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Toller Winter - und es hätte noch mehr daraus werden können, Teil 2 (Gelesen: 55 mal)
Lamл[tm]
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Toller Winter - und es hätte noch mehr daraus werden können, Teil 2
01.12.2018 um 00:56:20
 
Ostern ist in den Bergen fast schon eine Garantie für schönes Wetter und gute Verhältnisse. Daher ist hier lange Vorplanung möglich. Weil das viele andere Leute auch wissen, ist sie allerdings auch nötig. Die Feiertage liegen 2018 so früh wie nur selten, daher ist Schneesicherheit auch in hohen Tallagen garantiert. Wir steigen für unsere Verhältnisse luxuriös in Vent im Gasthof Obervent ab. Es gibt ordentliches Essen und ein brauchbares Bett zum unschlagbar günstigen Preis. Man darf natürlich nicht die gleichen Ansprüche haben wie an ein Hotel, das das Dreifache kostet.

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Allein schon die gefühlt Jahrhunderte alten, noch echt handgeschmiedeten Armaturen und Türschlösser lassen das Gefühl eines echten Hotelmuseums aufkommen.
Leider werden die Wetter- und Lawinenvorhersagen von Tag zu Tag schlechter. Aber so viel Vorfreude...wir fahren trotzdem. Und es hat auch ohne Gipfelsieg gelohnt.
Mehr Bilder in höherer Auflösung:  https://photos.app.goo.gl/kt0vBrSdbasz0xyE3

Am Karfreitag wollen wir zum vorderen Spiegelkogl. Der direkte Weg ist mir vom Sommer her bekannt. Wirkliches Steilgelände berührt er nicht. Auf der Leeseite des Berges hat sich ein riesiger Kolk gebildet, in deren Hang wir bei Warnstufe 3 nicht reinwollen. Das Ersatzziel Gampleskopf entfällt dann auch bei mittlerweile richtig ungemütlichen Wetter.
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Die Schilder sind schon wieder und noch frei

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Gemütlich ist anders, aber hier geht es noch

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Endlich mal gescheite Aussicht.

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Wald Ende

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Aprilsonne über Schnee ist so was von heftig ...

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Schnee fällt keiner, er kommt nur von der Seite.

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Der Abstieg vom leidlich geschützten Umkehrplatz erweist sich als nicht lustig.

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Der Schnee, durch den wir gemütlich abstapfen wollten, ist innerhalb der etwa 30 Minuten vollständig abgeblasen. Im Gras verhängen wir mit den Harscheisen der Schneeschuhe, ohne Schneeschuhe ist es dann doch zu glatt und Steigeisen haben wir nicht mit.

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Ein kleiner Kessel am Weg hat dann den ganzen Schnee aufgenommen, aber es hilft nix, wir müssen runter. Sind nicht mal 50 Meter, da ist es möglich einzeln zu gehen.

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Wir genießen das schöne Panorama unter den Wolken und die eigentlich für den Gipfel geplante Mahlzeit. Durch wunderschönen Wald steigen wir zurück ins Dorf.

Track: https://my.viewranger.com/track/details/NzA5NDU2NQ==

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Re: Toller Winter - und es hätte noch mehr daraus werden können, Teil 2
Antwort #1 - 01.12.2018 um 00:57:16
 
Der Samstag ist mal so richtig mies angesagt. Gemütlich schlafen wir aus und erwachen bei herrlichen Sonnenschein. Na dann wird es nichts mit Thermalbad, sondern eher eine gemütliche Dorfrunde. Immerhin. Gemütlich frühstücken wir. Die Vorhersage verschiebt die Verschlechterung auf Nachmittag. Es wird immer schöner. Wir gehen dann mal los Richtung Vernagthütte.

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Die Sonne brennt schon fast und formt Eiszapfen im Schnee.

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Was gestern nicht weggeblasen wurde, ist heute geschmolzen

Kurz fassen wir die Guslarspitzen ins Auge. Das wird aber zu weit sein.
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Denn lange hält das nicht mehr.

Wegen der Bummelei am Morgen könnte ich mich in den Hintern beißen. Leider bin ich dafür zu steif.

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Vernackthütte - immer noch ewig weit weg.

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Als Ersatzziel wollen wir aufs nicht viel niedrigere, aber nähere Schwarzkögele. Die Sonne brennt immer heftiger, der Schnee im südseitigen Hang wird immer schwerer, wir lassen es bei etwa 2950 m, Valentin geht noch etwas höher, wenigstens einmal sollen es die 3000 werden. Durch regelrechten Beinbruchschnee geht es runter.

