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Das Rheingold (Gelesen: 3947 mal)
Yak
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Um mani padme hum

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Das Rheingold
23.09.2009 um 13:16:14
 
Vor einiger Zeit war Yak gescheitert beim Versuch für seine Liebste ein Edelweiß von der Blümelisalp zu holen.

Auswetzen kann man diese Scharte nur mit etwas Gewaltigerem.
Was liegt da näher als sich auf die Suche nach dem Rheingold zu machen ?
Wo sich das genau befindet weiß das Internet auch nicht zu sagen, wäre ja auch zu leicht, dann hätts ja schon jemand gefunden !  Smiley
Aber Yak hat ja dem Abitur !
Das Rheingold muß sich am Rhein finden, ist doch logisch, vermutlich da wo er herkommt. Das ist irgendwo in der Schweiz. Fahrn wir also einfach mal bis die Strasse nicht mehr weitergeht, so habens sie früher am Klondike auch gemacht.

...

Das ist im Valsertal ganz hinten am Zerfreilastausee. Aber man kann zu Fuß weitergehen. Also machen wir das einfach mal. Verwunderlich, dass Kerstin auch diesmal wieder dabei ist, die letzte Tour war scheints nicht besonders anstrengend...  Zwinkernd

...

Wir gehen bis es dämmrt und erreichen die Länta-Hütte. Der Hüttenwirt ist allein, eine gewisse Ähnlichkeit mit Alberich scheint gegeben, aber er leugnet jede Kenntnis über das Gold. Wir können uns als einzige Gäste das Lager aussuchen. Freundlich ist er schon der Wirt, aber kaum mal zu sehen, er kann sich wohl unsichtbar machen, auch das spricht für Alberich !


...

So leicht kann man uns nicht täuschen, wir gehen einfach weiter ins Tal, dort erhebt sich ein kleiner Muggel, auf den Karten als Rheingoldhorn bezeichnet, vermutlich liegt das Gold auf dem Berggipfel ?


...

Der Weg hinauf ist wie immer eine Mischung aus einfacher Wanderung und totalem Drecksgelände.


...

Man findet aber öfters Ketten am Fels, vermutlich ein ehemaliges Gefangenenlager, hier haben wahrscheinlich die Nibelungen gearbeitet und das Gold abgebaut. Dummerweise ist nichts mehr da, auch wenn sich Kerstin (wie immer) die Taschen voller Steine stopft..  Schockiert

...

Über einen Grat geht es hinauf zum Gipfel.


...

Aber hieß es nicht sowieso aus dem Gold ward ein Ring geschmiedet ? Dann sind wir vielleicht doch falsch ?
Besser ists wir gehen noch mal zurück und legen dem Hüttenwirt Daumenschrauben an !



...

Klar, der Rückweg geht nicht gerade schnell von der Hand, wir kommen um 7 wieder an der Hütte an, waren 12 Stunden auf der Suche nach dem Gold und haben nichts erreicht.
Aber Alberich gibt unserem Drängen nach und gesteht dass es einen Ring gibt ! Hoch oben soll er sein, auf einem Gipfel namens Zerfreiahorn. Das macht Sinn, Freia war doch die Göttin der ewigen Jugend die von den Riesen mitgenommen wurde weil die Götter die Zeche nicht bezahlen konnten. Vielleicht finden wir die gleich auch noch !?
Scheint also eine lohnenswerte Tour zu werden, Ring der Macht, Gold, ewige Jugend, da kann man schon auch mal ein paar Höhenmeter für runterreißen !?
Seltsam nur : Ein Seil sollen wir mitnehmen um es durch den Ring hindurchzustecken. Wozu soll das gut sein ? Aber wir tun mal lieber wie geheißen, vielleicht um die Riesen zu fesseln oder so....


...

Früh am morgen brechen wir auf, frohen Mutes heute den Ring der Nibelungen zu finden !


...

Mit Spiegeleien versucht man uns zu narren, aber wir sind wild entschlossen !



...

Felsiger wird es..


...

Und steiler...



...

Wie soll man hier einen kleinen Ring finden ?


...

Irgendwann sind wir oben am Gipfel und haben keine Ahnung wo der Ring des Nibelungen sich versteckt.



...

Aber im Abstieg, auf einmal sehen wir ihn. Nur leider ist er festgeschraubt. Dafür ist es also gedacht das Seil. Wir ziehen es hindurch und werfen uns herein mit aller Kraft !

...

Trotzdem will es nicht gelingen den Ring aus dem Berg zu reißen..


...

Frustriert treten wir den Rückweg an und erreichen "bald" wieder den See.

...

Erneut sind wir gescheitert. Ein Blick zurück offenbart wie nah wir dem Triumph waren. Dort oben ist der Ring, aber wir waren zu leicht, zu schwach um ihn an uns zu nehmen.
Warum auch machen wir eine solche Tour ohne gewichtige Begleitung ? Wäre Climby bei uns gewesen hätten wir den Ring sicher aus dem Fels reißen können.

