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OEAV: Selbstversorger auf Hütten (Gelesen: 2995 mal)
tigerfishli
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OEAV: Selbstversorger auf Hütten
24.04.2007 um 17:42:13
 
Hallo: stelle ich jetzt einfach mal als Diskussionspunkt hier rein:

Zitat:
Selbstversorger auf Alpenvereinshütten bald unerwünscht

Die neue Hüttenordnung des Alpenvereins verbietet Gästen, eigenen Proviant zu verzehren. Für Hochgebirgshütten gilt striktes Rauchverbot.

Hungrige Wanderer, die auf einer der 220 Alpenvereinshütten in Österreich Rast machen, dürfen noch die eigene Jause auspacken und im Gastraum oder vor dem Haus verzehren. Mit der neuen gemeinsamen Hüttenordnung des österreichischen, deutschen und Südtiroler Alpenvereins, die Anfang 2008 in Kraft treten soll, ist damit aber Schluss.

"Wir wollen generell weg von der Selbstverpflegung", erklärte Peter Kapelari, Referatsleiter für Hütten und Wege, bei der Tiroler Landestagung in Lienz. "Schließlich benützen die Selbstversorger die Infrastruktur unserer Alpenvereinshütten, von der Abwasserentsorgung angefangen.

Man muss den Hüttenpächter auch leben lassen." Vereinsmitglieder sind von diesem Verbot zwar ausgenommen, ganz ungeschoren kommen sie aber nicht davon. Wer beim Wirten nichts bestellt, zahlt in Zukunft einen Infrastrukturbeitrag von 2,50 Euro. Nur Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren dürfen weiterhin ungestraft die mitgebrachte Wurstsemmel auspacken.

Die neue Hüttenordnung, die für 570 Unterkünfte in den Ostalpen gilt, sieht auch ein Rauchverbot in Hochgebirgshütten vor. Im deutschen und im Südtiroler Alpenverein gilt dieses Verbot bereits.
Quelle: TT


Jetzt frag ich mich, gilt dies auch, wen ich nur Getränke bestelle, muss ich auch am Folgetag zahlen, wenn ich zum mitgebrachten Frühstück "nur" Teewasser bestelle?

grüsse

uli
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Lampi[tm]
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siehe http://www.lampatzer
.de/Trauer/links.htm

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Re: OEAV: Selbstversorger auf Hütten
Antwort #1 - 25.04.2007 um 09:09:40
 
Ich hätte dafür schon Verständnis.
Manche Leute hinterlassen wirklich nur Abfall auf den Hütten. Angesichts der schwierigen Lage vieler Hütten (z.B. auch den weg fallenden Zuschüssen) halte ich das für nötig, wenn wir in 20 Jahren überhaupt noch Hütten haben wollen, die weiter als 1 Stunde von der nächsten Seilbahnstation weg sind.
Sollen die Leute ihre Jause doch außerhalb des Hüttengeländes essen.
Gab es bisher nicht auch schon einen "Wegegroschen" für Leute, die weder übernachten noch verzehren?
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Liebe Grüße von Lamл[tm]-Nur echt mit dem Pi und cw-Wert > 0,3
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erftwalk
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Re: OEAV: Selbstversorger auf Hütten
Antwort #2 - 25.04.2007 um 10:50:07
 
Ach ich bin dafür, dass es zu einer derartigen Regelung kommt. Ver- und vor Allem Entsorgung der Hütten wird immer teurer. Das müsste sonst alles in die Preise einkalkuliert werden. Und das finde ich ungerecht.
Was ich allerdings für übertrieben halte: Auf der Eisseehütte musste sich jemand während einer Trinkpause den Fuß verpflastern. Wohlgemerkt, die Getränke wurden beim Wirt gekauft und draußen verzehrt. Dann kam uns der Wirt nachgelaufen, weil wir etwas vergessen hätten - die Folie vom Pflaster lag noch im Ascher.

