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Wir sterben doch nicht ohne Gipfel (Gelesen: 23757 mal)
Climby
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Wir sterben doch nicht ohne Gipfel
02.04.2007 um 10:00:18
 
Wir sterben doch nicht ohne Gipfel


Obwohl der Winter ja noch gar nicht richtig da war, stehen wir schon mitten im Frühjahr. Schluss mit Kinderskitouren, jetzt werden knackige Gipfel gemacht und so erkunden Nordlichtangel, Alex und ich (climby) den Kaunergrat, genauer die Rofelewand. Erst mal ein gemütlicher Anstieg zur fast leeren und kalten Verpeilhütte, der durch das Eisequipment und der zugehörigen Schlepperei plus Trendsportart Skitragen wegen Schneemangel dann doch gar nicht so gemütlich war. Doch ein leckeres Schnitzel als Abendessen lässt die Anstrengung vergessen und durch viele Decken war die Nacht dann sogar kuschelig.

Früh am nächsten Morgen geht’s los, Lawinenlage 2 in schattigen Lagen, das trifft auf eine Südrinne ja wohl nicht zu. Da es um die Zeit ja noch kein Fast-Food-Menü für mich gibt, versorge ich mich halt mit einer Tasse Teewasser und einer Sport-Magnesium-Tablette, schmeckt zwar nicht, aber vielleicht hilft’s. Bei immer noch leichten Schneefall, der in der Nacht 5cm Neuschneeauflage gebracht hat, spuren wir uns den Weg recht anstrengend und zum Teil auch durch steile Tobel, da eine angenehmere Routenwahl mal wieder aper war, ist ja Südseite. So ein Schmarrn, Magnesiumtabletten, mir ist schlecht davon und ich werde immer langsamer, denk ans umdrehen, doch die 2 motivieren mich immer wieder. Bei einer Pause oberhalb des Schweikertsees versuche ich meinen Magen mit den üblichen Colavorräten zu beruhigen, doch es hilft nix. Langsam geht’s weiter über den Schweikertferner zu den Südwestabbrüchen der Rofelewand, im Nebel weiter nur schemenhaft zu erkennen. Als ich erkläre, ich würde gerade nicht mal einen sonst so heißgeliebten Fischmäc runterbringen, wird den anderen die Ernsthaftigkeit meiner Lage bewusst, doch wir sind ja nicht in einer Weicheisektion oder in hasei’s neuen unverreckbaren Wohnmobil. Also weiter und auch weiter suchen wir die Südrinne der Rofelewand. Erst ganz oben am Ferner glauben wir den Zustieg im Nebel zu erkennen. Ich hatte noch eine Foto im Kopf, wo diese so um die 40° steile Rinne (keine Angst, liebe Leser, laut Führer ist im Winter alles viel einfacher) direkt zum Gletscher runtergeht, aber durch den Rückgang von diesem sind da nur noch Felsen.

Wir müssen also über die Seite an die Rinne ran, also Skidepot und endlich wieder Steigeisen an den Füßen. Ich bin zwar immer noch geschwächt, doch dadurch steigt meine Lage und Stimmung langsam an. Außenrum geniale Landschaft, der Wind weht Schnee über die Grate, hier im Kaunergrat haben die Ötztaler einfach einiges zu bieten, dazu meist noch Bergeinsamkeit, einfach super. Wir spuren durch den Schnee und da ich ja wieder doppelt so oft wie die anderen einbreche, watschle ich gemächlich hinterher, bis nach einem steilerem Stück endlich die Südrinne in Ihrer ganzen Pracht vor uns liegt, geiles Teil.

...
Die Südrinne der Rofelewand!

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« Zuletzt geändert: 02.04.2007 um 11:28:39 von Climby »  

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Climby
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Wir sterben doch nicht ohne Gipfel 2
Antwort #1 - 02.04.2007 um 10:00:54
 
Runterrauschen soll man da lieber nicht, die bricht ins Leere ab, doch dank festen Trittfirn sehen wir das ganze recht unproblematisch und ich glaub, der Gipfel ist jetzt auch für mich wieder drin. Relativ zügig kommen wir durch die Hälfe der Rinne durch, Angelika und Alex in Wechselführung, ich hinterher. Plötzlich ein Rufen von Angelika, ich spring reflexartig zur Seite, Schnee kommt auf mich zu, es geht abwärts. Alex rauscht sich bereits überschlagend an mir vorbei und ich komm nach 3 oder 4 Metern wieder zum stehen. Ein Blick nach oben, Angelika steht fest da, doch unter uns nur eine Schneewolke!

SCHEISSE!

