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Die Rückkehr des Sommers (Wallis Teil 2) (Gelesen: 8053 mal)
hawkeye
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Der mit dem süssen schwarzen
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Die Rückkehr des Sommers (Wallis Teil 2)
25.07.2007 um 22:08:10
 
Nachdem es mit der versprochenen Wetterbesserung ernst wurde, brauchte es also noch geeignete Berge.
So verschwinden wir zum Entsetzen des Wirts von der Chanrionhütte und machen uns morgens auf den Rückweg zum Auto.
Also erst mal 200 Hm Gegenanstieg zum Col de Tsofereit und dann am See entlang zum Auto.
Dann fährt man erst mal 30 km aus dem Tal raus, um ins nächst wieder 30 km rein zu fahren.
Die Staumauer an Grande Dixence erschlägt uns fast mit ihrer Wucht.
Immerhin war das Teil als es gebaut war, die höchste Staumauer der Welt.
Trödeln is nich, um halb sieben gibts auf der Hütte Abendessen und der Zustieg soll vier schweizer Stunden dauern. Da hüpfen wir gleich mal in die Seilbahn und lassen uns zur Staumauerkrone fahren, sonst gibts nix mehr.
Wieder gehts zwei Stunden am See entlang... fast ohne einen Höhenmeter zu gewinnen.
Dafür tumeln sich neben dem Weg viel Murmeltiere, die an Touristen gewöhnt sind. Erstaunlich spät verschwinden sie in die blühenden Wiesen.
Am Seeende gehts steil auf einen Moränenrücken und der Weg ist nicht so einfach zu finden. 
In einem weiten Bogen um den Tete Noire sind wir pünktlich zum Abendessen auf der Hütte.


Morgen soll es über die Westflanke und den SW-Grat auf den Mont Blanc de Cheilon gehen. Frühstück gibts um fünf, also eine ganz normale Zeit.
Über den Glacier de Cheilon erreichen wir nach etwa einer Stunde den gleichnamigen Col.

...


Morgenstimmung bei der Hütte; im Hintergrund der Col de Cheilon


Dort kann man erst mal die Steigeisen auf den Rucksack schnallen.Weiter gehts zum Gratfuss und rechts um den ersten Turm herum.

...

Am Gatbeginn, rechts wieder der Col


...

Der erste Turm


Dem Blockgrat folgend gelangen wir in netter Kletterei ( meist 1 und Stellen 2) bis auf ca. 3500 m. Dort gehts im Firn weiter.
Durch den Schneefall in den letzten Tagen sind die Spalten alle gut zu.
Nur die Randspalte nach dem Steilstück ( ca.40 °) ist mit einem Schritt zu überwinden.

...

Am Grat


...

Wieder im Firn


...

Vor uns die Steilstufe und der Gipfelgrat


Bei 3780 m trifft man auf den felsigen SSW-Grat.
Der führt meist recht schmal und luftig bis unter den Gipfelklapf.
Der Pickel in der Rechten stochert schon mal ins Leere  Schockiert

...

Am Beginn des Gipfelgrats


...

...und mitten drin


Am Grat gehen wir seilfrei, es ist eine gute Spur vorhanden. Aber ein Fehltritt hätte fatale Folgen.

Die letzten Meter sind nochmal eine Kletterstelle. Nur die Steigeisen sind sind im Fels etwas ungewohnt und der Vogel verlangt nach dem Seil.

...

Dohle am Gipel


...

... und ich natürlich auch


Scheinbar sind wir nicht die einzigen Entzückten
...


Wir steigen bis etwa 3400m am Grat ab, wo wir ihn durch eine kurze, steile Rinne nach Westen auf den Glacier du Gietro verlassen können.
Über diesen gehts zurück zum Col und zur Hütte.

Nachdem da ja noch mehr Berge rumstehen, gehen wir am nächsten Tag noch auf La Luette.
Das ist eine problemlose Tour, die sich auch zur Akklimatisation eignet.

...


