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Klettern: Der Dolomiten längster Quergang (Gelesen: 2416 mal)
Lamл[tm]
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Klettern: Der Dolomiten längster Quergang
18.12.2003 um 00:10:18
 
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Re: Klettern: Der Dolomiten längster Quergang
Antwort #1 - 18.12.2003 um 00:15:34
 
Fr: Der Dolomiten längster Quergang
Auch heute sind wir getrennt. Kerstin und ich gehen die "große Micheluzzi" (längere Passagen VI, Rest V, nur wenig leichter) am Ciavazes (ca. 2500 m) Sowohl kletter- als auch wettertechnisches war das das Hi- Lite des ganzen Urlaubs. Ich habe einige Mühe, Kerstin dazu zu bringen, ihren Fotoapparat zu suchen. Hat sich aber gelohnt.
Übermäßiger Weingenuss am Vorabend haben mich zwar leicht ein- aber schlecht durchschlafen lassen. Auf mehrere Male verteilt habe ich viele Hundert Meter Wasser abstellen müssen. Dem entsprechend unausgeschlafen stehe ich am Einstieg. Am Vortag sind meine Kletterschuhe kaputt gegangen und ich will nicht ausgerechnet jetzt meine noch ungetragenen Schuhe verwenden. Deshalb gehe ich heute mit meinen eigentlich nur für 25- Meter- Routen gedachten "Zehenkillern", was mir die ersten 5-6 Längen sogar Auftrieb gibt. Ich habe nur Bedenken wegen deren mangelnder Robustheit - ich will nicht vor der 6. Länge barfuß klettern. Danach wäre das zwar unangenehm, aber kein ernsthaftes Problem mehr.
Die Route ist bombenfest, mit den knallengen Schläppchen läuft es besser als die Tage zuvor, die Sonne wärmt denRücken und das Gestein, und so geht es recht fix bis an den über 100 Meter langen Quergang.
   
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http://community.webshots.com/photo/103047480/103055902dbzIQL
http://community.webshots.com/photo/103047480/103055979MqJFSf
   

Die Seilschaft vor uns weist uns hier in die Lage der Standplätze ein, denn seit deren Sanierung sind die nicht dort, wo es im Kletterführer steht. Mitunter sind es Hängestände, so das ich mich nicht traue, die Schuhe auszuziehen. Nach dem Quergang versteigt sich Kerstin noch etwas, so dass ich dann fast 4 Stunden lang in den Schuhen stecke.
   
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http://community.webshots.com/photo/103047480/103056036nmgLUd
http://community.webshots.com/photo/103047480/103056105FkWMdm
http://community.webshots.com/photo/103047480/103056168zFdZqe
   

Nach nur 10 Längen liegen die Schwierigkeiten hinter uns. Vor lauter Klettern und Sichern habe ich ganz auf meine mitgenommenen Müsliriegel vergessen, und so habe ich jetzt einen veritablen Hungerast. So legen wir die Vesperpause kurz vor dem Ausstieg ein, steigen die lezte Länge und gehen übers Gamsband in einer halben Stunde zurück zum Auto.
   
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http://community.webshots.com/photo/103047480/103056224JNMJcm
http://community.webshots.com/photo/103047480/103056315SxeTFO
http://community.webshots.com/photo/103047480/103056375JbaarC
   

Weil die Pizza am Vorabend so lecker und sehr erschwinglich war, verzichten wir darauf, selbst zu kochen. Außerdem habe ich mich dann doch noch entschlossen, die Trekkingsandalen zu kaufen.
Tipp: Die Route ist fühlbar beliebt, der Schotter ist komplett raus. Wer über mehrere Meter im Bruch oder auch im sehr rauen Gestein ist, ist sicher falsch.
Trotz der vielen Haken (in den Schlüssellängen brauchten wir keine Schlingen oder Keile) ist die Routen"fein"suche nicht immer einfach. Insbesondere im Quergang, aber auch an mehreren Stellen danach, sind etliche Haken zu finden, an denen bis zu 4 m lange Knotenschüre hängen. Die Route verläuft i.d.R. unterhalb dieser "Verhauerhangeln". Bei der Sanierung der Standplätze wurden Teile der Route verlegt. Sie ist nicht mehr uneingeschränkt dort, wo sie laut KleFü erwartet wird. Insbesondere die Standplätze sind nicht mehr am Originalort, sondern da, wo sie sicherungstechnisch gesehen hin gehören. Es wurde selbst gegenüber dem neuen Führer eine Seillänge eingespart. Gegenüber dem alten Führer waren es gleich vier.) Die Seillängen nach dem Quergang sind dann teilweise so lang, dass man mit 50 Metern nicht nur wegen des Seilzugs auf einen geraden Seilverlauf achten muss. Um unsere 55- Meter- Seile waren wir froh.

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