Der Schneestaub legt sich. Ca. 100 Meter unter uns bewegt sich was und auf Zuruf winkt Alex herauf, vielleicht 50 Meter bevor die Rinne abbricht. Gott sei Dank und jetzt erst mal durchschnaufen. Angelika kommt zwar etwas aufgeregt, trotzdem sicheren Tritts zu mir und wir steigen zu Alex ab, der schon wieder Rauchzeichen von sich gibt. „Na so schlecht wird’s ihm dann schon nicht gehen!“. Als wir uns wieder verständigen können wird das bestätigt und wir beginnen mit der Suche nach Ausrüstung von Alex, 1 Steigeisen, 2 Stöcke, Mütze und Brille fehlen. Bis auf einen Stock und die Mütze ist nichts mehr da. So schnell als möglich bewegen wir uns aus Rinne raus an einen recht sicheren Punkt. Boah, das hätte ganz schön schief gehen können. Wie konnten wir nur den Triebschnee in der Rinne so unterschätzen. Der Blick zurück: Von ganz oben hat sich das Schneebrett in der linken Seite der Rinne gelöst, Anrisskante vielleicht nur 15 cm, aber dann sicher 100m lang und wahrscheinlich von uns ausgelöst. Das reicht wenn sich der ganze Schnee in der Rinne sammelt. Obwohl der erste Gedanke von Alex war, „Mist, jetzt muss ich den ganzen Scheiß wieder rauf“ verzichten wir nun gerne auf den Gipfel.

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Der Weiterweg in der Rinne!


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Der Absturz von Alex. Die Steilheit wird auf dem Bild nicht vollständig vermittelt


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Überlebt!


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Das weitere potentielle Absturzgelände von unten!


Recht vorsichtig steigen wir zum Skidepot ab und sammeln uns. Ein Blick auf den Lawinenkegel: Uiii, liegt denn da nicht noch was? Ein Stock und das zweite Steigeisen finden sich, nur die Brille und ein paar Nerven lässt Alex am Berg.

...
Ausrüstungssuche im Lawinenkegel!

     
Es hilft nichts, wir müssen runter, aber das Ganze jetzt mehr als zurückhaltend. Da mittlerweile grundsätzlich Hubschrauber aufsteigen, wenn Alex in die Alpen aufbricht, fliegt auch schon einer über uns herum. Der wird doch nicht uns suchen? Woher soll denn jemand wissen, was passiert ist? Wir fahren weiter abwärts, werden auch noch etwas geschockt, dass unsere Aufstiegsspur mittlerweile durch ein paar Nassschneelawinen verschüttet ist. Aber jetzt runter, weiter mit gebotener Vorsicht und Mulden nur einzeln querend waren wir schon lange nicht so froh wieder an der Hütte zu sein.

Das Erste: Ein Geburtstagsschnaps für Alex. Der Hüttenwirt erzählt uns, dass er mal den Hubschrauber nach uns schauen ließ, weil wir nun doch schon recht lang unterwegs waren. Wie recht er beinahe gehabt hätte. Noch ein kurzer Gesundheitscheck, das Knie von Alex ein wenig lädiert, aber das vergeht wieder. Und obwohl bei Angelika und Alex noch ein Tag mehr geplant war, wird eine Heimfahrt jetzt vorgezogen. Alex und ich beschließen in Zukunft lieber wieder richtige Touren wie Ortler-Nordwand oder McKinley zu machen, das ist wenigstens sicherer als so ein Dreck im Kaunergrat. Doch während oben am Skidepot noch die Spruch: „Nie mehr Rofelewand!“ propagiert wurde, wird jetzt schon „von einem Sack da oben“ gesprochen. Yak, wann hast Lust?

Wer ist Schuld?

...


Klar, wer sonst?
Erstens weil er immer Schuld ist und zweites hat er was von Granatspitzgruppe getextet, also mussten wir natürlich höher rauf!

In Relation zu den Ereignissen am Tag, verlief die Talabfahrt und Heimreise echt unspektakulär. Warum hat Alex beim Einsteigen ins Auto das VS-Gerät eigentlich immer noch dran. Meine Magnesium-Tablette war inzwischen auch verdaut und deshalb konnte ich beim Mäkki in Garmisch „das ganze Sortiment einmal bitte“ bestellen, denn man bedenke: Wenn ich da heute gestorben wäre, hätte ich dieses tolle Fast-Food wahrscheinlich nie mehr zu mir nehmen können.

Fazit: ÜBERLEBT! Der Sektion gratuliere ich, dass sie nun einen vorsichtigen und verantwortungsbewussten Tourenreferenten hat. Und vielleicht sollte ich in Zukunft einfach umkehren, wenn mir nicht mal mehr ein Fischmäc schmecken würde.

Ja, zugegeben, manchen mag der Tourenbericht etwas makaber vorkommen, aber es tut mir gut, das Erlebte zu verarbeiten.


