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Goldener November an der Mulde ... (Gelesen: 1347 mal)
Lamл[tm]
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Goldener November an der Mulde ...
08.11.2009 um 01:19:10
 
... und ein bitterböses Erwachen

Nachdem mich die Arbeit bis tief in die Nacht behalten hatte, musste die ursprünglich geplante Fahrt in die Sächsische Schweiz leider ausfallen. Erst um 12:15 komme ich von Leipzig weg. Weniger als eine halbe Stunde später steige ich in Grimma wieder aus. Ein wunderschönes kleines Städtchen mitten im Outback, wer mal ein Auto mit Kennzeichen "M(utti)T(ut)L(enken)" sieht, das kommt sehr wahrscheinlich aus der Kreisstadt des Muldentalkreises. Für norddeutsche Verhältnisse schon fast bergig. So führt mich der erste Weg zum kanpp 20 m "hoch" über der Mulde aufragenden Rabenstein.

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Da gibt es noch einiges (wieder auf )zu bauen. In diese im Krieg zerstörte Mühle kommen 23 Wohnungen. Die Brücke wird ebenfalls wieder aufgebaut. Aber viele kennen das "bau auf, bau auf" noch aus ihrer Kindheit Zwinkernd

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Den schönsten Blick auf die Stadt hat man vom anderen Ufer.

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Dort verlief die bereits zu Ostzeiten weitest gehend stillgelegte Bahnstrecke Wurzen - Glauchau. kurz vor der Jahrtausendwende kam da der Muldentalbahnradweg ( http://www.stadt-grimma.de/00_download/muldentalbahnradweg.pdf ) hin. Der Asphalt ist immer noch wie neu und damit wie geschaffen, dass ich mal mit den Skikes drüberrollen kann. Eine Bahnlinie hat nämlich den Vorteil, dass sie kaum Steigungen aufweist, denn solche sind mit Skikes für ewige Anfenga wie mich nicht zu bewältigen.

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Blick nach dem 80 m über der Mulde liegenden Golzern.

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Die beiden Mulden sind hier schon zu einem beachtlichen Strom vereinigt. Da kann man dann auch mit relativ wenig Gefälle einiges an Strom herstellen. Die Stauanlagen der alten Mühlen sind ja noch vorhanden.

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Leider gibt es auch in dieser Idylle Gesocks (als Schweine möchte ich diese asozialen Elemente nicht bezeichnen, um die Schweine nicht zu beleidigen), das seinen Dreck einfach über eine Kante fallen lässt.

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Klettern kann man hier natürlich auch.

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Dann wird es Zeit, die restlichen knapp 20 km nach Wurzen zu rollen. Um heute wenigstens irgendwas gemacht und nicht nur faul in der Gegend herumbesichtigt zu haben. Kurz vor dem Ziel ziehen Wolken auf und ich habe Glück die untergehende Sonne zwischen zwei Wolken noch mal zu erwischen.

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In Wurzen angekommen, eine böse Überraschung. Der Rucksack ist halb offen, außer der Brieftasche fehlt nix. Zunächst mal habe ich natürlich noch ein größeres Problem. Ich bin 31 km von zu Hause weg und kann mir keine Fahrkarte kaufen. Über die B6 ist das in 2 Stunden zu schaffen, die hat vor kurzem einen neuen Belag bekommen. Also Stirnlampe auf Blinklicht stellen, auf der vierstreifigen Straße wird gern schon mal 160 gefahren, da möchte man ein paar hundert Meter weit zu sehen sein. Ein anderer Weg ist mir nicht bekannt. (Jeder andere Weg wäre auch länger.) Kurz vor der Stadtausfahrt versuche ich es dann mal mit Stoppen, obwohl ich derartige Versuche als relativ aussichtslos in Erinnerung habe. Zu meiner Überraschung komme ich auf zwei Mal bis Taucha, von wo es nur noch etwa 10 km nach Hause sind.

Ich wünsche allen einen schönen Sonntag. Für mich war das wohl die Strafe, dass ich mich über das vom Hasei verhängte Berggehverbot hinweg gesetzt habe. Dabei bin ich doch gar nicht gegangen und Berge sind dort auch nicht wirklich.

Am Montag bekam ich in Stockholm einen erlösenden Anruf. Geldbörse mitsamt Inhalt sind abgegeben worden. Smiley. Es gibt doch noch ehrliche Menschen.
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« Zuletzt geändert: 16.11.2009 um 11:32:28 von Lamл[tm] »  

Liebe Grüße von Lamл[tm]-Nur echt mit dem Pi und cw-Wert > 0,3
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