George schrieb am 06.09.2007 um 16:18:36:usw.
Wenn gewisse Personen meinen, dass hohe Berge erst ab 3500 Metern bei ihnen anfangen (vermutlich nur in den Alpen) und diese dann bereits aus welchen Gründen auch immer bei über 3000 Metern "loslegen" (um Berge "wegzubügeln"), dann genügt das doch, wenn die paar Meter mit 0,5 gewichtet werden. Einen zusätzlichen Malus-Faktor möchte ich bei dieser Interpretationssicht nicht einführen.
In Europa befinden sich Berge mit einer Gipfelhöhe von 3500 Metern und mehr hauptsächlich in den Alpen! Es liegt also nahe, daß diese Berge bestiegen werden. Man sollte auch nicht die Benutzung von hoch gelegenen Ausgangspunkten pauschal defamieren. Was kann der Bergsteiger, respektive Alpinist, dafür, daß eine Sektion eines Alpenvereins (SAC, CAI, etc.) ihre Hütte auf einer solchen Höhe gebaut haben.
Zum Thema "wegbügeln" ist anzumerken, daß es sich hierbei um den umgangssprachlichen Ausrduck für das Besteigen eines Berges handelt, welcher sich im Sprachgebrauch der SAN etabliert hat. Dies hätte dem Autor des zitierten Threads aufgrund seiner langjährigen Zugehörigkeit zum Forum der SAN bekannt sein müssen.
Jeder betreibt seinen Bergsport nach seiner Vorstellung. So ist auch die Benutzung von Aufstiegshilfen (Seilbahn, etc.) legitim. Mit Aufstiegshilfen erreicht man erfahrungsgemäß einen höheren Ausgangspunkt als bei einer Besteigung vom Tal aus. Die Wahl der "Mittel" bleibt jedem selber überlassen.
Es sollte von jedem selbständigen Bergsteiger / Alpinisten als sehr anmaßend empfunden werden, wenn sich über Leistungen "gewisser Personen" in einer Art und Weise geäußert wird, als wenn man die alleinige Entscheidungshoheit über die Definition vom "wahrem Bergsteigen / Alpinismus" hätte. Eine solche Anmaßung erlaubt sich noch nicht einmal die UIAA.
Es soll sogar Personen geben, welche sich zur Besteigung eines Berges einen Bergführer engagieren oder an einer Sektionstour, unter Führung eines Tourenleiters, teilnehmen. Sollte man diesen "Personen" etwa das Recht auf die Ausübung des Bergsportes in Frage stellen? Wenn von hiesiger Seite aus der zitierte Autor richtig verstanden worden ist, müßte dies der Fall sein. Zumindest muß davon ausgegangen werden, daß der zitierte Autor dieser Meinung sein könnte.
Dem zitierten Autor sei mit auf dem Weg gegeben, daß er nach hiesiger Meinung den Sinn und Hintergrund des Threads nicht vollumfänglich erfasst hat. Oder geht er zum Lachen in den Keller?
Eine Antwort auf die vorgenannte Frage wird nicht erwartet. Für den Fall, daß der zitierte Autor seinen Beitrag als Satire verstanden haben möchte, wird ihm anheimgestellt, darauf zu achten, daß man Satire "können" muß.
Gruß
Jörg
Staatl. geprft. Berg- und Skiführer