Viele Liebe Grüße von climby
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« Zuletzt geändert: 02.04.2007 um 14:57:15 von Climby »  

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strauchdieb
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Re: Wir sterben doch nicht ohne Gipfel
Antwort #2 - 02.04.2007 um 10:35:41
 
@ NLA

und ich sach noch ..... lass dich nich mit den Verrückten von der SAN ein .... und dann auch noch gleich zwei davon  ....  ein Tourenreferent im Ruhestand und ein aktiver FÜL:  Das kann ja nich gut gehen Zwinkernd.


Schön, dass ihr heil wieder zurück seid.


Gruß, Strauchdieb
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wer den Kopf in den Sand steckt ...&&... knirscht nachher mit den Zähnen
 
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pet
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Pray for snow!

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Re: Wir sterben doch nicht ohne Gipfel
Antwort #3 - 02.04.2007 um 10:36:23
 
Ja Herrschaftszeiten, euch kann man auch wirklich nicht alleine losschicken!  Ärgerlich
Ich muss wohl mal wieder mitgehen und ein wenig bremsen …

Glück gehabt, bin froh dass es euch gut geht und nicht mehr passiert ist!
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Anschi
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mora mora (nur ned hudln)

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Re: Wir sterben doch nicht ohne Gipfel
Antwort #4 - 02.04.2007 um 10:56:55
 
Ach Du meine Güte!  Schockiert Kann man Alex denn überhaupt nicht mehr unangeleint - äähh unangeseilt vor die Haustür lassen???

Wer in Hindelang dabei war, wird sich sicher daran erinnern, daß Usch den bei anderen Sektionen üblichen TOP "Gedenken an die im vergangenen Jahr verstorbenen Mitglieder" als bei uns immer noch unbesetzt vermerken konnte. Also bitte, liebe Helden der Berge, es wär wirklich schön, wenn das noch lange so bleiben würde...
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nordlichtangel
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immer positiv denken...

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LA
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Re: Wir sterben doch nicht ohne Gipfel
Antwort #5 - 02.04.2007 um 11:43:51
 
wir hatten mehr als einen Schutzengel...u ich danke den Beiden, die nach dem Erlebten so viel Ruhe ausstrahlten, dass ich doch halbwegs vernünftig abfahren konnte.

Ich schaute durch Zufall nach oben, man geht in so einer steilen Rinne hoch konzentriert...
Der Schnee kam so leise, so schnell...mit so einer Wucht auf mich zu....

Das volle Programm konnte ich beim Mäkki nicht essen, aber ein Chickenburger ging auch rein.

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Lisanne
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Re: Wir sterben doch nicht ohne Gipfel
Antwort #6 - 02.04.2007 um 12:56:48
 
Alex läßt wirklich nicht locker, nachdem es mit der Orler Nordwand letztes Jahr nicht geklappt hat nun sowas. Aber es freut mich, dass auch ihr nun zur Fraktion gehört, die gerettet werden. Ich dachte ich stehe allein mit diesem Problem da.

Da habt ihr aber mal wieder Schwein gehabt!
Manchmal kommt es wieder anders als man denkt.

Gruss

Lisanne
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Misserfolge sind misslungene Erfolge
 
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hasei
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Der Weg ist das Ziel

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Re: Wir sterben doch nicht ohne Gipfel
Antwort #7 - 02.04.2007 um 14:29:28
 
Also Ihr macht Sachen. Normalerweise bin ich doch der Spinnerte wenn es um Schnee geht, doch auch ich bin schon vernünftiger geworden und mach solche Touren:... ...

Jedenfalls habe ich in meiner Laufbahn auch schon Lawinen ausgelöst, aber bisher immer mit Vorsatz. Überrascht hat mich noch keine. Also entweder macht Ihr einen Lawinenkundekurs oder Ihr habt ein Bauchgefühl (das ist das was sich nach langen Jahren Skitoureneinstellt), und anscheinend hat der liebe Climby ja eins (wenn nicht mal mehr der Lieblingsmäci schmecken will), dann sollte man auf seinen Bauch hören.

Ich schliese mich daher da Ulli an und will keine solchen Berichte mehr lesen.

Manno, manno mann

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Yak
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Um mani padme hum

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Re: Wir sterben doch nicht ohne Gipfel
Antwort #8 - 02.04.2007 um 15:53:22
 
Wollt ihr Clowns beim neuen Jackass Film mitmachen ?
'Kids don't try this at home'.....

Und jetzt hört endlich damit auf mir den Alex kaputt zu machen ich brauch den noch für die verflixte Mutmalspitze....

Ärgerlich
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80 Millionen Deutsche können nicht bergsteigen

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Wir können es auch nicht, aber wir versuchen es wenigstens !
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G
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DAV-Trainerin C Bergwandern

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Re: Wir sterben doch nicht ohne Gipfel
Antwort #9 - 02.04.2007 um 16:01:21
 
und wer hat der schutzengel-armee "das ganze sortiment" spendiert? die haben das ja nun WIRKLICH verdient!

teufel, teufel, bin ich froh, dass ihr da heil wieder rausgekommen seid!

wünsche weiterhin fröhliches überleben...