Gruß
Klaus
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Re: OEAV: Selbstversorger auf Hütten
Antwort #3 - 25.04.2007 um 12:24:56
 
erftwalk schrieb am 25.04.2007 um 10:50:07:
Ach ich bin dafür, dass es zu einer derartigen Regelung kommt. Ver- und vor Allem Entsorgung der Hütten wird immer teurer. Das müsste sonst alles in die Preise einkalkuliert werden. Und das finde ich ungerecht.

Wenn eine Hütte nicht mehr rentabel ist, weil in Steinwurfweite Gasthäuser mit Seilbahn- oder Straßenanschluß Konkurrenz machen: Solche Objekte kann der AV gut + gerne verkaufen.
Wenn eine Hütte nicht mehr rentabel ist, weil sie hochalpin liegt und die Versorgung / fällige Investitionen zu teuer: Komplett auf SV umstellen (Winterraum / Biwakschachtel / unbewartete Hütte)  Zwinkernd

Mir drängt sich aber der Verdacht auf, es geht mehr um die Hütten, wo der Pächter meint, durch ein Verbot der SV könnte er noch mehr Profit erzielen. Dafür braucht es keinen Kniefall des AV.

Es böte sich an, die Regelung bzgl. SV nach Hüttenkatergorien zu separieren; und auf "richtigen" Berghütten (wäre Kat.I oder?) ALLEN Besuchern weiterhin SV zu gestatten -- schließlich sind viele Bergsteiger qua Herkunft nicht in einem Gebirgsverein, der Gegenseitigkeit mit dem AV vereinbart hat.

Gruß, Martin
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nordlichtangel
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Re: OEAV: Selbstversorger auf Hütten
Antwort #4 - 25.04.2007 um 14:05:55
 
Früher konnten nur "Bessergestellte" mit viel Geld in die Berge gehen, vor allem auf höhere Berge, bei .
Für mich stellt sich die Frage: "Soll es wieder so werden?

Okay, wenn ich "mal" in die Berge fahre, ist es vielleicht egal. Tummelt man sich viel in den Bergen herum, dann wird die Angelegenheit richtig teuer.

Das letzte Frühstück, dass ich mir kaufte
2 Scheiben Brot u Marmelade, dazu eine normale Tasse Kaffee
kostete 7 Euronen. Weil die Scheiben so klein u mein Hunger so groß war, holte ich mir noch ne Scheibe, für die ich weitere 0,50 € zahlte.
Danach stand für mich fest, dass ich mein Frühstück immer mitnehmen werde.

Dass ich Abfall wieder mit ins Tal nehme, ist ja wohl selbstverständlich.

Man zahlt für alles, was auf einer Hütte verzehrt wird, eh einen höheren Preis u auch dafür habe ich Verständnis. Aber für ein absolutes Verbot für den Verzehr von Mitgebrachten kann u will ich kein Verständnis haben.
Ich frage mich auch, warum zum Bsp. auf einer Hütte die Küchentür elektrisch auf und zu gehen muss. Wieviel Luxus benötigt eine Hütte bzw. benötigen die Bergsteiger?
Ich bin dankbar für eine warme Unterkunft, ein warmes Essen, ein Lager zur Übernachtung....braucht eine Hütte Duschen u warmes Wasser zum Waschen u ein 3- Gänge- Menue? Braucht eine Hütte 2-Bett- Zimmer (ich kanns ja in Ausnahmesituationen verstehen)?

Für die Leute, die Luxus benötigen....die sollen ihn haben. Aber lasst die Leute, die nicht die große Kohle verdienen, ihre Butterbemmen im Winter im warmen Eckchen verdrücken....
Denn wenn ich die große Kohle hätte, würde auch ich mir die Schlepperei ersparen. Gute Kondition ist wohl gut, aber die bekomme ich auch ohne Lebensmittel, das Gerödel für Eis u Fels ist schwer genug.



