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Sonnigpass (Gelesen: 1977 mal)
mapleger
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Sonnigpass
10.10.2010 um 13:24:11
 
Nach dem Rother Klettersteigatlas habe ich den Sonnigpass (Ferrata di Lago) begangen und möchte nun - etwas verspätet - darüber berichten.
Die Route lautete: Zwischbergen (1359) - Andollapass (2418) - Rif. Andolla (2052) - Klettersteig zum Sonnigpass (3147) - Almageller Hütte (2894).
Das von Lukas Escher geführte Lager und Restaurant in Zwischbergen ist wirklich urig und gemütlich. Den Käse macht er selber; ein Besuch lohnt sich auch für Hobby-Senner. Ich hatte mit dem Zug und Postauto aus D eine lange Anreise hinter mir und bin von Gondo glücklicherweise per Anhalter nach Zwischbergen mitgenommen worden, denn der nchste Tag sollte anstrengend werden, das wusste ich schon. Lukas hatte etwas Bedenken gehabt und sichergestellt, dass der Wirt der Almageller Hütte mich (allein) missen würde.
Bin am nächsten Morgen um sechs aufgebrochen, im Eilschritt an der Jungualp vorbei auf den Andollapass, auf der italienichen Seite runter zur Andollahütte. Eine kleine Rast, dann weiter. Der Weg bis zum Einstig in den Klettersteig zog sich lang hin - teils auch einer Wegmarkierung in italienischer Manier zu danken. Einstieg musste über ein steiles Schneefeld begangen werden gegen 15 Uhr. Sehr schöner Klettersteig, der aber leider nur wenig mehr als eine Stunde ausmachte. Er ist recht naturbelassen - keiner derer, an denen man mit Sicherheit nie den Fels anfassen muss. In CH-IT Kooperation wird er 1x jährlich gewartet. Mit Überschreitung der Sonnigpasses ließ ich auch den vom Mittelmeer hochgedrückten Nebel hinter mir und das Täschhorn begrüßte mich quasi auf Augehähe am Horizont. Der Abstieg zur Almagellerhütte zog sich über Schneefelder, Gletscherbäche und vom Eis blank polierten Fels. Letztlich war ich erst nach knapp 12 Stunden angekommen und ziemlich KO.
Für die fitteren unter Euch könnte man daran dann die Weismieß Überschreitung auf ihrer klassischen Route am nächsten Tag anschließen. Ich aber ging ins Tal nach Saas Almagell um nach Zermatt zu fahren und auf meine geführte Gruppe für die Haute Route du Valais zu stoßen.
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