Der Übergang vom Sonnenschein zum Schneegestöber dauert etwa 15 Minuten. Im Rofenhof mümmeln wir noch leckeren Kuchen.
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Denn die Rückfahrt ist mit einer Lawine versperrt. Entweder durch ein Wunder oder durch weise Vorausschau ist der Bagger gerade vor Ort. Gegen 17:30 ist alles weggebaggert, der Lawinendoktor gibt die Straße aber erst frei, nachdem die Sonne aus dem Hang ist.

Das für Samstag vorhergesagte Wetter ist am Sonntag angekommen. Kaum Sicht, Schneegriesel, 0 Grad. Gut dass wir nicht auf einer Hütte sind und gammeln müssen. Was liegt näher, als im Aquadome zu gammeln. Bei Preisen, die man eher nach Sankt Anton oder -Moritz verortet, interessiert uns der Luxus plötzlich nicht mehr. Das b]Erlebnisbad Sölden[/b] (https://www.freizeit-soelden.com/de) ; erweist sich als schöne Alternative zum Drittel des Preises.

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Mit dem jungen Kerl  können wir nicht mehr mithalten - aber wir freuen uns, dass er die Blicke der Mädels in unsere Richtung zieht.

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Keine 500 m unter Vent bricht das Frühjahr herein. Es soll noch lang dauern, bis es in Vent ankommt.

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Oben ist noch Winter

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Auch das Bad hat was. Es gibt Dampfbad, Liegesessle mit Bestrahlung, und einer Sauna- Anleitung extra auf Russisch Smiley

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Unser stärkster Mann

Der am Morgen Vent erschütternde Donner erklärt sich auf der Rückfahrt.
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Vom Mutkogel bis nach Winterstall ergoss sich ein Nassschneerutsch und füllte das Tal auf einer Länge von 100 Meter fast bis hoch zur Straße auf der anderen Hangseite.
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Re: Toller Winter - und es hätte noch mehr daraus werden können, Teil 2
Antwort #2 - 01.12.2018 um 00:58:49
 
Ostermontag ist Abreisetag. Hartmut probiert es das erste Mal mit Schi. Es geht zur Martin- Busch- Hütte.
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Früher ging der Gletscher bis zur Hütte, heute liegt er 200 m tiefer

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Die Querung des Hanges am letzten Drittel ist ein rechter Sch... mit Schneeschuhen, der durch aufgeweichten Schnee nicht besser wird. Hartmut hingegen gleitet auf seinen Schi elegant hinauf zur Hütte.
Vor dem Weg durch die Schlucht wurde abgeraten, warum weiß ich nicht, denn am Rückweg nehmen viele genau diesen.

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Tolle Sicht von der Hütte. Gern wäre ich einen Tag geblieben, aber Valentin muss zurück nach Hause.

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In der Hütte.

Der Einzige, der noch Energie ohne Ende hat, ist Valentin. Er läuft noch ein weites Stück Richtung Hauslabkogl. Aber es hilft nix, wir müssen um 15 Uhr 30 zurück. Hartmut ist Fahrer und schont sich, ich kann mit Valentin nicht Schritt halten und bleibe auch auf der Hütte. Der Abstieg im Schatten ist dann deutlich angenehmer. Valentin schrieb dann in seinem mittlerweile gelöschten Instagram- Account "no summit, but rewarding never the less."

Epilog:

Ungewöhnlich früh, Mitte April, eröffnen wir im Bissinger See die Badesaison. Georg: "Und da willst Du in 3 Wochen noch mal Schnee treten?"
"Wir müssen nur hoch genug hinaus"
So hoch war es dann nicht einmal nötig, Beim Hüttenanstieg verfliegen die letzten Zweifel.
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Re: Toller Winter - und es hätte noch mehr daraus werden können, Teil 2
Antwort #3 - 01.12.2018 um 00:59:54
 
Similaun & Saykogl mit Georg
Mehr Bilder in höherer Auflösung:  https://photos.app.goo.gl/IpmGVMcvefmzA6h73

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Der Helldriver - auch im Aufstieg

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Selten so geschwitzt - sogar die Tragegurte vom Rucksack sind durch.

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Im Hochwinter ein eindrücklicher Weg durch die Schlucht.

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Halber Weg

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Der Winterraum ist einfach, wenn auch zweckmäßig. Nur ein paar Töpfe mehr könnten es sein.

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Bereits hinter der Martin-Busch-Hütte liegt das weiße Zeug geschlossen.

Auf die Idee, zu Himmelfahrt in die Berge zu gehen, kommmen auch andere. Die 8 Plätze teilen wir uns zu zwölft, zum Glück haben 4 Leute Schlafsäcke dabei und im Schafstall gibt es Notmatratzen.

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Um nicht zu versumpfen, starten wir für Ostalpenverhältnisse früh, um 5 Uhr.