Von der Hütte gehts östlich auf den Glacier de la Luette und über die Ostflanke zum Gipfel.
Leider kühlte es in dieser Nacht nicht richtig ab, so dass es mehr eine Schneewühlerei war... jedenfalls für Schwergewichte wie mich  Augenrollen
Schon wieder dieser Urlaubsstress wegen der Helden der Berge-Nummer
Da versinkt man bei jedem zweiten Schritt bis fast ans Knie Smiley
Und natürlich hat man eine moderne Hose mit verstellbarem Beinabschluss, aber wie sagte die Frau Lehrerin in Ausrede Nr. 8 ? "Gamaschen brauch ma gwiiiiss net!"
Na gut, gibts halt nasse Strümpfe und Füsse.


http://www.sektion-alpen.net/images/Touren2007/hawkeye/mbc13.jpg[


Da lässt mann sich dann schon mal zum Gipfel ziehen  Grinsend Grinsend

Im Hintergrund der Mont Blanc de Cheilon; unsere Route führt unten über den Felsgrat rechts der Bildmitte, dann auf dem Gletscher zum Beginn des Gipfelgrats


...

Das Ergebnis vom Stiefel ausleeren. Grinsend

Ich grab meine Bundhose wieder aus  Zunge


Da die Tour zur Luette nicht so lang ist, steigen wir nach ausgiebiger Mittagspause noch den Tete Noire auf den Tete, auch wenns nur 70 Hm sind.
Sonst wirds nix mit dem Helden Smiley
Nein, ich wünsche immer noch keine Psychoanalyse  Smiley

Ich wünsche mir eher eine Dusche, als wir wieder am Auto sind.
Und die gibts am Campingplatz in Zinal.
Warum nicht gleich im Tal?
Das erfahrt ihr in Teil 3... Zunge
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« Zuletzt geändert: 25.07.2007 um 22:25:45 von hawkeye »  

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hawkeye
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Re: Die Rückkehr des Sommers (Wallis Teil 2)
Antwort #1 - 25.07.2007 um 22:11:33
 
Für Interessierte....

Für den Zugang zur Cab. des Dix sollte man ab Parkplatz sechs Stunden veranschlagen, dann hat man auch was von der Landschaft und den Mankeis, die sich dort tummeln.
Es gibt noch einen anderen Zustieg ab Arosa, der ist zwar kürzer, aber schwieriger.

Wer nicht klettern mag, kann auch vom Col de Cheilon unter die Nordwand der Ruinette queren und den Normalweg gehen; wers etwas schärfer möchte, kann durch eine Firn- bzw. Eisflanke (dürfte nach meiner Einschätzung so 50 ° haben) zunächst den Schneedom ersteigen und von dort grob westlich zum Gipfelgrat gelangen.

Die Hütte ist sehr gut geführt, wir fühlten uns dort richtig wohl.
Für seine 55 Stutz bekommt man bei der auf SAC-Hütten üblichen Halbpension wirklich viel geboten, vor allem wenn man die Lage der Hütte auf 2928 m und die ausschliessliche Versorgung mit Hubschrauber bedenkt.

Führer: SAC Wallis Band 2 oder Plaisir Alpin
Karte: SLK 1346 Chanrion
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Re: Die Rückkehr des Sommers (Wallis Teil 2)
Antwort #2 - 26.07.2007 um 10:07:02
 
hawkeye schrieb am 25.07.2007 um 22:11:33:
Für Interessierte....

Es gibt noch einen anderen Zustieg ab Arosa, der ist zwar kürzer, aber schwieriger.


Klugscheiss an

Arolla heißt das Kaff. Man stellt sein Auto am schwindligen Lift in Arolla ab und geht zum Col de Chèvres und nun über lustige Leitern auf den Gletscher von dort noch 1,5 Stunden bis zur Hütte. Gesamter Zustieg ca. 4 Stunden.

Klugscheiß aus

Ist übrigens auch ein geniales Skitourengebiet, wo ich immer schon mal hin wollte. Prima, dass ihr es vor  mir erkundet habt. Sieht ja wirklich so schön aus, wie ich gehofft habe. Da habt ihr es ja nach dem Regen wirklich noch prima angetroffen.

Gruss

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hawkeye
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Re: Die Rückkehr des Sommers (Wallis Teil 2)
Antwort #3 - 26.07.2007 um 11:54:52
 
Ok, das kommt davon wenn man den Abend damit verbringt der werten Sektion einen
Text zu schreiben.   Zwinkernd
Hab wohl die Hände verwechselt, wenn ich da auf die Tasten schau  Grinsend
Nächstens mach ich das nachmittags.