Wir hätten uns besser vorbereiten sollen  Smiley


So bleibt uns nichts, kein Ring, kein Gold, nur wunde Füße  Traurig

Mögen andere nach uns mit besserer Ausrüstung mehr Glück haben und dem Berg diesen Ring entreissen.
Oder sollen wir das doch lieber keinem wünschen ?  Augenrollen


Fazit : Gut genutzte Zeit. Die Gegend ist zwar eher Skitourengeeignet weil es arg viel Schutt hat, aber das Rheinwaldhorn ist eine große, klassische Hochtour, nicht ganz trivial durch teils rutschigen Schutt und instabilen Fels.
Das Zerfreilahorn ist ein grandioser Kletterberg auf den massig Routen führen, von II - X, wir haben natürlich die einfachste genommen, das war eine schöne Kletterei ohne großes Grausen, an den kniffligsten Stellen sind Bohrhaken zum sichern und abseilen.
Der (ausgesprochen nette) Hüttenwirt hat uns eine selbstgemachte Skizze vom Zustieg mitgegeben, ohne ists nicht ganz einfach zu finden, daher diese hier mal eingefügt :
http://www.sektion-alpen.net/images/yak/zerveilahorn.pdf

Wir kommen vielleicht noch mal wieder fürs Güferhorn oder zum klettern, dafür gibt es dort wirklich sehr viele Möglichkeiten, nicht nur am Zerfreilahorn.
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« Zuletzt geändert: 23.09.2009 um 13:46:33 von Yak »  

80 Millionen Deutsche können nicht bergsteigen

www.sektion-alpen.net

Wir können es auch nicht, aber wir versuchen es wenigstens !
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Bergfan62
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Re: Das Rheingold
Antwort #1 - 24.09.2009 um 13:14:32
 
Tolle Fotos - da sind echt ein paar Kanditaten für den Fotokalender dabei! Unbedingt einreichen!!!
Gruß Birgit
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"Wenn nichts mehr läuft, dann lauf nicht auch noch weg!" Jürgen Linsenmeier
 
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Ulli
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Re: Das Rheingold
Antwort #2 - 24.09.2009 um 17:38:25
 
Ich schließ mich definitiv an: tolle Fotos (und natürlich klasse Text *grins*)!

Nur die Suche war äußerst stümperhaft: Rheingold gibts entweder wagnerianisch in der Oper oder eletropopmäßig im Plattenladen Zwinkernd

Und: Lasst mir ja nie den Climby an den Ring!!!!!!!

LG, Ulli
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Kempfer
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Kein Weg ist zu lang mit
einem Freund an der Seite

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Einbeck, Heimat des Bockbieres
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Re: Das Rheingold
Antwort #3 - 24.09.2009 um 17:51:06
 
Das ist ja unglaublich, mit wieviel Energie diese jungen Leute den vergänglichen Dingen nachjagen.
Da hätte ich noch eine Idee, wo das Gold liegen könnten...
auf dem Grunde des Zerfreilastausees, vieleicht unentschlossen
Na da bin ich mal gespannt, wann die Sauerstofflaschen mitgenommen werden und die Schwimmflossen. Ohne diese Dinge gehts wohl genau so aus, wie heuer  Augenrollen
Aber herzerfrischend zu lesen. Mal wieder super gemacht Smiley
Smiley
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Leben heißt kämpfen, drum kämpfe und lebe und lass dich zu Boden nicht ringen!
 
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hawkeye
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Der mit dem süssen schwarzen
Vogel

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Re: Das Rheingold
Antwort #4 - 24.09.2009 um 18:46:44
 
Ulli schrieb am 24.09.2009 um 17:38:25:
Und: Lasst mir ja nie den Climby an den Ring!!!!!!!


Na abwarten...
das ist die übernachste Stufe.
Zwengs kontinuierlicher Steigerung der Belastung bin ich der Nächste.  Grinsend
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datschigs Grüssle
 
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mali
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Auch Ehrlichkeit ist keine
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Re: Das Rheingold
Antwort #5 - 24.09.2009 um 21:31:39
 
Glückwunsch auch von mir Zwinkernd. Aber bei dem Part mit den kostbaren Ringen in der Wand, hast entweder Du noch Naschulungsbedarf, oder meine Heldenhaftigkeit, der die Ringe, sofern sie fest in der Wand verankert sind, den Abstieg dann doch immer erheblich erleichtern Zwinkernd
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hasei
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Der Weg ist das Ziel

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Re: Das Rheingold
Antwort #6 - 25.09.2009 um 16:12:55
 
Unser Yakerl ist schon wirklich sein Geld Gold wert Grinsend

Von der Tour hast mir aber wieder nix erzählt Ärgerlich
Mit mir willst ja lieber die Klassiker, wo jeder rauf läuft, aber wenns ums Gold geht kann ich daheim blieben Zwinkernd

hasei
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Yak
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Um mani padme hum

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Nepal und Tibet
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Re: Das Rheingold
Antwort #7 - 27.09.2009 um 10:10:56
 
hasei schrieb am 25.09.2009 um 16:12:55:
wenns ums Gold geht kann ich daheim blieben Zwinkernd

hasei


Mein lieber hagei von Tronje...
Bei Gold hört die Freundschaft auf, nicht dass ich dann irgendwo liege, mit einem Speer im Rücken... Zwinkernd

Yakfried von Xanten...
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