Es soll mal schauerhaft werden...
Erst sieht der Himmel ja noch gut aus, aber schon bald sind die Gipfel in Wolken.
So wird ein Kulturtag eingelegt und wir fahren nach Glurns, um das Städtchen samt der Mauer drumherum zu besichtigen.
Ganz trocken bleiben wir nicht.
Dann steht ein Wechsel ins Ultental an, aber halt, da ist es nur ein Haken nach Marling zum
Unterthurner.
Da kann ich natürlich nicht widerstehen, einige Geister zu zu erwerben.
Zumal es einen Neuen gibt.

Den Nachmittag verkürzen wir mit einem Spaziergang zu den eindrucksvollen Ultener Urlärchen.
Die drei sind jede ca. 2000 Jahre alt und haben vieles erlebt. Eine Zeittafel zeigt markante Geschichtsereignisse.
Die Tafel beginnt beim römischen Kaiser Augustus...




Nach dieser Anstrengung ist erst mal eine Stärkung mit Kaffee und Preiselbeerstrudel fällig.
Anschliessend fahren wir gleich noch zum Ausgangspunkt für morgen.
Die letzten Kilometer geben den Begriffen Schlagloch und Bodenwelle eine neue Dimension.
Schön langsam - und gut, dass so ein Bus etwas Bodenfreiheit hat.
Auf der Kuppelwieser Alm kann man nicht übernachten, aber wir können problemlos im Auto schlafen erklärt uns Petra.
Das Mädl ist grade mal Anfang Zwanzig, den sechsten Sommer hier oben und schmeisst die Wirtschaft mit vielen Tagesgästen fast allein.

Abends kommen noch die Hirten zum Essen, dann ist Ruhe.
Anstatt allein rumzusitzen, verbringen wir einen sehr netten Abend zusammen -Abwechslung- , an dessen Ende wir ohne Lampe erst mal das Gatter im Zaun suchen.
Der neue Tag beginnt frisch und strahlend – beste Voraussetzungen, den Hasen am Ohr zu ziehen.

Statt der Straße zum Arzkarsee nehmen wir den Steig durch die Almwiesen.
Auch hier wachsen schöne, alte Lärchen, deren Alter wir erst jetzt richtig auf einige hundert Jahre einschätzen.

Unterhalb des Latscher Jochs finden sich Reste eines Waals.
Kaum zu glauben, dass in dieser Lage ein solches Bauwerk errichtet wurde. Wasser gab es dort wohl nur während der Schneeschmelze.

Weiter geht es über die Blaue Schneid zu einem Blockgrat, der zwischdrin etwas Kraxelei bietet und dann mal wieder kein Ende nehmen will.

Beiderseits finden sich Gletscher oder das, was davon übrig ist.

Es zieht sich....

Viele Wege führen hinauf, entsprechnd besucht ist der Knogel.
Kurz vor dem Gipfel geht es dann einige Meter über den oberen Gletscherrand.
Schön aufpassen. sonst gibts einen Schnellabstieg.

Nach dem Abstieg werden an der Alm noch die zwei letzten Stücke Kuchen verdrückt. Die wurden sicher für uns aufgehoben
Die Aussichten für die beiden folgenden Tage: Ein Genuatief und Regen.
Bald schon ist er da und wir starten die Flucht in Richtung Heimat.
Und was ist jetzt mit dem Hasen?
Bei entsprechend guten Bedingungen ist der Berg auch als Skitour machbar, aber das Hasei spielt wieder Phantom, Schnee- oder gar Osterhasen waren auch keine da.
Das wars also nicht, sondern der Berg heisst Hasenöhrl