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retebu
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Re: OEAV: Selbstversorger auf Hütten
Antwort #5 - 25.04.2007 um 14:25:13
 
Verbote wo man (und natürlich auch die frau) hinschaut. Was soll der Quatsch hä? hä?
Es sollte nicht nur denen vergönnt sein, die sich in die Hütten "einkaufen" können und wollen, in die Berge zu gehen, sondern allen, die daran Spaß haben.
Denkt man an Leute in der Ausbildung, die haben eben nicht so viel in der Tasche. Die kommen aber bestimmt im fortgeschrittenen Alter, nach der Ausbildung wieder. Und ersparen sich dann die Schlepperei der Mampferei Lippen versiegelt
Ein generelles Verbot halte ich für kurzsichtige Geldmacherei Ärgerlich
VG
retebu
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Das große Glück ist die Summe kleiner Freuden - Andreas Tenzer
 
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erftwalk
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Re: OEAV: Selbstversorger auf Hütten
Antwort #6 - 25.04.2007 um 14:32:02
 
Hallo Leute,

es geht doch nicht um's Verbieten. Es geht doch darum, dass Hütten auch eine irgendwie geartete Form von Wirtschaftsbetrieb sind. Ihr könnt eine ganzen Zentner Proviant mitnehmen, nur sobald ihr die Annehmlichkeiten einer Hütte in Anspruch nehmt, solltet ihr dafür einen Obulus bezahlen.

Ihr verbraucht Wasser auf der Toilette, ihr benutzt Bank und Tisch usw., und das ist alles irgendwie bezahlt und dahin geschleppt worden. Oder fahrt ihr auch schwarz mit dem Bus, weil der ja sowieso gerade da lang fährt?

Gruß
Klaus
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nordlichtangel
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Re: OEAV: Selbstversorger auf Hütten
Antwort #7 - 25.04.2007 um 14:45:15
 
also, der Vergleich mit dem Bus hinkt ja wohl ganz arg.

Wollen wir doch auf dem Boden der Tatsachen bleiben.
Warum hat man überhaupt diese Hütten gebaut? Sie waren "Schutzhütten"....u ich hab nichts dagegen, wenn sie es auch bleiben u nicht zu Hotels in den Bergen werden.
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Re: OEAV: Selbstversorger auf Hütten
Antwort #8 - 25.04.2007 um 15:51:37
 
erftwalk schrieb am 25.04.2007 um 14:32:02:
Es geht doch darum, dass Hütten auch eine irgendwie geartete Form von Wirtschaftsbetrieb sind.

Der Alpenverein ist kein Wirtschaftsbetrieb sondern ein gemeinnütziger Verein.

Der Versuch, Selbstversorger als "schwarze Schafe" hinzustellen ist ehrenrührig. Ich finanziere die AV-Hütten mit meinen Beiträgen und erwarte dafür bestimmte Infrastruktur. Wenn das über Teuerung (Beiträge, Preise auf der Hütte) nicht aufgebracht werden kann -> siehe mein Beitrag weiter oben.

Eine Entschuldigung für den Schwarzfahrer würde das Diskussionsklima hier verbessern.

Gruß, Martin
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hasei
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Re: OEAV: Selbstversorger auf Hütten
Antwort #9 - 25.04.2007 um 16:49:33
 
Jetzt muß ich mich doch mal mit einmischen:
Der Alpenverein ist zwar ein Verein, aber die Hüttenwirte müssen ja wohl trotzdem nicht gemeinnützig arbeiten und Pacht bezahlen oder?
Das Finanzamt sieht den Alpenverein übrigens nicht als gemeinnützig an. Oder kann hier irgend jemand seinen Beitrag als Spende absetzen hä?
Und bisher wird ja nur von Nichtmitglieder verlangt einen kleinen Beitrag für die Infrastruktur zu zahlen und auch wenn es für das Mitglied später etwas kosten sollte finde ich den Vergleich mit dem Schwarzfahren weder ehrenrührig noch einen Grund sich dafür zu entschuldigen.
Seht es mal lieber so das man an einen Verein einen Beitrag zahlt und sich dafür wie in der Satzung des AV Beschrieben verbesserte Leistungen bekommt. Bergsteigeressen, -getränk, Lagerzuteilung usw.
Aber von Umsonst kann keiner Leben. Also muß auch ich hier den Vergleich mit dem Bus heranziehen:
Wir AV-Mitglieder haben halt eine Bahnkart, aber zahlen für die fahrt müssen wir trotzdem.

