So, nun haben wir die erste Ein-Mann-SAN-Monatstour

Oder ist das eine neue Marke - die Single-Monatstour

?
Egal - schön wars, trotz des wechselhaften Wetters. Aufstieg am Samstag nachmittag vom Parkplatz Kaiserhütte - am Anfang extrem dampfig. Auch später führte der Weg weitgehend durch Nebel, und der Boden war durch die Niederschläge der vergangenen Tage - nun ja, etwas glitschig.
Die Hütte war auch erst zu sehen als ich direkt davor stand. Ist aber sehr zu empfehlen ! Frisch renoviert, seit diesem Jahr neue Pächter (Posting unter Hüttenlob folgt). Nach dem Abendessen dann noch mal aufgerafft und zum Schafreuter aufgebrochen - ein Gipfel muss schon sein. Und siehe da: kaum 100 m über der Hütte lockert sich der Nebel, ab 2.000 Metern scheint die Sonne durch - am Gipfel (2.100 m) schönste Abendsonne. Gegenüber am Karwendelkamm spitzen auch ein paar Gipfel raus - müssen die Karwendelspitzen sein. Ätsch an alle da unten im Grau !!!
Nächster Morgen: Um kurz nach 5 Uhr mal kurz aus dem Fenster geschaut - Morgensonne. Um 6:15 Uhr aufgestanden - rundum Nebel. 7 Uhr Frühstück - wieder freie Blicklücken. So geht es den ganzen Tag weiter - mal Nebelfetzen, mal dichte Suppe, mal kurze Sonneneinlagen, das ist das Programm für den ganzen Kamm von der Tölzer Hütte bis zum Plumsjoch. Auf dem Gipfel des Kompar kommt noch ein Hagelschauer dazu - ich wollte grade Brotzeit machen

Irgendwie hatte das Wetter was gegen mich - oder warum sonst musste es mich auf dem Abstieg ins Engtal noch kräftig duschen ? Zum Glück hat mich ein Stück nach dem Eintreffen an der Straße ein Paar aus Dresden mitgenommen - der Bus wäre erst knapp zwei Stunden später gefahren, Einkehrmöglichkeit gabs keine und es regnete in Strömen... Wie zum Hohn zeigte sich dann auf der Rückfahrt ab Lengries die Sonne.
Fazit - eine ganz tolle Tour (danke an Gisela für den Tipp), trotz Wolken mit schönen Ausblicken (was wäre das erst bei schönem Wetter gewesen...) ung gaaanz viel Einsamkeit. Eine richtige Renntier-Tour

Fotos folgen !