G (immer noch ziemlich geschockt)
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Ulli
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Re: Wir sterben doch nicht ohne Gipfel
Antwort #10 - 02.04.2007 um 19:51:00
 
Ich schwanke zwischen  Schockiert  Schockiert Schockiert und  Kuss Grinsend Kuss, dass euch nix passiert ist!!!!

Aber jetzt mal Klartext: Das scheint ja zu bestätigen, (1) dass solche Dinge meistens erfahrenen FFFs (FastFoodFans) - äh, pardon, ich meine natürlich: erfahrenen Bergsteigern - passiert, und (2) dass in Rinnen die gängige Lawinenwarnstufe u.U. nicht besonders viel aussagt. Oder sehe ich das falsch?

Nur für den Fall, dass ich so ungefähr in zwanzig Jahren auch solche Touren machen sollte ...  Zwinkernd

LG, Ulli
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tjsen
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Re: Wir sterben doch nicht ohne Gipfel
Antwort #11 - 02.04.2007 um 21:01:33
 
mein lieber herr gesangsverein...!

das zeigt mal wieder, dass berge doch verdammt gefährlich sein können und man nicht nur durch eigene fehler in solche situationen kommen kann.

bin froh, dass ihr mit nem heftigen schrecken davongekommen seid und alex, schalt mal lieber ein weilchen nen gang runter, man soll seinen schutzengel nicht überfordern!!!

was mir aber noch nicht so klar geworden ist:
hat denn nun alex beim giftgelben m gegessen??? Smiley


fivedahigh,
euer tj

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hawkeye
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Der mit dem süssen schwarzen
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Re: Wir sterben doch nicht ohne Gipfel
Antwort #12 - 02.04.2007 um 22:14:34
 
oioioioi  Schockiert Schockiert Schockiert

Na da wars wirklich gut, den Engel dabei zu haben.
Das mit den guten Wetter hat diesmal nicht geklappt  Zwinkernd , aber wenigstens seid ihr ziemlich heil davongekommen.

Diesmal eher ein zerdatschtes Grüssle  unentschlossen
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datschigs Grüssle
 
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retebu
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Sommer ist die Unterbrechung
des Winters

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Re: Wir sterben doch nicht ohne Gipfel
Antwort #13 - 03.04.2007 um 08:06:22
 
Gut, dass ihr da wieder Heil runtergekommen seid Kuss
Bei einem solchen Bericht wirds einem gaanz anders.
Machts weiterhin gut.
retebu
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Das große Glück ist die Summe kleiner Freuden - Andreas Tenzer
 
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wk
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Re: Wir sterben doch nicht ohne Gipfel
Antwort #14 - 03.04.2007 um 11:17:15
 
Zunächst einmal bin auch ich froh das euch nichts ernsthaftes passiert ist.
Ich kann auch gut verstehen das ihr uns zunächst mitteilt: wir haben ein riesiges Glück gehabt und sind froh das es uns noch gibt. Das die Überschrift und das coole Heldengehabe zunächst der Beruhigung der eigenen Nerven dient ist mir auch klar.
Allerdings sollte man es damit und den besten Wünschen für zukünftige McDonald Besuche nicht bewenden lassen.

Wenn ich das richtig verstanden habe, wären 3 Sektionsmitglieder, davon 2 ausbildende Fachübungsleiter, um ein Haar ums Leben gekommen.

Hier sollte man sich doch fragen wie so etwas passieren konnte und noch viel mehr: wie so etwas in Zukunft vermieden werden kann.

Nach dem mehrfachen lesen des Textes von Climby frage ich mich:
Welche Fehler habt ihr eurer Meinung nach gemacht?
Hättet ihr die Situation in der Rinne erkennen müssen/können?
Habt ihr das Gefühl das Ihr im Prinzip nicht leichtsinnig gehandelt habt und das so etwas unter "Restrisiko" zu fassen ist?
Ich lese da etwas von mehreren Nassschneelawinen auf der Aufstiegsspur, habt ihr bereits vorher extremes Glück gehabt oder eine Tour gewählt die auf der Abfahrt extrem gefährlich war?
Wieso hat der Hüttenwirt bei geringfügiger Verspätung bereits einen Hubschrauber alarmiert, hat er eventuell von der Tour abgeraten oder Bedenken geäussert ?
Antworten auf derartige Fragen würden mich interessieren. Sonst bleibt doch wieder nur: Ist ja nix passiert, wär mir sowieso nicht passiert, manchmal kann man halt nix machen, helden leben halt gefährlich.

nix für ungut

wk
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