiki-Artikel: https://de.wikipedia.org/wiki/Gepatschspeicher


Gruß
Alfons.
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Re: Petition unterstützen: Kraftwerkausbau Kaunertal
Antwort #11 - 18.11.2022 um 11:05:26
 
Nova schrieb am 15.09.2019 um 00:09:26:
Das Thema ist schwierig und komplex.

Nein, ist es nicht, es ist ganz simpel : Wie mach ich möglichst viel Kohle.
Das ist immer der primäre Grund und jetzt hat man mit dem vorgeblichen "Klimaschutz" eine prima Rückendeckung auch von denen die normalerweise Gegner eines solchen Projektes wären.
Man muss einen Speicher nicht in ein unberührtes Hochtal bauen, das könnte auch im Skigebiet gebaut werden, aber dann kann man da nicht mehr Skifahren (kann man eh bald nicht mehr) und die Motorradtouris kommen auch nicht mehr die Strasse hochgeballert.
Die Wasserzuleitung in den Gepatschspeicher ist nötig geworden, weil nicht mehr genug Wasser aus dem Kaunertal kommt, irgendwann wird das Wasser aus dem Ötztal auch nicht mehr reichen, da die Gletscher dort auch schneller schmelzen als man gucken kann, man baut dort also auch nur zukünftige Industrieruinen. Alles super-nachhaltig, aber wir brauchen halt viel Strom damit wir auf Riesenfernsehern die WM in Katar gucken und mit unseren Teslas zum Public-Viewing oder zum Winterraumfondue fahren können.
Ich denke die Tiroler sollen das so machen wie sie meinen, wenn die das dort so wollen, dann ist das für mich ok, Natur zerstört wird überall, mit immer weiter steigender Geschwindigkeit, wen juckts ? Gerade haben sie bei uns vor der Haustür jede Menge alte Bäume gefällt, hab ich nicht mal mitbekommen, sehe nur jetzt die Riesenlücke. Warum ? Wahrscheinlich weils Brennholz gerade teuer ist. Vor ein paar Jahren stand da noch ein Schild "Landschaftsschutzgebiet", hat man zumindest rechtzeitig abgeschraubt.
Also belehren wir mal nicht die Tiroler was sie tun oder lassen sollen.
Die Tiwag hat übrigens noch ein Dutzend ähnlicher Pläne in der Schublade, die werden die in den nächsten Jahren einen nach dem anderen rausholen...
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Re: Petition unterstützen: Kraftwerkausbau Kaunertal
Antwort #12 - 18.11.2022 um 11:58:21
 
Zitat:
Nein, ist es nicht, es ist ganz simpel : Wie mach ich möglichst viel Kohle.

Hmmm - war Gewinnstreben nicht die Grundlage der Marktwirtschaft ?
Das Gegenstück dazu war die Planwirtschaft - zu welcher Ineffizienz (und auch Umweltzerstörung...) das geführt hat, habe ich als Ex-DDR-Bürger noch selber erlebt...

Natürlich müssen auch dem Gewinnstreben Grenzen gezogen werden - das unterscheidet uns vom Manchester-Kapitalismus. Das betrifft soziale Aspekte ebenso wie Umwelt und Klima. Aber genau da ist es dann eben nicht mehr so simpel - und vor allem nicht schwarz-weiß
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Re: Petition unterstützen: Kraftwerkausbau Kaunertal
Antwort #13 - 18.11.2022 um 15:40:39
 
Yak schrieb am 14.11.2022 um 23:45:26:
Die Wasserzuleitung in den Gepatschspeicher ist nötig geworden, weil nicht mehr genug Wasser aus dem Kaunertal kommt, irgendwann wird das Wasser aus dem Ötztal auch nicht mehr reichen, da die Gletscher dort auch schneller schmelzen als man gucken kann, man baut dort also auch nur zukünftige Industrieruinen.
Nein, es kommt auch heute noch genug Wasser. Der Unterschied: Früher kam es das ganze Jahr über, heute alles auf einmal im zweiten Quartal. Und damit man dann im 3.-1. Quartal genug Wasser hat, braucht man größere Speicher.

Yak schrieb am 14.11.2022 um 23:45:26:
Alles super-nachhaltig, aber wir brauchen halt viel Strom damit wir auf Riesenfernsehern die WM in Katar gucken und mit unseren Teslas zum Public-Viewing oder zum Winterraumfondue fahren können.

nicht die Riesenfernseher und die Teslas sind der Grund, sondern die Faulheit, zum Transport seines Kadavers zum Brötchen- und Kippenholen 2 Tonnen Blech zu bewegen. Und natürlich auch, zum Strandliegen, aber auch zum Bergsteigen um die halbe Welt zu jetten.
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Re: Petition unterstützen: Kraftwerkausbau Kaunertal
Antwort #14 - 18.11.2022 um 15:45:47
 
Renntier Karsten schrieb am 15.11.2022 um 00:38:21:
Hmmm - war Gewinnstreben nicht die Grundlage der Marktwirtschaft ?
Das Gegenstück dazu war die Planwirtschaft - zu welcher Ineffizienz (und auch Umweltzerstörung...) das geführt hat, habe ich als Ex-DDR-Bürger noch selber erlebt...
Natürlich müssen auch dem Gewinnstreben Grenzen gezogen werden - das unterscheidet uns vom Manchester-Kapitalismus. Das betrifft soziale Aspekte ebenso wie Umwelt und Klima. Aber genau da ist es dann eben nicht mehr so simpel - und vor allem nicht schwarz-weiß

Dem Gewinnstreben würde ich keine Grenzen setzen - sondern die Rahmenbedingungen so setzen, dass sich das Anheizen der Erde negativ auf die Gewinne auswirkt.

Es gibt keine andere Möglichkeit, den Ausstoß von Treibhausgasen exakt zu bestimmen. Hört sich asozial an, ist aber notwendig:
"Wir müssen alle geplanten Verbote durch ein einziges ersetzen: Treibhausgase auszustoßen, ohne sich dafür den Teil des der Welt zur Verfügung stehenden Budgets ersteigert zu haben".
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