Hallo,
dann will ich auch mal einen kurzen Erlebnisbericht von einer fast-alleinen, trotzdem nicht einsamen August-Monatstour abliefern (Fotos werden nachgereicht - ich hatte selbst meinen Apparat vergessen

); immerhin hatten sich mit Walter, Elke und Felix drei auswärtige Gäste eingefunden.
Die Gewitterfront war pünktlich, sie war schnell über Nacht durch, und sie hatte sich bis 9:00 Uhr verzogen; also konnte es ein schöner Tag werden. Bei wolkigem Himmel sind wir in den "Lehner Wasserfall" eingestiegen, aber schon eine Stunde später war mehr Blau als Weiß am Himmel, und das hielt sich dann auch bis zum Abend, klare Luft und angenehme Temperaturen, trockener fester Fels - kurzum: es wurde ein genialer Tag!
Nur ganz wenige Stellen im "Lehner Wasserfall"-KS waren noch feucht, aber irrelevant. Wir hatten den Steig fast für uns allein und turnten gemütlich hinauf und quer und weiter rauf, bis wir am Überhang eine Familie einholten. Die haben uns dann den Überhang machen lassen (den lass ich mir jetzt nicht mehr nehmen) und uns vermutlich als Anschauungsobjekte für die eigenen Versuche genutzt. Nach - ups - 28:30 Min. waren wir am Ausstieg, ohne gehetzt zu haben.
Nach kurzer Pause gings nach Umhausen, aber nicht zum Ötzidorf (3 Euronen Parkgebühr

!), sondern in Erinnerung an die Erstbesteigung und Dokumentation für den Schall-Verlag im Mai nutzten wir die Fahrstraße zum "Stuiböbele" und parkten dort, unter Hinweis auf das damalige Angebot und dem Versprechen dort die Mittagspause zu verbringen

. Von da sind es nur noch ein paar Meter zum Einstieg des KS mit einer ersten Seilbrücke - inzwischen eingezäunt und mit entsprechenden Warnschildern versehen, damit nicht noch mehr Kinder oder Erwachsene in Ballerinas oder Flipflops das als Abenteuerspielplatz missverstehen und ungesichert dadrüber stolpern (was hab ich da in den letzten 14 Tagen für haarsträubende Aktionen gesehen

). Dieser Klettersteig ist sehr familienfreundlich eingerichtet und ausgestattet und endet nach ca. 40 Minuten unter/neben der obersten Aussichts-Plattform an der Wasserfall-Abbruchkante, meist durch die Gischt gut gekühlt und befeuchtet. Da hinüber führt eine Dreiseilbrücke - der finale Adrenalinstoß und eine kostenlose Kaltwasserdusche dazu. Bis dorthin waren wir auch hier die einzigen Besteiger.
Abstieg über den Panaromaweg und Mittagspause im Stuiböbele - das Heidelbeeromelett und manch anderes ist besonderes zu empfehlen.
Nach ausgiebiger Pause gings dann gegen 15:30 Uhr raus aus dem Ötztal hinüber ins Pitztal nach Arzl, wo der Steinwand-KS am Burgstall noch dran glauben sollte. Dieser Steig wird wohl nie die Attraktivität anderer Steige in der Umgebung erreichen - zu kurz, im Zustieg und in der Einstiegswand immer feucht und erdig und schmierig (Nordseite - nie Sonne; wann soll da was trocknen?). Trotzdem sind die beiden Varianten (die schwere ist inzwischen zurecht auf D+ aufgewertet worden) je für sich interessante Führen. Elke und Walter turnten in Rekordzeit durch die schwere Variante, Felix und ich begnügten uns mit der leichten, einer steilen Rampe (B/C), die kurz hinter einer 8-10 m hohen senkrechten Leiter ausläuft. Elke und Felix ließen es sich nicht nehmen, die leichte Variante auch wieder abzuklettern.
Ausklingen ließen wir den Tag bis 19:00 Uhr (also noch bei Tageslicht

) im Eiscafé in Oetz - köstlig!

Uli
So sah es im Ötztal nach dem erfolgreichen Lehner-Wasserfall-KS aus (ein herzliches

an Walter fürs Zur-Verfügung-Stellen der Bilder!!!):