Also wirklich nix mit Arosa... es sei denn jemand will seinen Urlaub mit dem Hüttenzustieg verbringen.  Augenrollen
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« Zuletzt geändert: 26.07.2007 um 13:10:56 von hawkeye »  

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Re: Die Rückkehr des Sommers (Wallis Teil 2)
Antwort #4 - 26.07.2007 um 12:44:18
 
hawkeye schrieb am 26.07.2007 um 11:54:52:
Also wirklich nix mit Arolla... es sei denn jemand will seinen Urlaub mit dem Hüttenzustieg verbringen.  Augenrollen


Werner, ich bin entsetzt. 4 Stunden ist für einen Westalpenzustieg normal. Wenn ich das gesagt hätte wäre das ja nicht anders zu erwarten gewesen, aber du? 

Hihi,  ihr werdet alle älter.

Gruss

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Warum benutzen wir Seilbahnen? Weil sie da sind. Sagte Sogar Walter Pause.
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Re: Die Rückkehr des Sommers (Wallis Teil 2)
Antwort #5 - 26.07.2007 um 16:33:04
 
Lisanne schrieb am 26.07.2007 um 12:44:18:
Warum benutzen wir Seilbahnen? Weil sie da sind. Sagte Sogar Walter Pause.

Jo, das habe ich auch gelesen aber dadurch wird die Aussage IMHO nicht richtiger. Eigentlich erstaunlich dass weder hier noch in der DAV-comm ein Thread zu dem aus meiner Sicht hochpeinlichen Panorama-Artikel eröffnet wird. (Sonst wird doch immer genüßlich das Blatt und seine Beilagen zerfleischt... wo ist eigentlich lampi?  Grinsend) Ich habe da mal ein entsprechendes Thema eröffnet.

Ontopic: Schöner Bericht, will da auch noch mal hin. War jemand schon mal auf der Ruinette?

Gruß, Martin
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Re: Die Rückkehr des Sommers (Wallis Teil 2)
Antwort #6 - 26.07.2007 um 16:41:44
 
Hach die Ruinette.... gewollt hätten wir schon, aber die fiel ja dem Winter zum Opfer.
Ist ja nur ein Tal weiter und muss interessant sein.
Nach dem was ich gelesen habe, wohl so wie der Cheilon aber mehr Kletterei.
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Re: Die Rückkehr des Sommers (Wallis Teil 2)
Antwort #7 - 26.07.2007 um 17:18:12
 
Also wirklich, beide Berichte dermasn guad. I bin ned grad darniedergebrochen vor lachn, sondern a weil i doch midwoid.
Drecksboss verd.... Sklaventreiber Zwinkernd

Do hat des grad einepaßt: hawkeye schrieb am 26.07.2007 um 11:54:52:
Also wirklich nix mit Arosa... es sei denn jemand will seinen Urlaub mit dem Hüttenzustieg verbringen.  Augenrollen

Smiley

Ach ja und um hierzu noch was zu schreiben:
Lisanne schrieb am 26.07.2007 um 12:44:18:
Warum benutzen wir Seilbahnen? Weil sie da sind. Sagte Sogar Walter Pause.

Warum haben Jörg und ich letzens euren gesamten Alkoholvorrat vernichtet hä?

Weil er da war Grinsend

Ändern trotzdem nichts. Der 3. Teil des Berichts muß her Cool

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Re: Die Rückkehr des Sommers (Wallis Teil 2)
Antwort #8 - 26.07.2007 um 17:29:34
 
hawkeye schrieb am 25.07.2007 um 22:08:10:
Sonst wirds nix mit dem Helden Smiley

Na also, geht doch.
Ein Kampf wider die Lisannisierung !  Grinsend
Ich bin stolz auf euch !
Toller Bericht und WAHNSINNS-Bilder.
Wieso hock ICH im Büro ?  Ärgerlich
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Wir können es auch nicht, aber wir versuchen es wenigstens !
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Re: Die Rückkehr des Sommers (Wallis Teil 2)
Antwort #9 - 26.07.2007 um 17:34:38
 
hasei schrieb am 26.07.2007 um 17:18:12:
Warum haben Jörg und ich letzens euren gesamten Alkoholvorrat vernichtet hä?

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Sag ich doch - trotzdem habt ihr ne dicke Rübe am nächsten Tag gehabt -

- und ob Teil III her muß. Ich will schließlich auch noch in die Gegend, aber wahrscheinlich mit den Brettern.

Yak@  ja wieso hockst du eigentlich ständig im Büro  -  du ersaust dir noch das ganze Leben damit. Wenn das so weiter geht brauchst du demnächst noch ne Sänfte, da reicht ne Seilbahn schon nicht mehr.

Gruss

Lisanne



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