Und das nicht AV-Mitglieder, aus welchen Gründen sie auch immer nicht Mitglieder sind, ein wenig mehr zahlen müssen oder etwas nicht dürfen ist doch wohl auch normal.
Schließlich werden die Hütten ja von den Vereinsgeldern mit finanziert. Aber eben nur mit.

Damit hier nichts falsches aufkommt:
Auch ich nehme bis auf wenige Ausnahmen mein Frühstück und tw. auch Brotzeit auf die Hütten mit. Aber für die Annehmlichkeiten die ich sonst noch haben will muß ich halt dann etwas zahlen.

doppelter Mitgliedszahler, da in 2 AV-Sektionen
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Yak
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Um mani padme hum

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Re: OEAV: Selbstversorger auf Hütten
Antwort #10 - 25.04.2007 um 17:53:47
 
hasei schrieb am 25.04.2007 um 16:49:33:
Das Finanzamt sieht den Alpenverein übrigens nicht als gemeinnützig an. Oder kann hier irgend jemand seinen Beitrag als Spende absetzen hä?

Was reden hasei ? Klar kannst Du absetzen !

§ 4 Gemeinnützigkeit
1. Der Verein verfolgt ausschließlich und unmittelbar gemeinnützige Zwecke im Sinne des Abschnittes "Steuerbegünstigte Zwecke" der Abgabenordnung. Die gemeinnützigen Zwecke in diesem Sinne sind die Förderung des Sports, des Natur- und Umweltschutzes, der Jugendhilfe, der Wissenschaft Bildung sowie der Heimatpflege Heimatkunde.
2. Der Verein ist selbstlos tätig; er verfolgt nicht in erster Linie eigenwirtschaftliche Zwecke. Mittel des Vereins dürfen nur für satzungsgemäßen Zwecke verwendet werden. Die Mitglieder einzelnen Sektionen erhalten keine Zuwendungen aus Mitteln Vereins. Keine Person darf durch Ausgaben, die dem Zweck des Vereins fremd sind, oder durch unverhältnismäßig hohe Vergütungen begünstigt werden.

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80 Millionen Deutsche können nicht bergsteigen

www.sektion-alpen.net

Wir können es auch nicht, aber wir versuchen es wenigstens !
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erftwalk
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Re: OEAV: Selbstversorger auf Hütten
Antwort #11 - 25.04.2007 um 18:32:34
 
hasei schrieb am 25.04.2007 um 16:49:33:
Jetzt muß ich mich doch mal mit einmischen:
Der Alpenverein ist zwar ein Verein, aber die Hüttenwirte müssen ja wohl trotzdem nicht gemeinnützig arbeiten und Pacht bezahlen oder?
Das Finanzamt sieht den Alpenverein übrigens nicht als gemeinnützig an. Oder kann hier irgend jemand seinen Beitrag als Spende absetzen hä?
Und bisher wird ja nur von Nichtmitglieder verlangt einen kleinen Beitrag für die Infrastruktur zu zahlen und auch wenn es für das Mitglied später etwas kosten sollte finde ich den Vergleich mit dem Schwarzfahren weder ehrenrührig noch einen Grund sich dafür zu entschuldigen.


Danke Hasei für deine "Hilfe".

