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Schärtchen-Weg Teil 3 (Gelesen: 1885 mal)
Lamл[tm]
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Schärtchen-Weg Teil 3
11.08.2005 um 14:49:26
 
Heute geht es auf den eignetlichen zentralen Bocchette-Weg. Bereits am frühen Morgen ist es warm. Die Markierung von den Ausmaßen eines deutschen Autobahnwegweisers ist nicht zu übersehen. Der Abschnitt ist einem gewissen Benini gewidmet und nach diesem benannt.

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Nach einigen Metern Anstieg geht es los: Fast  durchgehend Drahtseile.


Vielfach unnötig, aber manchmal hätte man sich auch dort ein paar Seile gewünscht, wo keine waren.

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Blick zurück


Wir sind fast 3000 Meter hoch, aber es ist alles SE-seitig und brüllend heiß. Solange die Sonne scheint.
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Der kümmerliche Rest des Hängegletschers auf der Cima Brenta - immer noch beeindruckend. Aber denen, die dort aufgewachsen sind, kommen die Tränen angesichts der Erinnerungen an den einst wilden Eisfall.


Die Nah- Fern- und Tiefblicke sind einmalig.
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Die Rinne sieht hier so flach aus. Von der Seite betrachtet ist sie es nicht mehr ganz. Dennoch rutschten hier vor noch 10 Jahren ganze Heerscharen von Bergsteigern rauf und runter. Mittlerweile gibt es aber ein paar ziemlich fiese Unterbrechungsstellen, die einen Einzelabstieg erforderlich machen, will man nicht den Vorausrutschenden erschlagen. Seitdem ist hier niemand mehr unterwegs - außer im Winter ein paar ziemlich krasse Skifahrer.


Bereits gegen 11 erreichen wir die Bocca Tuckett. Weil es so schön ist, hängen wir noch eine Etappe an. Die Alimonta-Hütte liegt schöner, ist schöner und vor allem auch 300 Meter höher als die Tuckett-Hütte.
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Das Leben bricht sich überall Bahn


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Auf und nieder immer wieder...


...bis sich meine Schuhe in Wohlgefallen auflösen. Deshalb verzichte ich auf den Aufstieg zur Cima Brenta. Traurig Traurig Traurig Traurig Traurig
Meine Freunde kommen auch erstaunlich schnell zurück. Bis dorthin sind sie gekommen:
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Hier war umkehren angesagt.


Die Cima Brenta ist so warm geworden, dass das Gipfelschneefeld geschmolzen ist. Es ist dabei ein Vorgipfel "entstanden" (besser: ausgeapert), von dem aus man nur durch übelsten Bruch etwa 6-8 Meter im dritten oder vierten Grad auf den (zum Greifen nahen) Hauptgipel kommt. Die Ortskundigen hatten Kletterschuhe dabei. Micha und Richi wussten das nicht, sonst hätten sie zumindest das Seil und ein Paar Keilie und Schlingen mit genommen. Eine Fünferseilschaft sicherte den Vorsteiger, indem sich links und rechts je zwei Leute einige Meter tief in die Rinne hängten.
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Ein Stück weiter am Weg, kommt man an der o.g.Rinne vorbei.


im Schatten merkt man doch die Höhe. Man denkt, der Schweiß gefriert am Rücken und auf den Beinen. Aber das dauert ja nur einige Minuten.
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Das ist dann mein höchster Punkt, 3004 Meter, an Sonne und Licht.


Von hier aus geht es etwa 500 Meter nach unten. Alles über Leitern. Mit meinen halb auseinander gefallenen Latschen bleibe ich "alleferzlang" hängen, so dass mein Klettersteigest immer zum Einsatz kommt, zum Glück aber nur einmal belastet wird.
Eine halbe Stunde bzw. drei Bier nach Micha und Richi erreiche ich die Hütte. Die kurz hinter dem Aufstieg zum Gipfel überholte Familie mit einem sieben(!!!)jährigen Buben folgt in wenigen Minuten. (Dies zur Diskussion, wen man wohin mit nehmen darf.
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Wunderschöner Ort


Die (private) Hütte ist rundum zu empfehlen. Essen lecker (wenn auch für mich (der beim Wandern unterwegs einklich nichts isst) immer noch nicht genug, für viele aber zu viel), Einrichtung modern, sauber und trotz Enge angenehm, Betten keine der in .it so verbreiteten "Hängematten". Einziges Manko: Übernachtung 14 Oiro 50!!! Eine Duschmarke habe ich mir auch geleistet-wie es in dem verkarsteten Gebiet möglich ist, Duschen und sogar fürs "kleine Geschäft" Wasserspülung anzubieten, verstehe ich nicht.
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« Zuletzt geändert: 11.08.2005 um 15:10:24 von Lamл[tm] »  

Liebe Grüße von Lamл[tm]-Nur echt mit dem Pi und cw-Wert > 0,3
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Lisanne
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Re: Schärtchen-Weg Teil 3
Antwort #1 - 12.08.2005 um 13:20:48
 
Hallo Lampi,

danke, dass es in dieser öden Ferienzeit, wo alle Leute in Urlaub sind,  noch was Anständiges zu lesen gibt.

Ich glaub, ich muß das nächstes Jahr auch mal machen. Piekt mir schon lange in den Augen.

Weiterhin gutes Gelingen

Gruss

Lisanne
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