Der Tag begrüßt uns so, wie es nur in den Bergen geht:
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GROß ==> http://touren.lampatzer.de/20180329fruehjahr/600PanoMorgenHütteGroß.jpg

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Ewig zieht sich der Weg zur Similaunhütte, auf hart gefrorenen Schnee ist Schneeschuhgehen ein lauter Sport.

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Nach fast drei Stunden geht es endlich mal bergauf.

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Schon strahlt die Sonne, aber

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trotzdem ist es noch frisch

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aber nicht mehr lange.

Auch von hier ist die Aussicht umwerfend:
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GROß ==> http://touren.lampatzer.de/20180329fruehjahr/600PanoFinailspitzeGroß.jpg

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Maisonne ist gnadenlos.

Der Aufstieg hat mir nicht so viel ausgemacht, der Talhatscher machte mich eher fertig. Georg hätte das vermutlich in einer Stunde hinter sich gebracht.

Hier sehen wir noch mal was.
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GROß ==> http://touren.lampatzer.de/20180329fruehjahr/600PanoSimilaunfernerGroß.jpg

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Der Schlussanstieg ist total umgepflügt und trotz Sonne ein Eisblock. Das hat was mit trockener Luft und Wind zu tun. Also geht es ohne Schneeshcuhe weiter.

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Diesen Winter war ich noch nie über 3000, das rächt sich jetzt. Erst um 11 stehen wir am etwa 3600 m hohen Gipfel des Similaun und sehen mal wieder, dass wir nichts sehen.

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Georg ist sauer. Nochmal mag er sich das nicht antun und besteht auf Heimfahrt am nächsten Morgen, denn Nachmittags soll es regnen.

Aber zunächst genießen wir nach dem Nachmittagsregen das Hüttenpanorama.
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http://touren.lampatzer.de/20180329fruehjahr/600PanoAbendHütteGroß.jpg
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Re: Toller Winter - und es hätte noch mehr daraus werden können, Teil 2
Antwort #4 - 01.12.2018 um 01:00:44
 
Bim Mittag- bzw. Abendessen auf der Hütte treffen wir Thomas und verabreden uns dennoch am nächsten Morgen für den Saykogl. Dieser ist über 250 m niedriger als der Similaun, vor allem entfällt der Talhatsch.
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Start um 4:30

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Gestern war da noch Schnee.

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Zum Glück ist die Tour kurz

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Hinter dem ersten Absatz

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Der lange Hang ist so bockelhart gefroren, dass Georg und Thomas lieber die Steigeisen nehmen.

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Meine neuen Schneeschuhe hingegen machen Steigeisen außer beim Wasserfallklettern überflüssig.

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Da waren wir gestern

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Obwohl es so kalt ist, dass ich unten sogar anfangs in Überhose starte, wird es oben in der Sonne schnell sumpfig. Georg & Thomas wollen sich jetzt den Wechsel von Steigeisen auf Schneeschuhe sparen und wühlen sich, am Schluss hüfttief, durch die Pampe.

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Mein ständiges Ablästern bestärkt sie noch dabei, als sie dann 50 m vor dem Ende des Schnees doch noch Schneeschuhe anlegen müssen, ist mir das ein innerer Reichsparteitag.

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Die letzten Meter sind gar nicht so trivial, wir krabbeln in etwas "anregender" Kraxelei über die Gipfelfelsen.

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Endlich genießen wir ausgiebig die Aussicht über fast alle Ötztaler, es ist schließlich noch nicht mal 8 Uhr.

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Um 10 sind wir wieder zurück. Wir packen unsere Sachen und vertilgen unsere Vorräte.

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Pünktlich zum einsetzenden Regen sind wir am Auto.

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In der Pizzeria Castello schlagen wir gut und preiswert den Magen voll und sind noch vor der Sportschau zu Hause.
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Re: Toller Winter - und es hätte noch mehr daraus werden können, Teil 2
Antwort #5 - 01.12.2018 um 01:01:38
 
Der Winterausklang war wirklich großartig.

Auch diesen Winter wird es wieder "die üblichen" Touren geben:
1. Eine Schneeschuhschnuppertour, sobald im Schwarzwald (oder auf der Alb) ausreichend Schnee liegt
2. Eine Wellnesstour etwa Anfang Februar
3. Eine Winterraumtour ab Mitte Februar
4. Einen erneuten Schneehöhlenversuch ab Anfang März
5. Einen Winterabschluss zu Ostern.

Die Schnupper- Winterraum- und Schneehöhlen- Touren werden in diesem Winter aufgrund der Abhängigkeit von den Verhältnissen kurzfristig terminiert.
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