Der AV ist schon gemeinnützig. Dass wir unsere Beiträge nicht steuerlich geltend machen können liegt daran, dass wir eine Gegenleistung bekommen oder bekommen könnten. Gäbe es einen Förderverein mit dem Ziel, bestimmte Aufgaben des AV zu unterstützen, könnte man den dann fälligen Beitrag von der Steuer absetzen.

Gruß
Klaus
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Re: OEAV: Selbstversorger auf Hütten
Antwort #12 - 25.04.2007 um 21:56:46
 
Richtig, der AV, bzw. seine Sektionen sind als gemeinnützig anerkannt, deswegen können wir unsere Spenden an die Sektionen absetzen. Den Mitgliedsbeitrag eben aus oben genannten Gründen nicht.

Der von Lampi angesprochene "Wegegroschen" heißt Umweltabgabe oder so ähnlich und wird von Tagesgästen erhoben, soweit ich weiß.

Ich denke auch, dass die Berge nicht den Reichen vorbehalten sein sollten, allerdings finde ich die Idee, von den Selbstversorgern einen kleinen Beitrag zu erheben durchaus sinnvoll. Erinnert mich an das Stopsel- oder Korkgeld an manchen Buschenschenken.

Für viele von uns mag es selbstverständlich sein, dass wir unseren kompletten Abfall wieder mit runternehmen ins Tal - das heißt aber noch lange nicht, dass das alle Selbstversorger so machen! Die Nutzung der Hütteninfrastruktur gegen einen kleinen Obulus - gerne. Dafür sollten die Selbstversorger dann aber auch Geschirr und Besteck für ihre Brotzeit vom Hüttenwirt bekommen, also auch tatsächlich die Infrastruktur nutzen dürfen.

Generell bin ich aber auch der Meinung, dass einige Hütten einfach von Haus aus zu Selbstversorgerhütten zurückgebaut werden sollten, die sich nicht mehr rechnen.
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Re: OEAV: Selbstversorger auf Hütten
Antwort #13 - 27.04.2007 um 10:08:13
 
erftwalk schrieb am 25.04.2007 um 18:32:34:
Dass wir unsere Beiträge nicht steuerlich geltend machen können liegt daran, dass wir eine Gegenleistung bekommen oder bekommen könnten.

*klugscheißein*Stimmt nicht ganz - damit nicht der ein oder andere verzweifelt überlegt, worin denn die Gegenleistung für den Mitgliedsbeitrag liegt: Die Beiträge können wir nicht absetzen, weil § 48 EStDV ausdrücklich bestimmt, daß Mitgliedsbeiträge nicht abgesetzt werden dürfen, wenn Vereinszweck (auch) die Förderung des Sports ist *klugscheißaus*

Zum Thema: Gegen einen Infrastrukturbeitrag ist grundsätzlich nichts zu sagen, vorausgesetzt, die genannten 2,50 Euro sind nur dann zu zahlen, wenn ich dem Wirt wegen Selbstversorgung garnichts, auch keine Getränke abkaufe. Die Zwangsverpflegung beim Wirt finde ich angesichts des Preis-Leistungsverhältnisses auf manchen Hütten zumindest fragwürdig, siehe nordlichtangels Frühstückserfahrung.

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Lisanne
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Re: OEAV: Selbstversorger auf Hütten
Antwort #14 - 27.04.2007 um 12:58:39
 
Zwangsverpflegung kann es nicht sein, denn dann regelt sich Berggehen wirklich nur noch über's Portomonnaie. Aber einen Obulos für die Infrastruktur bei reinen Selbstversorgern sollte schon drin sein und 2,50 sind nun wahrlich nicht zuviel.

Die meisten nehmen ihr Frühstück mit, weil das auf Hütten meistens unverschämt teuer und eher spärlich ist. Abendessen wird meist schon konsumiert. Also ist der Anteil der reinen Selbstversorger wohl eher nicht so hoch. Ich seh jedenfalls nicht sehr viel davon.

Gruss

Lisanne
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